Warum trennen sich Paare nach der Geburt des ersten Kindes?

Ein Baby bringt für die Eltern viele Veränderungen mit sich, was auch zu Konflikten führen kann. Erfahre heute mehr zu diesem Thema.
Warum trennen sich Paare nach der Geburt des ersten Kindes?

Letzte Aktualisierung: 24 Januar, 2021

Die Geburt eines Kindes bringt im Leben der Eltern viele Veränderungen mit sich und erfordert Anpassung. Wenn Paare nicht wissen, wie sie mit diesen Veränderungen umgehen können, kommt es nach der Geburt des ersten Kindes häufig zur Trennung.

Das erste Lebensjahr eines Babys kann die Ehe der Eltern stark beeinträchtigen, selbst bei Paaren, die sich schon immer nach einem Baby gesehnt hatten.

Das erste Lebensjahr eines Babys kann die Ehe der Eltern in Frage stellen, selbst bei Paaren, die sich schon immer nach einem Baby gesehnt hatten.

Warum trennen sich Paare nach der Geburt des ersten Kindes?

Eltern werden

Einige Paare trennen sich nach der Geburt eines Kindes, weil plötzlich das Baby im Mittelpunkt ihrer Beziehung steht. Die Aufmerksamkeit der Eltern ist fast ausschließlich auf die Betreuung des Babys gerichtet, sodass sie den Partner dadurch aus den Augen verlieren.

Infolgedessen erleben die Eltern keine intimen Momente mehr, um miteinander zu Teilen, zu Reden und zu Lachen. Alles dreht sich um das Baby und die Hausarbeit. Nach der Geburt eines Babys verhalten sich Paare wie Roboter, um im Leben voranzukommen. Nach einem Baby steht die Beziehung der Eltern an zweiter Stelle.

Ein kritischer Moment

Die Ankunft eines Babys ist ein kritischer Moment, der Anpassungen im Leben der neuen Eltern erfordert. Es sind neue Herausforderungen, Zweifel und Entscheidungen zu treffen.

Stress, Müdigkeit und Überforderung können dich davon abhalten, klar zu denken. Es ist möglich, dass du ohne es zu merken anfängst, defensiv zu handeln und Dinge von deinem Partner zu fordern. Womöglich beginnst du auch, deinen Partner als Feind zu sehen, anstatt als Freund.

Der Baby Blues ist einer der Gründe, warum sich Paare nach der Geburt des ersten Kindes trennen

Der Baby Blues ist einer der Gründe, warum sich Paare nach der Geburt des ersten Kindes trennen

In den ersten Lebensmonaten des Babys ändert sich häufig der Gemütszustand der Mutter. All diese physischen und psychischen Probleme können dazu führen, dass Mütter den sogenannten Baby Blues erleben.

Diese Störung kommt sehr häufig vor und geht mit einem Gefühl von Verletzlichkeit, Traurigkeit, Angst und Stimmungsschwankungen einher. Der Baby Blues bedarf keiner spezielle Behandlung, aber in dieser Zeit braucht die Mutter viel Liebe und Verständnis von ihrem Partner.

Emotionen kommen hoch und die Mutter kann die Handlungen oder Worte ihres Partners falsch verstehen. Der Partner muss dann versuchen, sich in die Lage der Mutter zu versetzen und während dieser emotionalen Achterbahn an ihrer Seite zu sein.

Enge Beziehungen

Bei beiden Partnern kann die Libido leiden, denn die Freizeit ist knapp und die Erschöpfung meist groß. Wenn ihr nicht darüber sprecht, können Bitterkeit und ein geringes Selbstwertgefühl dazu führen, dass ihr euch trennt.

Für Paare, die gemeinsame Kinder haben, empfiehlt sich vor einer Trennung zunächst eine Paartherapie.

Tipps, um die Beziehung nach der Geburt des ersten Kindes zu pflegen

  • Erkenne, dass sich die Dinge geändert haben und es für eine Weile so bleiben wird. Du solltest wissen, dass dies eine komplizierte Situation ist, die jedoch nicht für immer anhalten wird. Nach dem vierten Monat läuft es in der Regel besser. Die Mutter wird sich zu diesem Zeitpunkt von der Geburt und den hormonellen Veränderungen erholt haben, während der Vater mehr involviert sein und der Zeitplan des Babys konsistenter sein wird.
  • Sei einfühlsam mit deinem Partner. Wenn es zu Streit kommt, denke daran, dass dies vermutlich daran liegt, dass du erschöpft bist. Versuche, deinen Partner zu verstehen und dich daran zu erinnern, dass ihr ein Team seid. Geht nicht respektlos miteinander um.
  • Der Vater muss ebenfalls eine Bindung zu seinem Kind aufbauen. Manchmal möchtest du nicht delegieren, aber es ist gut, dass beide auf das Baby aufpassen. Auf diese Weise kannst du dich ausruhen und der Vater fühlt sich involviert und nicht wie ein Fremder innerhalb seiner eigenen Familie.
  • Sprich offen über deine Gefühle und Ängste. Versucht, die Dinge gemeinsam zu klären. Denke daran, dass eine Versöhnung nicht bedeutet, dass einer von euch beiden recht hat. Es geht vielmehr darum, deinen Partner zu schätzen.
Es könnte dich interessieren ...
Gar nicht so einfach: Erstlingseltern und ihr Neugeborenes
Ich bin MutterRead it in Ich bin Mutter
Gar nicht so einfach: Erstlingseltern und ihr Neugeborenes

Für Erstlingseltern ist die Ankunft ihres Neugeborenen in vieler Hinsicht eine große Herausforderung. Denn häufig leidet zunächst die Paarbeziehung.



  • Romero-Gutiérrez, G., Dueñas-de la Rosa, E. M., Regalado-Cedillo, C. A., & Ponce-Ponce de León, A. L. (2010). Prevalencia de tristeza materna y sus factores asociados. Ginecol Obstet Mex78(1), 53-57.
  • Oiberman, A. (1994). La relacion padre-bebe: una revision bibliográfica. Revista Hospital Materno Infantil Ramón Sardá13(2), 66-72.