Was fühlt ein Baby im Mutterbauch?

7. April 2019
Dass es von der Außenwelt abgeschlossen ist, bedeutet nicht, dass seine Gefühle begrenzt sind. Die Sinne des heranwachsenden Kindes entwickeln sich allmählich und es kann Freude, Angst oder Nervosität der Mutter spüren.

Alles! Ein Baby fühlt im Mutterbauch alles. Anfangs wird es sehr viel schlafen, doch je größer es wird, desto mehr Erfahrungen, Sensationen und Emotionen wird es erleben.

Dass es von der Außenwelt abgeschlossen ist, bedeutet nicht, dass seine Gefühle begrenzt sind. Die Sinne des heranwachsenden Kindes entwickeln sich allmählich und es kann Freude, Angst oder Nervosität der Mutter spüren.

Deine Emotionen bewirken hormonelle Veränderungen, die dein Kind im Mutterbauch physisch und emotional beeinflussen. 

Es konnte nachgewiesen werden, dass wenn einer schwangeren Frau großes Leid widerfährt, dies die frühzeitige Geburt des Kindes auslösen oder das Untergewicht des Kindes bei der Geburt zur Folge haben könnte.

Im Mutterbauch experimentiert das Baby direkt alle Emotionen seiner Mutter. Der Organismus setzt nämlich verschiedene Hormone frei: Wenn die Mutter glücklich ist, produziert sie Endorphine und Serotonin. Doch wenn sie nervös und gestresst ist, steigt der Herzrhythmus, was auch das Baby beeinflusst.

Baby im Mutterbauch

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Anfangs schläft das Kind im Mutterbauch

Eine Gruppe von Wissenschaftlern hat herausgefunden, dass der kleine Bauchbewohner die meiste Zeit schläft oder nicht aktiv ist. Dies konnten sie anhand der Bewegungen der Augen und Muskeln des Babys feststellen. 

Doch dieser Zustand verändert sich im Laufe der Entwicklung. Ungefähr in der Halbzeit der Schwangerschaft reagieren Haut und Schleimhäute des heranwachsenden Babys auf die taktile Stimulation.
Bereits am Anfang der Schwangerschaft hat der Embryo die Tendenz, sich von den Gebärmutterwänden zu entfernen, wenn er zufällig daran anstößt. Der Tastsinn ist der erste Sinn, den das Baby entwickelt.
Wenn du deinen Bauch streichelst, verwöhnst du dein Baby. Der kleine Bauchbewohner fühlt sich durch die Gebärmutter immer umarmt, deshalb hat er nach der Geburt das Bedürfnis, Wärme durch Umarmungen zu erhalten.

Im Mutterbauch fühlt das Kind alles

Wissenschaftler haben auch herausgefunden, dass sich der Herzrhythmus des Kindes verändert, wenn es laute Geräusche hört. Schütze es deshalb vor invasiven Geräuschen und höre Musik, um es zu stimulieren und zu entspannen. 

Babys nehmen ab der 12. Schwangerschaftswoche auch verschiedene Geschmacksrichtungen des Essens wahr. Die Geschmacksknospen sind zwar noch nicht voll entwickelt, denn dies erfolgt erst nach der Geburt, doch sie können bereits Süßes und Bitteres unterscheiden.

In verschiedenen Studien haben Wissenschaftler versucht, mehr über dieses Thema herauszufinden. Dafür wurde zum Beispiel einer Gruppe von werdenden Müttern regelmäßig Karottensaft verabreicht. Die Kontrollruppe erhielt keinen Karottensaft.

Nach der Geburt des Babys, als die Mütter ihren Kindern bereits Nahrung zufütterten, wurden sie gebeten, den Brei mit Karottensaft zuzubereiten.

Babys, deren Mütter während der Schwangerschaft Karottensaft getrunken hatten, hatten dabei gar kein Problem und empfanden diese Nahrung als ganz normal.

Doch jene Kinder, deren Mütter keinen Karottensaft getrunken hatten, empfanden den Geschmack als eigenartig und drückten dies durch typische Gesten aus, die Kinder machen, wenn sie Neues kosten.

Baby im Mutterbauch

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Die Sinne des Babys im Mutterbauch entwickeln sich allmählich

Das Baby hört mit der Zeit jedes Geräusch im Bauch und auch der Außenwelt. Sein Geschmackssinn entwickelt sich und unterscheidet die verschiedenen Geschmacksrichtungen immer besser. Das Kind empfindet immer mehr Sensationen und wird immer aufmerksamer.

Im achten Schwangerschaftsmonat ist das Baby immer wacher und reagiert auf den Kontakt mit der Außenwelt, zum Beispiel wenn du die Hände auf den Bauch legst. Es kann antworten, indem es seine Beinchen ausstreckt oder sich an dem Ort, wo die Hände sind, zusammenkuschelt.

Was sexuelle Beziehungen während der Schwangerschaft anbelangt, beeinträchtigen diese dein Kind keinesfalls. Das heranwachsende Baby ist sich darüber nicht bewusst, spürt allerdings den Orgasmus, da sich dabei dein Körper und auch die Gebärmutter zusammenzieht. Doch das hat keine negativen Folgen für dein Kind.

Allerdings kann sich eine schlechte Ernährung und Alkohol sehr schädlich auf den Fötus auswirken. Auch Tabak ist in der Schwangerschaft tabu.

Wissenschaftler konnten Gesichtsbewegungen beim Baby feststellen, wenn Mütter rauchten. Nikotin hat sehr negative Folgen für die Gesundheit des ungeborenen Kindes, du solltest deshalb unbedingt darauf verzichten!