Die Zusammensetzung der Muttermilch ist abhängig vom Geschlecht

17. April 2019
Noch bis vor Kurzem war es unvorstellbar, dass sich die Zusammensetzung der Muttermilch abhängig vom Geschlecht verändert. In einer Studie wurde bestätigt, dass die Muttermilch für Mädchen und Jungen unterschiedlich ausfällt. 

Zwar wurden bereits viele Studien über Muttermilch durchgeführt, doch noch immer ist sie ein Rätsel. Unter dem Mikroskop sehen wir unzählige Bakterien in der Muttermilch, die die bakterielle Besiedlung der kindlichen Darmflora beeinflussen. Doch wusstest du, dass die Zusammensetzung der Muttermilch auch abhängig vom Geschlecht des Kindes ist?

Doch nicht nur das, die Zusammensetzung kann sich auch entsprechend der Bedürfnisse des Kindes verändern. Wenn das Baby krank ist oder bestimmte Nährstoffe benötigt, kann sich die Muttermilch entsprechend verändern. 

Noch bis vor Kurzem war es unvorstellbar, dass sich die Zusammensetzung der Muttermilch auch abhängig vom Geschlecht verändert. In einer Studie wurde bestätigt, dass die Muttermilch für Mädchen und Jungen unterschiedlich ausfällt.

Forscher der Universität von Michigan (USA) konnten feststellen, dass die Muttermilch an das Geschlecht des Babys angepasst wird, denn die Nährstoffbedürfnisse sind unterschiedlich!

Unterschiedliche Zusammensetzung der Muttermilch abhängig vom Geschlecht des Kindes

Wusstest du, dass die Muttermilch für Mädchen anders ist als die für Jungen? Worin unterscheidet sie sich und welche Milch ist vorteilhafter? Aus den Daten der erwähnten Studie geht hervor, dass Jungen privilegiert sind! 

Muttermilch abhängig vom Geschlecht des Kindes unterschiedlich

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Aus den Forschungen geht hervor, dass Jungen meist eine nahrhaftere Milch mit mehr Fett erhalten. In Ländern, in denen es an Nahrung mangelt, ist jedoch die Muttermilch für Mädchen fetthaltiger.

Die Experten glauben, dass diese Anpassung in der Natur ganz normal sind. Dies hängt mit der Entwicklung evolutiver Mechanismen zusammen. 

Diese Situation kann beispielsweise auch bei Tieren, wie Seehunden oder Hirschen beobachtet werden. Die männlichen Tiere erhalten in Zeiten des Überflusses hochwertigere Milch, doch die weiblichen Jungtiere bekommen bei Nahrungsknappheit die bessere Muttermilch.

Auf einer Versammlung der American Association for the Advancement of Science konnte dies bestätigt werden. Die Zusammensetzung der Muttermilch verändert sich abhängig vom Geschlecht des Kindes. 

Die Ergebnisse der Studie

Die Professorin Katie Hinde der Universität Harvard, die die Entwicklungsbiologie von Rhesusaffen untersucht, erklärt, dass die für männliche Jungtiere bestimmte Muttermilch mehr Cortisol enthält. Weibliche Jungtiere erhalten jedoch mehr Calcium.

Muttermilch verändert sich abhängig vom Geschlecht des Babys

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Entsprechend den analysierten Daten bestätigt Hinde, dass der Unterschied darauf zurückzuführen ist, dass Weibchen das Knochensystem viel früher als Männchen entwickeln. Das ist auch bei Schimpansen und bei uns Menschen der Fall.

Deshalb könnte das Wachstumsmuster der Grund dafür sein, dass die Muttermilch abhängig vom Geschlecht des Babys unterschiedlich ist.

In der Studie wurde beobachtet, dass die Zusammensetzung der Muttermilch auch an spezielle Bedürfnisse des Babys angepasst werden kann. So wird das Kind mit den notwendigen Nährstoffen versorgt, die es für seine optimale Entwicklung benötigt. 

In der Folge hat das Geschlecht des Kindes auch einen Einfluss auf die Milchdrüsen, was neue Rätsel mit sich bringt, die von der Wissenschaft gelöst werden müssen.

Die Forscher haben sich vorgenommen, die Interaktion zwischen Baby und Mutter abhängig vom Geschlecht genauer zu untersuchen, um mögliche Einflüsse und Veränderungen zu beobachten.

Die Professorin erklärt, dass die Stillzeit viel wichtiger ist, als wir uns vorstellen. Formelmilch kann auf keine Weise mithalten. Allerdings können durch diese Studie bessere Produkte entwickelt werden. 

Darüber hinaus kann so gespendete Muttermilch besser für die Babys, die sie erhalten, ausgesucht werden, nämlich abhängig vom Geschlecht.

Es gibt immer mehr Forschungen, die bestätigen, wie wichtig Muttermilch ist. Es handelt sich um die beste Nahrung für das Kind. Doch viele Geheimnisse müssen noch erforscht werden.