Erziehung ohne Schreien: Konsequenzen setzen!

28. Februar 2019
Wenn sich Kinder nicht so verhalten, wie sie sollten, werden viele Eltern nervös und beschimpfen ihren Nachwuchs oder schreien ihn an. Sie kennen dies aus ihrer eigenen Kindheit und empfinden es als ganz normal. Doch es geht auch ohne Schreien. 

Wenn sich Kinder nicht so verhalten, wie sie sollten, werden viele Eltern nervös und beschimpfen ihren Nachwuchs oder schreien ihn an. Sie kennen dies aus ihrer eigenen Kindheit und empfinden es als ganz normal. Doch es geht auch ohne Schreien. 

Durch Schreien verschlimmert sich die Situation und das Verhalten des Kindes nur. Du wirst damit nichts erreichen. Ganz im Gegenteil: Der Dialog und das Zusammenleben mit deinem Sprössling wird dadurch schwieriger.

Außerdem stumpft das Kind völlig ab, sobald die Schreie zur Gewohnheit werden. Frust und emotionales Ungleichgewicht sind die Folgen. 

Darüber hinaus zeigst du deinem Kind, dass Konflikte mit Schreien und verbaler Gewalt gelöst werden. 

Es geht auch ohne Schreien!

es geht auch ohne Schreien!

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Klare Regeln

Wenn es zu Hause klare Regeln für dein Kind gibt, ist es weniger wahrscheinlich, dass Schreien notwendig ist. Vielleicht erinnert sich dein Sprössling nicht immer an die Regeln, deshalb solltest du eine Liste erstellen und diese an einem gut sichtbaren Ort aufhängen. 

Auch für dich gilt dies als Erinnerung. Auf dieser Liste ist zu sehen, was du von deinem Nachwuchs erwartest. Jeder kann wenn nötig einen Blick auf diese Regeln werfen und du kannst sie auch entsprechend der Bedürfnisse immer wieder anpassen. 

Wenn dein Kind noch klein ist und nicht lesen kann, verwende Zeichnungen, um die Regeln zu verdeutlichen.

Negative Konsequenzen vorher erklären

Du musst deinem Kind negative Konsequenzen erklären, damit es weiß, welche Folgen sein Verhalten hat. Danach musst du dich natürlich auch selbst an diese Konsequenzen halten! 

Konsequenzen für unangebrachtes Verhalten können zum Beispiel sein: Zeit zum Nachdenken, Entzug von Privilegien oder logische Folgen, die dem Kind helfen, seine Fehler zu erkennen.

Erstelle einen Plan, um das Fehlverhalten deines Kindes strategisch zu korrigieren, indem du wirksame Konsequenzen setzt. Anstatt die Stimme zu erheben und dein Kind anzuschreien, verwende diese Strategien.

Vergiss jedoch nicht, die Konsequenzen vom ersten Augenblick an durchzusetzen, ansonsten wirst du damit nicht erfolgreich sein.

Mutter und Sohn sprechen miteinander

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Positive Verstärkung

Motiviere dein Kind, die Regeln durch positive Verstärkung zu befolgen. Wenn es bei Nichtbefolgung negative Konsequenzen gibt, sollte es bei vorbildhaftem Verhalten auch Belohnungen geben.

Lobe dein Kind, wenn es etwas gut macht und sein Verhalten positiv ist. Das wird ihm dabei helfen, Verhaltensproblemen vorzubeugen.

Außerdem solltest du deinem Kind positive Aufmerksamkeit schenken, um negative Verhaltensmuster zu reduzieren, mit denen es versucht, deine Aufmerksamkeit zu erlangen. 

Wenn dein Sprössling Schwierigkeiten hat, sich an die Regeln zu halten, kannst du ein Belohnungssystem erstellen.

Analysiere, in welchen Situationen du schreist

Wenn du dich immer wieder dabei ertappst, wie du dein Kind anschreist, solltest du analysieren, in welchen Situationen das so ist und warum. Viele Eltern stehen unter Stress und sind vielfach überbelastet, doch ihre Kinder haben daran keine Schuld!

Manchmal kann das Schreien auch einfach zur Gewohnheit werden. Die Eltern machen sich dabei Luft, doch es wird zu einer toxischen Routine.

Lerne Techniken, um dich zu beruhigen und Zorn oder Wut auf gesunde Weise abzubauen. So kannst du deinem Kind auch ein gutes Vorbild sein, damit es lernt, seine Impulse zu kontrollieren. Es geht auch ohne Schreien!

Wenn du schreist, da du glaubst, dass dir dein Kind nicht zuhört, versuche es mit neuen Strategien, um seine Aufmerksamkeit zu erlangen. Versichere dich, dass deine Anweisungen effektiv und logisch sind!

Weise dein Kind darauf hin, bevor du Maßnahmen ergreifst

Anstatt deinen Sohn oder deine Tochter anzuschreien, weise sie auf ihre Fehler hin und erinnere sie an die Konsequenzen. Wenn du sie sofort anschreist, kommt es zu einem Machtkampf, den du normalerweise verlierst.

Je öfter du ein Kind anschreist, desto wahrscheinlicher ist es, dass es auf herausfordernde Art reagiert. Wenn du es jedoch auf die Konsequenzen hinweist und diese dann auch erfüllst, weiß es, dass du es ernst meinst.

Du musst dich immer an die angekündeten Konsequenzen halten, sonst wird dieses System nicht funktionieren. Doch du wirst sehen: Es geht auch ohne Schreien.