Coronavirus: Warum Bildungseinrichtungen schließen?

21 Mai, 2020
Der Coronavirus, auch bekannt als COVID-19, stellt momentan eine Gesundheitskrise dar. In vielen Ländern wurden Schulen und Universitäten geschlossen. Hier erklären wir dir, warum diese Maßnahmen notwendig sind, um etwas gegen die Ausbreitung der Krankheit zu tun.
 

Inzwischen weiß wohl wirklich fast jeder, was das Coronavirus ist. Denn im Moment geht es in den Nachrichten um kaum etwas anderes. Überall findet man entsprechende Information. Aber manchmal kann genau das bei den Leuten auch Angst und Verwirrung auslösen. Noch nie hatte ein Virus einen solchen Einfluss auf sozialer und wirtschaftlicher Ebene. Und tatsächlich hat die WHO nun den Coronavirus SARS-CoV-2 zur Pandemie erklärt.

Natürlich ist es nicht das erste Mal, dass es weltweit zu einer Virusepidemie kommt. So lassen sich zum Beispiel Ebola oder die Vogelgrippe nennen. Aber die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus oder COVID-19 nimmt weiterhin beständig zu. Dabei sind insbesondere ältere Menschen betroffen und vor allem diejenigen, bei denen bereits andere gesundheitliche Probleme vorliegen. Allem Anschein nach steigt die Zahl der Fälle stetig an und bei den Menschen machen sich Angst und Sorge bemerkbar.

Wie lange wird diese Pandemie andauern?

Bisher kann man noch nicht sagen, wie lange das Problem andauern wird. Ebenso wenig lassen sich Aussagen darüber machen, ob das Coronavirus zu den Virusarten zählt, die eher von den Jahreszeiten abhängen und also mit Beginn der kälteren Jahreszeit erneut vermehrt auftreten werden.

Auch weiß man nicht, ob das Virus eventuell mutieren wird, oder ob es sich zu einem noch aggressiveren Virus hin entwickelt. Bei so vielen offenen Fragen, gibt es natürlich viele Menschen, die die entsprechende Information und diesbezügliche Daten am liebsten in Echtzeit verfolgen wollen.

 

Einige Experten vermuten, dass es wahrscheinlich ist, dass Sonne und hohe Temperaturen die Aggressivität des Virus verringern. Denn in der warmen Jahreszeit kommt es zum einen nicht zu so vielen Menschenansammlungen in geschlossenen Räumen und zum anderen scheint das Virus bei hohen Temperaturen Schwierigkeiten mit der Vermehrung zu haben.

Coronavirus - Covid-19

Sicher ist, dass sich viele Menschen infizieren werden und bei vielen werden Symptome auftreten. Aber bei anderen wird der Infekt symptomfrei verlaufen. Dabei ist die gute Nachricht: Anscheinend sind diejenigen, die sich mit dem Virus anstecken und dann wieder genesen, danach gegen ihn immun. Allerdings müssen die dementsprechenden Daten noch weiter untersucht werden.

Reduzierung von sozialen Kontakten zur Vermeidung von Infektionen mit dem Coronavirus

Von Seiten der Gesundheitsbehörden wird eine Reduzierung der sozialen Kontakte empfohlen. Dadurch will man das Ansteckungsrisiko verringern und verhindern, dass neue Infektionen in großem Umfang auftreten.

Denn wenn es Infektionen gibt, ist es besser, sie treten nach und nach auf, so dass die Gesundheitsdienste nicht zusammenbrechen. Denn in allen gesundheitlichen Einrichtungen machen sich bereits die Auswirkungen der Pandemie bemerkbar.

 

So müssen schwerkranke Patienten so effizient wie möglich in medizinischen Zentren behandelt werden. Wohingegen Patienten mit weniger schweren Erkrankungen zu Hause behandelt werden sollten.

Auf diese Weise verspricht man sich, dass es zu keiner Überforderung in Krankenhäusern und bei den Notfalldiensten kommen wird. Vor allem gilt: Je weniger Kontakt zwischen den Menschen und je größer die Distanz zwischen einzelnen Gruppen, desto geringer das Risiko.

Bisher haben Italien und China die Bewegungsfreiheit ihrer Bürger stark eingeschränkt. Damit wollen sie verhindern, dass es zu einer noch schnelleren und breiteren Ausbreitung des Virus kommt. Darüber hinaus wurden beispielsweise in Spanien in verschiedenen Städten sämtliche Bildungseinrichtungen für zwei Wochen geschlossen. Das gilt für Kindertagesstätten über Schulen bis hin zu Universitäten u.a.

Warum schließt man Schulen und Universitäten wegen des Coronavirus?

Die Entscheidung, Bildungseinrichtungen wegen des Coronavirus zu schließen, hat mehrere Gründe. So sind auf diese Art zum Beispiel weniger Eltern oder andere die Kinder betreuende Personen unterwegs, um die Kleinen in die Schule zu bringen. Dadurch reduziert sich der soziale Kontakt. Und damit auch das Risiko einer möglichen Ansteckung.

Und genauso wie Schulen und Universitäten geschlossen werden, werden auch Veranstaltungen abgesagt. So zum Beispiel Konzerte, Sportwettbewerbe oder Konferenzen. Denn bei solchen Events kommt es zu großen Menschenansammlungen und die möchte man vermeiden.

 

Außerdem kommt es vermehrt zu einer Einschränkung des öffentlichen Verkehrs und in einigen Fällen sogar zu einer Aussetzung. So z.B. bei Flügen zwischen den USA und Europa. Auch empfiehlt man mancherorts, Veranstaltungen mit mehr als 10 Personen in geschlossenen Räumen abzusagen.

Coronavirus: Vorbeugende Maßnahmen

Besondere Risikogruppen

Die Erkrankung durch das Coronavirus ähnelt oft nur einer einfachen Erkältung oder einer Grippe. Doch gibt es bestimmte Risikogruppen in der Bevölkerung. Und bei diesen kann COVID-19 zu einer schweren und lebensbedrohlichen Lungenentzündung führen. Dazu zählen:

  • Ältere Menschen
  • Menschen mit chronischen Krankheiten
  • Menschen, die an Krebs leiden
  • Patienten, die immunsuppressive Medikamente einnehmen
  • Schwangere Frauen

Es ist wichtig, dass jeder seinen Teil dazu beiträgt, die Dinge für alle einfacher zu machen. Also sollten Unternehmen beispielsweise Heimarbeit ermöglichen. Oder gestaffelte Arbeitszeiten organisieren. Denn so kann man erreichen, dass weniger Personen aufeinandertreffen. Und damit kann man wiederum das Risiko einer Ausbreitung des Coronavirus verringern.

Wenn du bei dir Anzeichen einer Grippe bemerkst, solltest du nicht zur Arbeit gehen. Sondern zu Hause bleiben. Denn so steckst du andere nicht an. Außerdem solltest du mit deinem Arzt sprechen. Wenn bei einem Arbeitnehmer SARS-CoV-2 diagnostiziert wird, sollte er zu Hause bleiben und sofort seinen Arbeitgeber sowie seine Familie darüber in Kenntnis setzen.

 

Darüber hinaus sind auch noch folgende Dinge sehr wichtig: Du solltest deine Kinder nicht verängstigen. Auch selbst solltest du nicht in Panik geraten und natürlich solltest du die von den Fachleuten empfohlenen Anweisungen zur Einhaltung einer grundlegenden Hygiene befolgen. Also z. B. gründliches Händewaschen oder in die Armbeuge niesen oder husten.