Die häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden

14 Januar, 2019
Während der Schwangerschaft verändert sich dein Körper und ist empfindlicher. Hier stellen wir dir einige der häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden vor.
 

Während der Schwangerschaft machst du eine ganze Reihe von körperlichen und psychischen Veränderungen durch. Diese haben zum Teil auch Auswirkungen auf deine Gesundheit und so wirst sicher auch du an einigen der typischen Schwangerschaftsbeschwerden leiden.

Aber klar: Die Schwangerschaft an sich ist keinesfalls als Krankheit anzusehen. Ganz im Gegenteil, sie ist ein ganz natürlicher Zustand, in dem sich die Frau in einer Phase der Veränderung befindet.

Doch ist es so, dass du während dieser Zeit anfälliger für bestimmte Erkrankungen und Infektionen bist. Hier zeigen wir dir, welches die häufigsten dieser Schwangerschaftsbeschwerden sind. Und natürlich auch, was du tun kannst, um diese neun Monate gesund und glücklich zu erleben.

Außerdem findest du weitere Tipps. Zum Beispiel, wie du mit leichten sportlichen Übungen und gesunder Ernährung zu innerer Harmonie und emotionaler Stabilität findest.

Dabei geht es nicht nur um dein eigenes Wohlergehen. Sondern du sorgst auch dafür, dass dein Baby gesund und glücklich auf diese Welt kommt.

Außerdem bereitest du dich so auch auf die Zeit nach der Entbindung vor, die voller Herausforderungen, aber auch voller Momente der Zufriedenheit ist.

Häufige Schwangerschaftsbeschwerden: Übelkeit und Schwindelgefühl

Übelkeit und Schwindel sind direkt mit der Schwangerschaft verbunden. Und oft sind sie die ersten Anzeichen dafür, dass etwas anders ist. Viele Frauen merken, dass sie schwanger sind, weil sie sich erbrechen müssen oder an Morgenübelkeit leiden.

 

Übelkeit und Erbrechen treten auf, weil die Menge an Schwangerschaftshormonen erhöht ist. Außerdem sind die Geschmacks- und Geruchssinne der Frau empfindlicher als sonst.

Daher kommt es dazu, dass du Lebensmittel, die du vorher bestens vertrugst und die sogar zu deinen Lieblingsspeisen zählten, während der Schwangerschaft geradezu verabscheust.

Wenn du an diesen Schwangerschaftsbeschwerden leidest, ist es ratsam, dich weiterhin gesund zu ernähren. Dabei solltest du die Lebensmittel essen, auf die du Lust hast. Und gegen Übelkeit und Erbrechen nimmst du am besten die Medikamente, die dir dein Arzt verschrieben hat.

Schwangere blickt auf Ultraschallbild

Harnwegsinfektionen

Auch bakterielle Infektionen der Harnröhre gehören zu den häufigen Schwangerschaftsbeschwerden. Denn der gesamte Beckenbereich einer Frau durchläuft in dieser Zeit verschiedene Veränderungen.

Daher ist er empfindlicher und anfälliger. Anzeichen für eine Harnwegsinfektion sind: Beschwerden beim Wasserlassen, wie zum Beispiel Brennen. Auch das Gefühl, dass du ständig auf die Toilette musst.

Ebenso solltest du darauf achten, ob dein Urin schlecht riecht, eine trübe Färbung aufweist oder Blut enthält.

 

Bei all diesen Symptomen solltest du einen Arzt aufsuchen. Denn diese Art von Infektion sollte man unbedingt rechtzeitig behandeln. Denn so kann man Komplikationen verhindern.

Um dem Ganzen vorzubeugen, solltest du folgende Tipps befolgen: Durch gründliche Hygiene im Intimbereich kannst du ein Vorkommen der Bakterien, die eine Harnwegsinfektion verursachen, verhindern.

Außerdem solltest du Baumwollunterwäsche tragen. Lasse auch beim Geschlechtsverkehr die nötige Sorgfalt walten. Auch wichtig: Unterdrücke nicht das Bedürfnis, auf die Toilette zu gehen.

Auch solltest du öffentliche WCs und Schwimmbäder vermeiden. Denn beide Orte sind aufgrund des möglichen Bakterienvorkommens potentielle Gefahrenquelle für deine Gesundheit während der Schwangerschaft.

Eine Leseempfehlung: Sich von der Geburt erholen: Frauen brauchen dafür ein Jahr

Präeklampsie

Diese (früher auch als Schwangerschaftsvergiftung bezeichnete) Komplikation zählt ebenfalls zu den relativ häufigen Schwangerschaftsbeschwerden. Dabei  kommt es unter anderem zu erhöhtem Blutdruck.

Je nach Schweregrad kann eine Präeklampsie die natürliche Entwicklung der Schwangerschaft stark beeinträchtigen. Außerdem kann sie gefährliche Auswirkungen auf das Leben und die Gesundheit der schwangeren Frau haben.

Präeklampsie kann also durchaus eine Bedrohung für die Schwangerschaft darstellen. Doch sobald die Schwangerschaft beendet ist, ist auch diese Erkrankung vorüber. Die Ärzte können eine Präeklampsie durch Blutdruckmessung (140/90) erkennen und dann eine entsprechende Behandlung anordnen.

 

Neben Bluthochdruck kommt es auch zu Proteinverlust über den Urin. Und die Wahrscheinlichkeit, daran zu erkranken, ist bei Frauen über 35 Jahren höher. Dasselbe gilt bei Übergewicht oder bereits vorher bestehenden Blutdruckproblemen.

Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Schwangerschaftsgymnastik können helfen, eine Präeklampsie zu verhindern. Auch ist es zu empfehlen, wenig Salz und Fett zu sich zu nehmen.

Schwangerschaftsgymnastik gegen Schwangerschaftsbeschwerden

Perinatale psychische Erkrankungen

Zu den perinatalen psychischen Störungen zählt man Depressionen und Angstzustände, die die Frau während der Schwangerschaft und bis zu einem Jahr nach der Geburt erleben kann.

Frauen machen in der Zeit rund um die Geburt viele körperliche und hormonelle Veränderungen durch. Diese haben in manchen Fällen extremen Stress sowie Depressionen zur Folge.

Dabei handelt es sich um Beschwerden, die bei längerem Fortbestehen von einem Spezialisten behandelt werden müssen.

Dazu gehören zum Beispiel: Reizbarkeit, Schlafstörungen, Stress, Angstzustände, Desinteresse am eigenen Aussehen, sexuelle Unlust, Wahnvorstellungen, Konzentrationsschwierigkeiten, obsessive Gedanken bis hin zu negativen / aggressiven Gedanken und Handlungen gegenüber sich selbst sowie dem Baby.

 

Noch ein Lesetipp: Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft

Bei all diesen Schwangerschaftsbeschwerden ist es sehr wichtig, dass du in dieser Phase besonders gut auf dich und deine Gesundheit Acht gibst.

Dazu gehört auch, einen gesunden Lebensstil zu führen, der dir möglichst viel Ruhe und Zufriedenheit gibt.

Auf deiner Prioritätenliste als zukünftige Mutter sollten folgende Dinge ganz oben stehen: eine gesunde Ernährung. Ebenso die für jede Phase der Schwangerschaft passenden körperlichen Übungen. Und auch Meditation und die Pflege deiner emotionalen Gesundheit.