Geburtslexikon: 10 wichtige Wörter

Die Geburt eines Kindes ist für jede Frau eine einzigartige Erfahrung. Um gut darauf vorbereitet zu sein, haben wir ein kleines Geburtslexikon zusammengestellt.
Geburtslexikon: 10 wichtige Wörter

Letzte Aktualisierung: 09. Oktober 2018

Bei der Geburt gibt es viele Frauen, die nicht alle Begriffe verstehen, die von Ärzten und Krankenhauspersonal verwendet werden. Es kann beunruhigend sein, so viele fremde Wörter zu hören, die du vielleicht vorher noch nie gehört hast. Deshalb haben wir für dich ein Geburtslexikon zusammengestellt.

Zur Zeit der Geburt sind Ruhe und Zuversicht sehr wichtig. Wenn man vesteht, was passiert, ist das einfacher. Dieses Geburtslexikon kann dir dabei helfen, Fachausdrücke, die von Ärzten bei der Entbindung oft verwendet werden, besser zu verstehen.

Geburtslexikon: häufig verwendete Begriffe

Periduralanästhesie (PDA)

Das ist eine Anästhesie, die hilft, Schmerzen während der Öffnung des Muttermunds (Dilatation) und Geburt zu kontrollieren. Damit wird die Empfindlichkeit durch örtliche Betäubung reduziert.

Die Nadel kann im Sitzen oder Liegen gelegt werden. Die schwangere Frau sollte dabei entspannt sein, um Schmerzen beim Einstich zu verhindern. Durch eine Hohlnadel wird ein schmaler Katheter in den Periduralraum eingeführt.

Damit wird das Betäubungsmittel gespritzt, das verhindert, dass der Schmerz über die Nervenfasern weitertransportiert wird.

Durch den Katheter kann jederzeit ein schmerzlinderndes Medikament nachgespritzt werden.

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Kaiserschnitt

Hier handelt es sich durch eine operative Entbindung durch einen Schnitt in den Bauch und die Gebärmutter. Ein Kaiserschnit wird in der Regel dann durchgeführt, wenn eine natürliche Entbindung zu Komplikationen führt.

Normalerweise entscheidet der Arzt über die Notwendigkeit dieses Eingriffs. Meist kommt es dazu, wenn die Position des Babys in der Gebärmutter kompliziert ist oder wenn Entwicklungsstörungen vorhanden sind.

Auch gesundheitliche Probleme der Mutter können einen Kaiserschnitt erforderlich machen. So zum Beispiel Uterusmyome oder Herpes genitalis. Darüber hinaus wird ein Kaiserschnitte bei ernsten Erkrankungen, wie Herzproblemen oder Präeklampsie, durchgeführt. 

Geburtswehen

Wehen sind unwillkürliche Muskelkontraktionen der Gebärmutter. Damit bereitet sich der Körper auf die Entbindung vor. Es handelt sich um einen ganz normalen Prozess.

Geburtswehen treten während der aktiven Phase der Geburt auf. Sie können sich verändern und in regelmäßigen Abständen von mild bis intensiv und schmerzhaft auftreten.

Nabelschnur

Geburtslexikon: Nabelschnur

Das ist die Schnur, die die Plazenta mit dem Nabel des Babys verbindet. Sie ermöglicht es, das Baby im Mutterbauch mit Blut und Nährstoffen zu versorgen. 

Bei der Geburt wird bekanntlich die Nabelschnur abgeschnitten. Die Nabelschnur kann in einer Nabelschnurbank eingelagert werden, um bei Bedarf für medizinische Behandlungen verwendet zu werden.

Vorzeitige Plazentalösung

Die Plazenta, auch Mutterkuchen, bildet sich am Anfang der Schwangerschaft in der Gebärmutter. Damit wird das Kind im Mutterbauch mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. 

Bei der Entbindung löst sich dann die Plazenta von der Gebärmutterwand und wird zusammen mit der Nabelschnur ausgestoßen. Eine frühzeitige Ablósung der Plazenta kann zu Komplikationen vor der Geburt führen. 

Geburtszange

Dieses Instrument wird vom Arzt bei einer vaginalen Geburt verwendet, um das Baby durch den Geburtskanal zu bewegen. Damit wird das Kind bei Komplikationen herausgezogen, was Erfahrung und Geschick benötigt.

Fruchtwasser

Das ist eine gelbliche Flüssigkeit, die den Fötus umgibt, während er im Mutterleib ist. Es schützt vor möglichen äußeren Verletzungen und hilft, eine konstante Temperatur aufrechtzuerhalten.

Das Fruchtwasser ermöglicht es dem Fötus, sich auf einfache und bequeme Weise zu bewegen und so seine Muskeln und Lungen zu entwickeln.

Präeklampsie

Hier handelt es sich um einen ernsten Zustand, von dem statistisch gesehen rund 5% der schwangeren Frauen betroffen sind. Dabei kommt es zu Bluthochdruck, Eiweiß im Urin und Wasseransammlungen im Gewebe. 

Geburtslexikon: Neugeborenes

Vorzeitiger Blasensprung

Von einem vorzeitigen Blasensprung spricht man, wenn die Fruchtblase bereits vor dem Einsetzen der Wehen platzt. Dies ist bei rund 15% der Geburten der Fall. In diesem Fall muss die werdende Mutter schnellstmöglich ärztlich untersucht werden. Weitere Maßnahmen hängen vom Alter des ungeborenen Kindes ab.