10 Tipps für eine leichtere Entbindung

5. Juni 2019
Damit du die Entbindung als gute und positive Erfahrung erleben kannst, sind bestimmte Kenntnisse sehr wertvoll. Denn das Wissen um Techniken, wie du die Kontrolle über den Körper behalten kannst, hilft dir dabei, diesen Moment einzigartig und schön zu machen.

Um den Moment der Entbindung leichter zu machen, gibt es verschiedene Techniken. Diese helfen nicht nur, die Schmerzen zu lindern. Zudem sind sie auch hilfreich, um ruhig zu bleiben und nicht allzu nervös zu werden.

Das mag auf den ersten Blick vielleicht nicht so wichtig erscheinen. Aber gerade das ist von großer Bedeutung, damit die Erfahrung der Entbindung nicht traumatisch wird, sondern vielmehr das Gegenteil: Du solltest sie möglichst schön und positiv erleben können.

Natürlich gehört der Zeitpunkt der Entbindung zu den Momenten, in denen die Nerven der werdenden Mütter ziemlich blank liegen können. Das gilt sowohl für Erstlingsmütter als auch für solche, die schon mal eine oder mehrere Geburten erlebt haben.

Doch das ist ganz normal. Denn man fühlt sich einfach nicht immer bereit, mit den Schmerzen und all den anderen intensiven Gefühlen, die bei einer Entbindung hochkommen, umzugehen. Die Unsicherheit scheint riesig zu sein.

Tipps für eine leichtere Entbindung

Entbindung eines Babys

Schwangerschafts-Yoga

Yoga während der Schwangerschaft zu praktizieren ist sehr gesund. Denn dabei bereitest du nicht nur deinen Körper auf die Geburt vor. Sondern du lernst auch, deine Atmung in jeder Lebenssituation zu kontrollieren.

Mit dieser Technik stärkst du also deine Muskeln. Und du lernst, mehr Kontrolle über deinen Körper sowie über deine Gefühle zu haben. Das kann bestimmte Beschwerden während der Schwangerschaft lindern. Und es ist eine gute körperliche Vorbereitung auf den Moment der Entbindung.

Tipps zur leichteren Entbindung im Geburtsvorbereitungskurs

Was du in diesen Kursen lernen kannst, wird dir zum Zeitpunkt der Geburt sehr helfen. Denn hier wird dir wertvolles Wissen vermittelt. Außerdem kannst du auch Antworten auf viele deiner Fragen und Zweifeln bekommen. All das wird deine Ängste und Sorgen angesichts des Moments der Geburt deines Babys lindern.

Dehnungsübungen und Atemtechniken

Gerade das Wissen darum, wie man die Atmung kontrollieren kann, ist für schwangere Frauen sehr wichtig. Denn der weibliche Körper benötigt während der Schwangerschaft mehr Sauerstoff als zuvor. Außerdem hilft dir eine gute Atmung, dich zu entspannen und dich auch emotional besser zu fühlen.

Deshalb solltest du dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit nehmen, um dich zu entspannen und bewusst auf deine Atmung zu achten: Atme während 5 Sekunden ein, halte dann deinen Atem während 3 Sekunden an und atme dann langsam aus. Diese Übung kannst du während 5-10 Minuten wiederholen.

Auch Dehnungsübungen sind hilfreich: Strecke deine Arme aus und wiege dich sanft von links nach rechts. Das bringt deine Muskeln in Bewegung und hilft dir beim Entspannen.

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Sorge für regelmäßige und sanfte Bewegung

Bewegung und sanftes Training während der Schwangerschaft erleichtern die Geburt. Damit geht die Entbindung normalerweise auch etwas schneller vor sich. Gehen, Schwimmen, Pilates etc. – all das fördert die Flexibilität und steigert deine Energie.

Damm-Massagen

Eine weitere Technik, die die Wehen erleichtert und helfen kann, einen Dammschnitt zu vermeiden: Damm-Massagen. Diese Massagen kannst du selber ausführen. Oder dein Partner hilft dir dabei.

Dazu benutzt du ein spezielles Öl, das in Apotheken erhältlich ist. Auf diese Weise wird der Damm gestärkt. Und du kannst die Gefahr verringern, dass bei der Entbindung ein Dammschnitt durchgeführt werden muss oder es es zu einem Dammriss kommt.

Geburtsvorbereitung im Wasser

Bewegung im Wasser hilft auch bei der Vorbereitung auf die Geburt. Denn wenn man im Wasser ist, verringert sich der Druck, den der Bauch auf die Gliedmaßen und Gelenke ausübt. Und es verbessert auch die Durchblutung. Außerdem werden die Muskeln ganz ohne Verschleiß gestärkt und so kannst du außerdem auch noch Stress abbauen.

Leichtere Entbindung durch warmes Duschen

Warmes Wasser entspannt angespannte oder müde Muskeln. Es lindert auch die durch Kontraktionen verursachten Beschwerden. Wenn du dich bei den Wehen unter die warme Dusche stellst, kann das die Entbindung erleichtern, da die Schmerzen nachlassen.

Wähle eine für dich angenehme Haltung

Eine weitere Möglichkeit, die Geburt zu erleichtern: Nimm die Haltung oder Position ein, in der du dich am wohlsten fühlst. Das kann in der Hocke sein, auf einem Pilatesball, auf der Seite liegend oder auf Knien und Händen…

Du solltest genau die Haltung wählen, die für dich am angenehmsten ist und in der die Schmerzen erträglicher sind.

Massage

Hebamme befühlt den Bauch einer Schwangeren

Eine Massage setzt Endorphine frei, die ganz allgemein helfen, dich gut zu fühlen. Du kannst deinem Partner bitten, dass er deinen Rücken von den Schultern bis zu den Hüften massieren soll. Ebenso kann es helfen, wenn er bei jeder Kontraktion mit der Handfläche auf das Steißbein drückt.

Bewege dich während der Entbindung

Wenn du keine Periduralanästhesie durchführen lässt, kannst du dich nach Belieben bewegen und herumlaufen. Das hilft dem Baby, durch den Vaginalkanal abzusteigen. Du kannst dich auch sanft auf einem Pilatesball hin- und herschwingen. Vor allem geht es darum, in Bewegung zu sein. Denn so werden auch die Schmerzen geringer und das erleichtert die Entbindung.

Dies sind einige der Tipps und Techniken zur Erleichterung der Geburt. Einige davon kannst du schon während der Schwangerschaft anwenden. Andere sind nur für den lang erwarteten Moment der Entbindung gedacht.

Du kannst davon einfach die machen, die am besten zu dir passen. Sie werden dir sicherlich helfen und es wird viel einfacher sein, dein Baby auf diese Welt zu bringen.

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  • Balogh, A. (2005). Pilates and pregnancy. RCM Midwives : The Official Journal of the Royal College of Midwives, 8(5), 220—222. Retrieved from http://europepmc.org/abstract/MED/15960329