Ultraschall sorgt für Erstaunen im Kongo

· 21. Januar 2019
In Deutschland und in anderen Ländern ist es ganz normal, während der Schwangerschaft mehrere Ultraschalluntersuchungen zu machen und den kleinen Bauchbewohner zu betrachten. Doch nicht überall ist das so.

In Deutschland und in anderen Ländern ist es ganz normal, während der Schwangerschaft mehrere Ultraschalluntersuchungen zu machen und den kleinen Bauchbewohner zu betrachten. Doch nicht überall ist das so. In der Demokratischen Republik Kongo sorgt Ultraschall immer wieder für großes Erstaunen.

In den wichtigsten Städten dieses Landes hat sich die Ahnenkultur kaum verändert, die Gesellschaft entwickelt sich nur langsam und vorsichtig. Doch auch hier werden allmählich moderne Technologien wie Telefon, Internet und moderne Transportmittel immer beliebter. 
Doch auch im Gesundheitssektor ist es notwendig, neue Technologien einzuführen, die zum Teil noch immer für großes Erstaunen sorgen. 

Ultraschall ist ein zweischneidiges Schwert

Das wichtigste Hindernis in der DR Kongo ist, dass finanzielle Mittel fehlen, um moderne Techniken im Gesundheitswesen einzuführen. Die Gesundheitskosten liegen weit über den Mitteln, die sich der Großteil der Bevölkerung leisten können.

Deshalb werden Epidemien und Krankheitsausbrüche in dieser Region schnell verbreitet und reduzieren die Bevölkerung.

Ultraschall im Kongo

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Wie zu erwarten, verläuft hier die Schwangerschaft nicht wie in Deutschland oder anderen europäischen Ländern. Die meisten Frauen werden während dieser Zeit nicht von einem Arzt begleitet oder behandelt. Das ist in diesem afrikanischen Land nicht üblich.

Eine afrikanische Frau, die auf ihr Kind wartet, kann sich nicht vorstellen, das Geschlecht ihres Babys schon vor der Geburt zu kennen. Außer wenn eine Hebamme oder ein Medizinmann Vorhersagen macht.

Eine Ultraschallaufnahme sorgt hier deshalb immer wieder für großes Erstaunen: Die Überraschung, wenn die werdende Mutter ihr Baby in ihrem Bauch sieht, ist unvergleichlich.

Der Wert des Ultraschalls in der DR Kongo

Ein Arzt in der DR Kongo ist sehr erfolgreich, wenn er es schafft, dass eine schwangere Frau ein paar Mal während der Schwangerschaft in seine Praxis kommt.

Eine Ultraschallaufnahme kostet viel Geld, hat jedoch für die Bewohner des Kongo keinen Wert. Sie betrachten diese Untersuchung als unnötig oder auch schädlich.

Für werdende Mütter handelt es sich hier höchstens um eine interessante Geschichte, die sie erzählen können. Eine Art Magie, die jedoch keine weiteren Auswirkungen auf ihr Leben hat.

Nur wenige wissen, dass eine Ultraschallaufnahme das Leben der Mutter oder des Kindes retten könnte. Trotz all der Einschränkungen gibt es in den Städten Entbindungsheime. Doch viele kommen erst dann, wenn es schon zu spät ist.

Mütter mit Babys im Kongo
Samaritan’s Purse water & hygiene projects in Banda, Kongo.

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In der DR Kongo haben Frauen im Durchschnitt fünf Kinder, die meisten in einem sehr jungen Alter. Doch viele vertrauen Ärzten und ihren Behandlungen nicht. 

Insbesondere in schwer zugänglichen Gegenden bevorzugen sie Medizinmänner, denn das Wissen über Medizin und Gesundheit ist im Allgemeinen sehr gering.

Hilfsprogramme wie das Projekt „Schwangerschaft ohne Risiken“ versuchen, die Sterblickeitsrate von schwangeren Frauen, die derzeit bei 75% liegt, zu reduzieren.

Zweck dieser Hilfsprogramme ist es, das Bewusstsein der Bevölkerung über die Wichtigkeit von Arztbesuchen zu verbessern. Sie bieten auch professionelle Unterstützung durch freiwillige Ärzte und stellen beispielsweise Ultraschallgeräte zur Verfügung.