Krankheiten, bei denen Kinder keine Medikamente benötigen

18. September 2018
Wichtig ist hier die Antwort auf die Farge, ob die Krankheit durch Viren oder Bakterien ausgelöst wurde. Lasse dich von deinem Kinderarzt beraten!

Wenn dein Kind heranwächst, kommt es mit verschiedenen Krankheiten in Kontakt. Nicht immer ist Medizin aus der Apotheke notwendig. ES gibt auch Krankheiten, bei denen Kinder keine Medikamente benötigen. 

Wenn ihr Immunsystem richtig funktioniert, können sie diese Krankheiten selbst abwehren. Allerdings solltest du dich immer von deinem Kinderarzt beraten lassen! 

Kinder mit gesunden Abwehrkräften können die meisten gewöhnlichen Krankheiten alleine bekämpfen. In vielen Fällen sind Antibiotika nicht notwendig, denn sie behandeln oft die Symptome, nicht die Krankheit selbst.

Gewöhnnliche virale Infektionen benötigen meist keine pharmazeutische Behandlung. Antibiotika sind in diesem Fall nicht notwendig.

In der Regel zählt Grippe zu den Krankheiten, bei denen Kinder keine Medikamente benötigen. Doch Grippe kann auch ernst sein! Symptome wie hohes Fieber, trockener Husten und generelles Unwohlsein machen sich bemerkbar.

Wenn der Arzt es als notwendig erachtet, kannst du dein Kind impfen lassen, beachte jedoch, dass sich die Grippestämme jedes Jahr verändern und die Impfung deshalb immer wieder aufgefrischt werden muss.

Wenn dein Kind beispielsweise an einer chronischen Erkrankung wie Asthma leidet, solltest du es jedes Jahr impfen lassen. Dein Arzt kann dich entsprechend beraten.

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Auch wenn du dein Kind gegen Grippe impfen lässt, kann es sich erkälten. Vergiss jedoch nicht, dass in diesem Fall Antibiotika nicht helfen.

Sie können jedoch dann eingesetzt werden, wenn es zu Komplikationen wie zum Beispiel einer Lungenentzündung kommt.

Auch wenn das Fieber durch Antipyretika gesenkt und die Schmerzen gelindert werden, wird damit die Krankheit selbst nicht geheilt. Ein gesundes Immunsystem hilft dem Kind, damit fertig zu werden.

Man sollte allerdings eine gewöhnliche Erkältung nicht mit Grippe verwechseln. Bei Erkältungen kommt es normalerweise zu Schleimbildung, verstopfter Nase, Husten und manchmal auch zu Fieber.

Der Schleim ist meist wässrig, entwickelt sich danach dann weiß, gelb, grün und zähflüssig und schließlich trocken. Dies ist ein normaler Prozess einer Erkältung. Danach ist das Kind geheilt.

Es handelt sich um eine virale Krankheit, gegen die es keinen Impfstoff gibt. Auch Antibiotika machen hier keinen Sinn. 

Durch den Missbrauch dieser Medikamente entwickeln die Krankheitserreger eine Resistenz. Außerdem können Antibiotika zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. 

Wenn dein Kind Fieber hat kannst du ihm ein fiebersenkendes Mittel geben. Wenn es starken Husten hat und nicht schlafen kann: gib ihm Hustensaft. Vergiss jedoch nicht, dass der Husten bezweckt, Schleim auszuwerfen.

Nasensprays werden Kindern unter 12 Jahren nicht empfohlen.

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Schleimlösende Mittel, Hustenmittel oder Antihistaminika (bei Allergien) können die Symptome teilweise zwar lindern, doch eigentlich benötigt das Kind nur Zeit, damit sein eigenes Immunsystem wirken kann.

Auch Vitamin C und Naturprodukte können zwar teilweise das Wohlbefinden fördern, doch die Krankheit wird damit nicht geheilt.

Es gibt Krankheiten, bei denen Kinder keine Medikamente benötigen

Eine akute Mittelohrentzündung kann durch Viren oder Bakterien ausgelöst werden und wird seit Jahrzehnten mit Antibiotika behandelt.

Ärzte diagnostizieren eine Mittelohrentzündung recht häufig, wenn das Kind Fieber, jedoch keine anderen sichtbaren Symptome hat.

Unterschiedliche medizinische Studien haben herausgefunden, dass eine Behandlung der Mittelohrentzündung praktisch nutzlos ist. Damit wird der Krankheitsverlauf nicht verkürzt und auch die Schmerzen werden nicht gelindert. Die Behandlung hat auch keinen positiven Einfluss auf das Gehör.

Eine Behandlung ist bei Kindern unter zwei Jahren mit hohem Fieber, schlechter Gesundheit, beidseitiger Mittelohrentzündung oder langen Krankheiten angebracht.

Pharyngitis ist eine Rachenentzündung, bei der Schmerzen im Rachen, insbesondere beim Schlucken, entstehen.

In vielen Fällen wird sie durch einen Virus ausgelöst, dann sind Antibiotika nutzlos.

Bei einer bakteriellen Rachenentzündung (durch Streptokokken) wird oft Penicillin verabreicht, um Rheumatisches Fieber, eine seltene, aber ernsthafte Komplikation, zu vermeiden.

Streptokokken verursachen normalerweise Fieber über 38,5°C aber keinen Husten oder Schleim.

Im Vergleich dazu werden Halsschmerzen zusammen mit Husten, Schnupfen und leicht erhöhter Temperatur fast immer durch einen viralen Infekt ausgelöst.

In diesem Fall sprechen wir von einer Krankheit, bei denen Kinder keine Medikamente benötigen.

Penicillin ist nicht dazu da, eine Mandelentzündung zu heilen. Es wird eingesetzt, um rheumatisches Fieber zu verhindern. Eine Mandelentzündung wird auch durch Antibiotika nicht schneller geheilt.