Das Stillen – eine wunderbare Art zu lieben

· 23. Februar 2018
In der Vorstellung ist das Stillen eine enorme Freude, da der Geruch, der Herzschlag, die Wärme und die Stimme der Mutter das Baby bei der Nahrungsaufnahme begleiten.

Das Stillen ist eine Entscheidung von immenser Wichtigkeit, die nicht nur die Frau, sondern auch das Baby betrifft. Alles, was mit dem Stillen zu tun hat, ist nicht nur interessant, sondern auch unglaublich schön.

Während wir natürlich die Techniken, Körperhaltungen, Milchsorten, die Nährstoffe, die das Stillen bietet, die Komplikationen, die Vorteile für das Immunsystem usw. beschreiben könnten, sprechen wir in diesem Artikel über die Geste und das Gefühl der Liebe, das das Stillen begleitet.

Das Stillen eines Babys ist eine wunderbare Form der Liebe. Warum? Weil jede Selbstsucht verschwindet und die Fürsorge für das Baby Vorrang hat. Indem wir uns über seine Ernährung Gedanken machen, ermutigen wir uns selbst und überwinden die Angst, uns selbst für die Gesundheit und das Wohlergehen des Babys aufzuopfern.

Das Stillen ist nicht nur ein Prozess, bei dem eine Reihe von Hormonen (wie Oxytocin) beteiligt ist, sondern auch ein Prozess der Reflexion, der Aufmerksamkeit sich selbst und gleichzeitig dem Baby gegenüber. Man könnte sagen, dass dies einer der ersten Wege ist, auf dem Mutter und Kind nonverbal miteinander kommunizieren.

Laura Gutman bestätigt in ihrem Buch mit dem Titel „Mutterschaft und die Begegnung mit dem eigenen Schatten“, dass das Stillen der Moment ist, in dem wir erkennen, wie Liebe funktioniert.Das Stillen - Mutter beim Stillen

Um ohne Druck zu stillen, müssen wir verstehen, dass es egal ist, wie lange oder wie oft wir stillen. Mutter und Kind werden sich verstehen. An einem Tag ist sein Kopf höher, an einem anderen Tag ist dein Arm niedriger und du musst das Stillen irgendwann abbrechen, weil du dich unwohl fühlst.

Die Idee des Stillens besteht nicht nur darin, Nahrung, sondern auch eine affektive Lebensgrundlage zu bieten. Dies ist ein sehr wichtiger Punkt. Wenn wir uns Gedanken darüber machen, Ziele setzen und einen bestimmten Saugreflex unseres Babys erwarten, werden wir den ersten Schritt zum Stillen nur schwieriger machen.

Bekanntlich empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation das ausschließliche Stillen bis zum sechsten Lebensmonat und ergänzend bis zum 2. Lebensjahr. So haben Mutter und Kind genügend Zeit, sich kennenzulernen, zu lieben und Zeit miteinander zu verbringen.

Das Stillen ist eine Notwendigkeit

Das Baby braucht seine Mutter, genauso wie die Mutter ihr Baby braucht. Es ist äußerst wichtig, dass beim Stillen die Liebe mehr Bedeutung hat als die Technik, denn es wird der erste affektive Eindruck sein, der die Beziehung zu unserem Kind (den Kindern) kennzeichnet.

Für den Fall, dass wir unser Baby nicht stillen können, sollten wir auf seine Mimik, Gesten, Berührungen und Geräusche achten. Diese kleinen Gesten sind die ersten Formen der Kommunikation und in ihnen finden wir die Inkarnation der Unschuld. Darüber hinaus können wir das Wunder des Lebens bestaunen.

Das Stillen - Mutter mit BabyWichtig ist, dass wir beim Stillen einen warmen, uneingeschränkten und freiwilligen Kontakt zum Baby haben. Ohne Eile und ohne Stress, weil wir nicht nur Milch für das Kind produzieren, sondern ihm auch Liebe in dieser ersten Phase des Lebens geben.

Die Mutter ist für das Kind immer der Lieblingszufluchtsort und seine besondere emotionale Unterstützung. Deshalb sollten wir das genießen, denn es ist absurd, nur nicht zu stillen, weil das Kind schon gegessen hat oder es nicht Zeit zum Stillen ist

Liebe ist keine Laune, Liebe ist ein immenses Gefühl, das sich jede Mutter und jedes Kind wünscht. Wenn ein Baby Nahrung verlangt, verlangt es auch Wärme, Zuneigung und Zuflucht, genau wie die Mutter, wenn sie ihr Baby umarmt.

Babys wissen nicht, wie man sagt: Ich will deine Aufmerksamkeit, deine Zuneigung, deine Wärme und deine Nähe. Dies drücken sie durch Weinen und in der Stärke ihres Sogs aus. Zwar ist dies auch eine Überlebensstrategie, aber jeder Mensch braucht Zuneigung, denn ohne sie kann er nicht leben.

Deshalb sollten wir unsere Augen und unser Herz öffnen, um zu verstehen, dass das Stillen in erster Linie der beste Weg ist, zu lieben.