Migräne bei Kindern: Symptome, Ursachen und Behandlung

20 Januar, 2019
Unter Migräne versteht man sehr starke und schmerzhafte Kopfschmerzen. Sie haben mit einer neurologischen Störung zu tun, die eine Reihe von Kindern und Erwachsenen betrifft. Erfahre hier, was die Symptome sind und wie sie behandelt werden können.

Migräne ist eine schmerzhafte Erkrankung, die mehr Kinder betrifft, als wir denken. Aus diesem Grund sollten wir wachsam und uns darüber bewusst sein, dass Migräne auch unsere eigenen Kinder betreffen kann.

Spezialisten weisen darauf hin, dass die Erkrankung bei Kindern im Vorschulalter genauso verbreitet ist, wie bei Grundschulkindern.

Das frühzeitige Erkennen der Symptome, sowie die schnellstmögliche Behandlung helfen dabei, die Schmerzen des Kindes bei einem Migräneanfall zu verringern.

Migräne bei Kindern

In den meisten Fällen besteht Migräne bei Kindern aus sehr starken Kopfschmerzen. Es ist eine neurologische Erkrankung, die außerhalb des Schädels auftritt.

Die Migräne tritt aufgrund von Schwellungen in den Muskeln auf. Diese bedecken den Kopf und den Nacken und betreffen die umliegenden Nerven. Dies sendet Schmerzmeldungen an das Gehirn, die die Migräne verursachen.

Ursachen von Migräne bei Kindern

Es gibt verschiedene Situationen, in denen Kinder häufige Kopfschmerzen haben. Allerdings ist der Verlauf manchmal auch nur mild.

In anderen Fällen sind die Schmerzen jedoch sehr stark und können mehrere Stunden oder sogar Tage dauern. Einige der häufigsten Ursachen findest du im Folgenden:

  • Übermäßige Verwendung von Computern, Videospielen oder Fernsehen
  • Erschöpfung, Müdigkeit und Stress
  • Hormonelle Veränderungen
  • Empfindlichkeit gegenüber starken Gerüchen oder Geräuschen
  • Angstphasen
  • Probleme mit dem Sehen
  • Grippe oder Infektionen im Ohr, Hals oder in der Harnwegen
  • Häufiges Inhalieren von Tabak
  • Schlafmangel
  • Nebenwirkungen, die durch bestimmte Medikamente verursacht werden
  • Schlechte Ernährung

„Manche Kinder mit Migräne haben starke Schmerzen, die Stunden oder sogar Tage andauern können.“

Hauptsymptome der Migräne bei Kindern

Das Erkennen der Symptome hilft dir dabei, die Migräne deines Kindes angemessen zu behandeln. Außerdem kannst du feststellen, ob du einen Arzt aufsuchen solltest oder dein Kind zu Hause betreuen kannst.

Auf diese Weise trägst du dazu bei, dass es deinem Kind schnellstmöglich wieder besser geht. Gleichzeitig bedeutet eine frühzeitige und angemessene Behandlung auch, dass dein Kind weniger unter den Kopfschmerzen leidet.

Hier sind die Symptome:

  • Unterbrochener oder klopfender Schmerz im Kopf.
  • Mäßige oder starke Schmerzen auf einer oder beiden Kopfseiten.
  • Übelkeit, Erbrechen oder Schwindel.
  • Schwierigkeiten bei der Ausführung täglicher Aktivitäten.
  • Der Schmerz nimmt bei körperlicher Aktivitä zu.
  • Empfindlichkeit gegenüber Ton und Licht.
Ein Junge hat Kopfschmerzen

Wie du deinem Kind während eines Migräneanfalls helfen kannst

Der erste Behandlungsschritt besteht darin, deinem Kind ein Schmerzmittel zu geben. Dieses sollte vom behandelnden Kinderarzt empfohlen sein. Die gängigsten Empfehlungen sind Ibuprofen oder Paracetamol.

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Stelle sicher, dass dein Kind im Bett oder auf dem Sofa liegen bleibt. Der Raum sollte dabei ruhig und dunkel sein. Lege dann ein kaltes, nasses Handtuch auf den Kopf deines Kindes, da dies erfrischend ist.

Massiere ebenfalls die Kopfhaut deinese Kindes und übe leichten Druck auf die Schläfen aus.

Versuche auch, ihm beim Einschlafen zu helfen. Dies wird deinem kleinen Patienten helfen, sich zu entspannen und Muskelverspannungen abzubauen.

Wenn dein Kind entspannt ist, kann dies die Schmerzen reduzieren oder sogar ganz verschwinden lassen.

Praktische Vorschläge um Migräneanfälle bei Kindern zu vermeiden

Es ist wichtig, dass du die Gewohnheiten deines Kindes änderst, wenn diese der Auslöser von häufigem Kopfweh sind. Einige dieser Gewohnheiten können sein:

  • Achte auf die Zeit, die dein Kind damit verbringt, fernzusehen, Videospiele zu spielen oder am Computer zu sitzen.
  • Vermeide Situationen, die Stress, Müdigkeit oder Ermüdung verursachen.
  • Sorge für eine gesunde Ernährung. Eine gute Ernährung wird dazu beitragen, das Immunsystem deines Kindes zu stärken. Auf diese Weise kann es so häufigen Infektionen widerstehen.
  • Achte darauf, ob bestimmte Lebensmittel, z. B. gereifter Käse oder Schokolade, Kopfschmerzen auslösen. Wenn dies der Fall ist, sollte dein Kind diese nicht verzehren.
  • Wenn dein Kind alt genug ist, stelle sicher, dass es regelmäßig Sport treibt. Dies wird dazu beitragen, seine allgemeine Gesundheit zu verbessern.
  • Wenn dein Kind Medikamente einnimmt, sprich mit deinem Kinderarzt über mögliche Nebenwirkungen.
  • Lasse dein Kind von einem Spezialisten untersuchen, um mögliche Probleme mit seiner Sicht und den Augen zu behandeln.
  • Stelle sicher, dass dein Kind genügend Schlaf bekommt. Ausreichende Ruhe ist erholsam und reduziert somit das Auftreten von Migräne bei Kindern.
Mädchen, das unter Migräne leidet

Die Ernährung spielt bei Kindern mit Migräne eine wichtige Rolle

In vielen Fällen haben Fachleute festgestellt, dass schlechte Ernährung Kopfschmerzen bei Kindern hervorruft. Ebenso kann ein Migräneanfall durch Nahrungsmittelallergien ausgelöst werden.

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Es ist daher wichtig, darauf zu achten, ob Kopfschmerzen auftreten, nachdem dein Kind bestimmte Lebensmittel gegessen hat. Es wird empfohlen, folgende Nahrungsmittel zu vermeiden:

  • Laktose
  • Konserven
  • Süßigkeiten
  • industrielle Backwaren
  • überreife Bananen
  • Pralinen
  • gereifte Käsesorten

Es ist wichtig, dass du die Gewohnheiten deines Kleinen änderst, die bei häufigen Kopfschmerzen der Auslöser sein könnten.

Gleichzeitig solltest du reichlich Obst, Gemüse und Vollkornbrot in die Ernährung deines Kindes einbauen. Wähle auch Nahrungsmittel, die reich an Magnesium sind, um dein Kind gesund zu halten.

Wenn dein Kind an Migräne leidet, versuche dir nicht allzu viele Sorgen zu machen. Es hilft bereits, wenn du dich ausreichend um den kleinen Patienten kümmerst. Generell nimmt die Migräne bei Kindern mit dem Einsetzen der Pubertät ab.