8 Wege der Pflege nach der Geburt, die jede Mutter braucht

Egal was die Leute sagen; die Zeit nach der Geburt ist eine Phase der Veränderung und der Anpassung, die sich über Wochen oder sogar Monate erstrecken kann.
8 Wege der Pflege nach der Geburt, die jede Mutter braucht

Letzte Aktualisierung: 25. Juli 2018

Nach der Geburt braucht der Körper einer Frau um die sechs Wochen, um sich von den Veränderungen während der Schwangerschaft zu erholen. Während dieser Zeit ist es wichtig, sich auszuruhen und alle Mittel für die Pflege nach der Geburt in Anspruch zu nehmen, die du brauchst.

In der ungefähr sechsten Woche nach der Geburt erlebt der Körper der Mutter einige körperliche und emotionale Veränderungen. Diese können dazu führen, dass wir uns erschöpft und auch ein wenig gereizt fühlen.

Dein Körper arbeitet stets daran, die Veränderungen während der Schwangerschaft Stück für Stück rückgängig zu machen und zu seiner früheren Form zurückzufinden. 

Es ist wichtig, die wesentlichen Maßnahmen der Pflege nach der Geburt zu kennen, damit du dich zu Hause erholen kannst – in deinem eigenen Tempo und nach den Bedürfnissen und Grenzen deines Körpers.

Die wichtigsten Mittel der Pflege nach der Geburt

Pflege nach der Geburt

Wochenfluss Hygiene

Das Auftreten von Wochenfluss, oder Lochien, gehört zu den Dingen, die du nach der Geburt feststellen wirst. Dies ist ein vaginaler Ausfluss, der aus Gewebe und Blut des Uterus besteht. Dein Körper wird vermutlich anfangen, ihn auszuscheiden, wenn du wieder zu Hause bist.

Dies ist ein natürlicher und gesunder Vorgang und Hygiene sollte deine einzige Sorge sein. Experten empfehlen, deinen Intimbereich drei- bis fünfmal am Tag mit Wasser und neutraler Seife zu waschen. Danach am besten mit einem weichen, sauberen Handtuch abtrocknen.

Stillen und Nachwehen

Nachdem du dein Baby zur Welt gebracht hast, erlebst du vielleicht akute abdominale Krämpfe. Dies sind Wehen, die entstehen, wenn dein Uterus zurück zu seiner normalen Größe schrumpft.

Deine Krämpfe mögen schmerzhaft sei, besonders, wenn es sich nicht um dein erstes Baby handelt: Nachwehen treten tendenziell stärker bei Frauen auf, die bereits zuvor geboren haben.

Um deinen Blutgefäßen bei der Heilung zu helfen, solltest du so schnell wie möglich mit dem Stillen anfangen. Das Stimulieren deiner Milchdrüsen hilft den Kontraktionen, ihren Zweck zu erfüllen.

Ruhe und Schlaf, um Energie aufzuladen

Pflege nach der Geburt

Ausreichend Ruhe ist ein wesentlicher Bestandteil der Regeneration nach der Geburt, aber die ersten paar Nächte mit deinem Baby werden ermüdend sein. Du wirst dich immer noch an das Stillen gewöhnen müssen und den Schlafrhythmus deines Kindes kennen lernen.

Am besten passt du dich dabei deinem Baby an und versuchst, gleichzeitig mit ihm zu schlafen. Es wird dir helfen, dich besser zu fühlen, wenn du in den ersten Tagen nach der Geburt so viel Erholung wie möglich bekommst. 

Es ist völlig normal, wenn du nichts tun möchtest als ständig zu essen, zu schlafen und dich um dein Baby zu kümmern. Schließlich ist dies eine Zeit des Ausruhens, der Regenerierung und Pflege.

Du warst 9 Monate lang in meinem Bauch, aber du wirst für den Rest meines Lebens in meinem Herzen sein. 

-Anonym-

Lege deine Beine hoch, um Schwellungen zu vermeiden

Nach der Geburt wirst du bemerken, dass deine Beine und Füße eine Zeit lang anschwellen werden. Um die Schwellungen zu vermeiden, legst du deine Füße am besten so oft wie möglich hoch, besonders beim Liegen.

Leichtes Spazieren gehen um Verstopfungen zu verringern

Versuche, die Toilette zu benutzen, sobald du das Bedürfnis hast. Falls du nicht sofort gehst, könnte sich dein Stuhl ansammeln und verhärten.

Um Verstopfungen zu vermeiden und den Gang zur Toilette leichter zu machen, empfehlen Ärzte langsame und leichte Spaziergänge. Dies wird deinen Verdauungstrakt stimulieren und deinem Körper helfen, wieder zum Normalzustand zurückzukehren.

Aus dem gleichen Grund solltest du außerdem sichergehen, dass du genug Wasser trinkst, frische Früchte und Gemüse isst, das reich an Fiber ist.

Kümmere dich um Verletzungen, Fäden und Dammschnitte

Oft werden Verletzungen mit Fäden genäht, so wie bei Rissen der Vagina oder Dammschnitten, ein Einschnitt in den Damm, um Risse während der Geburt zu vermeiden.

Erkundige dich nach der besten Pflege der Fäden, bevor du das Krankenhaus verlässt, damit du den Anweisungen zu Hause folgen kannst.

In jedem Falle ist die Pflege deiner Nähte einfach und schmerzlos und kann helfen, Unannehmlichkeiten und Infektionen zu vermeiden.

Dusche jeden Tag mit lauwarmen Wasser und neutraler Seife. Dies wird helfen, deine Narbe sauber und trocken zu halten. Tupfe den Bereich danach sanft trocken, indem du ein weiches Handtuch verwendest.

Ein weiterer Tipp ist das Hinlegen für zehn Minuten für jede Stunde, damit sich das Blut nicht in einem Bereich ansammeln kann.

Pflege nach der Geburt – Was zu tun ist, wenn deine Milch fließt

Deine Milch wird normalerweise ab dem dritten oder vierten Tag nach der Geburt anfangen zu fließen. Eventuell fühlst du dich etwas fiebrig und deine Brüste werden so voll sein, dass du denkst, sie wären kurz vorm Platzen. Sie werden heiß und geschwollen sein und schmerzen.

Um für Erleichterung zu sorgen, kannst du versuchen, ein kühles feuchtes Tuch auf deine Brüste zu legen, wenn sie schmerzen. Natürlich ist immer noch das beste Mittel, soweit es geht sicherzustellen, dass dein Baby richtig saugt. Du kannst außerdem Milch mit einer Pumpe abpumpen.

Deine Emotionen nach der Geburt

Die Pflege nach der Geburt geht auch noch über körperliche Aspekte hinaus. Ein Baby zu bekommen verursacht starke Emotionen und kann oft zu gemischten Gefühlen führen: Glück vereint mit Angst und Sorge, sogar Traurigkeit.

Du fühlst dich vielleicht sensibler und musst plötzlich weinen. Manchmal fühlst du dich vielleicht einsam oder leidest unter vermindertem Selbstwertgefühl.

All diese Emotionen sind normal und verständlich. Sollten sie sich jedoch zu etwas Intensiverem entwickeln, so wie ständige Angst und Sorge, Panik, Traurigkeit, Schlaflosigkeit oder Lethargie, solltest du dir Hilfe suchen.

Rede mit deinem Arzt, denn diese Gefühle sind Anzeichen einer postpartalen Depression.