Mein Kind will nicht in die Schule. Was kann ich tun?

17 Januar, 2019
Eine gesunde Gesprächsbasis ist in diesen Fällen grundlegend, um mehr über die Ursachen herauszufinden. Wenn dein Kind bisher nicht ungern in die Schule ging, musst du mit ihm sprechen, um herauszufinden, was jetzt anders ist.
 

Für manche Eltern ist es ein täglicher Kampf, ihr Kind in die Schule zu schicken. Nicht, weil sie früher aufstehen oder ihren Zeitplan anpassen müssen, sondern weil manche Kinder nicht gerne oder am liebsten gar nicht in die Schule gehen.

In diesem Fall muss man als Erstes den Gründen auf die Spur gehen und dann verschiedene Maßnahmen treffen, um es dem Kind zu erleichtern, in die Schule zu gehen. 

Was tun, wenn mein Kind nicht in die Schule will?

1. Versuche, die Gründe herauszufinden

Was tun, wenn mein Kind nicht in die Schule will?

In den ersten Tagen kann es ganz normal sein, dass ein Kind ungern in die Schule geht, denn es muss sich zuerst an all die Neuheiten gewöhnen und sich nach den Ferien wieder an den Alltag anpassen.

Doch wenn das Problem auch nach der Anpassungsphase bestehen bleibt, solltest du den Ursachen auf den Grund gehen. Warum weigert sich dein Kind, zur Schule zu gehen?

Vielleicht liegt es an den Mitschülern, die dem Kind das Leben schwer machen? Oder es kommt nicht gut mit seinen Lehrern zurecht. Vielleicht langweilt es sich auch einfach im Unterricht. Finde heraus, was mit deinem Kind los ist!

Entdecke auch diesen Artikel: Glückliche Kinder und was wir von ihnen lernen können

 

2. Sprich mit deinem Kind

Eine gesunde Gesprächsbasis ist in diesen Fällen grundlegend, um mehr über die Ursachen herauszufinden. Wenn dein Kind bisher nicht ungern in die Schule ging, musst du mit ihm sprechen, um herauszufinden, was jetzt anders ist.

Es muss einen Grund dafür geben, warum die Schule für dein Kind jetzt zur Qual geworden ist. Sprich mit deinem Sohn oder mit deiner Tochter über Gefühle und mögliche Probleme. Unterstütze dein Kind in diesen schwierigen Augenblicken!

3. Sprich mit den Lehrern

Du solltest auch einen Termin mit den Lehrern deines Kindes vereinbaren, um herauszufinden, wo das Problem liegen könnte. Sprich gegebenenfalls auch mit dem Schulpsychologen oder der Schulleitung. Sie wissen vielleicht über Dinge Bescheid, die dir dein Kind nicht erzählt hat.

Wenn ein Kind nicht zur Schule möchte, liegen meist größere Probleme vor. Denn normalerweise treffen sich Kinder gerne mit Gleichaltrigen, ganz unabhängig von ihrer schulischen Leistung.

4. Sprich mit anderen Eltern

Es ist oft auch hilfreich, mit anderen Eltern von Kindern aus derselben Klasse zu sprechen. Sie können dir vielleicht andere Informationen geben, die hilfreich sind.

Vielleicht gibt es auch andere Mitschüler, die unzufrieden sind und ihre Eltern über die Gründe informiert haben.

5. Schläft dein Kind genug?

Wenn es deinem Kind am Morgen schwer fällt, aus dem Bett zu kommen, solltest du darauf achten, dass es tatsächlich genug Schlaf abbekommt. Vielleicht geht es zu spät ins Bett und ist deshalb morgens noch sehr müde und kraftlos. 

 
Kind am Morgen wecken

Noch ein interessanter Artikel: 7 Anzeichen für Schlafstörungen bei Kindern

Ein anderer Grund könnten Schlafstörungen sein. Vielleicht ist das Schlafzimmer zu hell oder nicht entsprechend angepasst, um einen guten Schlaf zu ermöglichen. Es können natürlich auch andere Gründe vorliegen, die die nächtliche Ruhe deines Kindes stören.

So führen beispielsweise Atembeschwerden sehr oft zu einer schlechten Schlafqualität. Auch psychologische Probleme und Sorgen, die dein Kind quälen, können die Nachtruhe beeinflussen. 

Finde die Ursachen heraus, denn dann kannst du auch eine entsprechende Lösung finden.

6. Verhalten in anderen Umgebungen

Vergiss nicht, zu beobachten, wie sich dein Kind in anderen Umgebungen verhält. Fühlt es sich wohl, wenn es alleine ohne Eltern ist? Oder ist es dann unsicher, da die Abhängigkeit noch sehr groß ist? Sobald das Problem erkannt ist, kannst du altersentsprechende Maßnahmen treffen, um deinem Kind zu helfen.

Damit dein Kind unabhängiger wird, kannst du es zum Beispiel öfters zu seinen Großeltern oder zu Freunden bringen. Es wird auf einem Geburtstagsfest auch ohne dich viel Spaß haben und sich daran gewöhnen, sich in anderen Umgebungen wohl zu fühlen.

 

Am besten lässt du dir von einem Experten helfen, um dein Kind besser zu verstehen und den genauen Ursachen auf den Grund zu gehen. Höre deinem Liebling gut zu und unterstütze ihn in allen Situationen.

Eltern haben die wichtige Aufgabe, ihren Kindern Sicherheit zu vermitteln. Beobachte, was in deinem Kind vor sich geht und vergiss nicht, mit ihm offen und ehrlich zu sprechen. Es wird sein ganzes Leben lang davon profitieren!