Ohrentzündungen bei Babys verhindern

· 24. Juni 2018
Wenn dein Baby nicht aufhört zu weinen, könnte das an einer Ohrentzündung liegen. Fachleute sagen, dass über 80 % der Kinder in den ersten beiden Lebensjahren eine Ohrenentzündung bekommen. Hier sind ein paar Tipps, mit denen du das Risiko für Ohrentzündungen bei Babys reduzieren kannst.

Ohrentzündungen bei Babys kommen sehr häufig vor. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf einige grundlegende Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Ohrentzündungen bei Babys.

Ohrenschmerzen gehören vielleicht zu den unangenehmsten und schmerzhaftesten Empfindungen im menschlichen Körper. Sie sind auch das Hauptsymptom von Ohrentzündungen, auch bekannt als Otitis.

Was ist eine Ohrentzündung?

Zunächst muss man wissen, dass es sich bei Ohrentzündungen bei Babys um eine Infektionskrankheiten handelt, die durch Bakterien innerhalb des Ohres verursacht wird. Dies führt zu Entzündungen, die wiederum zu starken Schmerzen führen.

Es gibt zwei Arten von Ohrentzündungen:

  1. Mittlohrentzündung (Otitis media): sie betrifft den Gehörgang hinter dem Trommelfell. Diese Art der Ohrentzündung kann auch die Eustachische Röhre und den Mastoidknochen betreffen. Sie kommt in der frühen Kindheit sehr häufig vor und wird durch ansteckende Infektionen verursacht. So kann der Besuch einer Kindertagesstätte ein Risikofaktor sein, ebenso wie Temperaturschwankungen und der Kontakt mit Zigarettenrauch.
  2. Außenohrentzündung (Otitis externa): Diese Art der Ohrenentzündung wird durch eine Entzündung im äußeren Gehörgang verursacht. Sie wird normalerweise verursacht, wenn Wasser in das Ohr eindringt, was dieser Krankheit seinen Spitznamen „Schwimmerohr“ gibt. Eine Außenohrentzündung kann auch durch ein lokales Trauma verursacht werden, z.B. wenn mit einem Wattestäbchen zu weit ins Ohr eingedrungen wird.

Symptome

Das offensichtlichste Symptom sind Ohrenschmerzen. Sie können von verstopften Ohren, Juckreiz oder sogar nässendem Ohrenschmalz begleitet sein.

Weitere mögliche Symptome für Ohrentzündungen bei Babys sind:

  • Allgemeines Unwohlsein
  • Fieber
  • Erbrechen
  • Flüssigkeitsausscheidung aus dem Ohr
  • Leichte Reizbarkeit und Weinerlichkeit bei Kleinkindern. Dies kann auch zu Appetitlosigkeit führen.

Folgen von Ohrentzündungen bei Babys

Grundsätzlich sind Ohrentzündungen bei Babys keine schwere Krankheit. Sie kann ohne bleibende Folgen auskuriert werden.

Zu den gängigen Behandlungsmöglichkeiten gehören Antibiotika und entzündungshemmende Medikamente. Diese sollten nur verwendet werden, wenn sie von einem Arzt verschrieben wurden.

„Das offensichtlichste Symptom sind Ohrenschmerzen. Diese können von verstopften Ohren, Juckreiz oder sogar nässendem Ohrenschmalz begleitet sein.“

Im Extremfall können Ohrentzündungen bei Babys langfristige Folgen haben. Die harmloseste davon kann eine chronische Infektion oder Entzündung sein, die immer wiederkommt.

Ohrinfektionen bei Babys oder in der frühen Kindheit können auch dazu führen, dass Kinder später im Leben anfälliger für Schallempfindungsschwerhörigkeit werden. Die Wahrscheinlichkeit hängt davon ab, wie stark die Schleimhäute und Gehörknöchelchen betroffen sind und ob das Trommelfell beschädigt wurde.

Tipps zur Vermeidung von Ohrentzündungen bei Babys

Wie schon erwähnt, kommen Ohrentzündungen bei Babys sehr häufig vor. Nach Angaben der Spanischen Vereinigung für Kindermedizin leiden zwischen 80 % und 90 % der Kinder in den ersten beiden Lebensjahren an einer Ohrentzündung.

Mit diesen Tipps kannst du schmerzhafte und unangenehme Ohrentzündungen bei Babys vermeiden:

  • Ärzte empfehlen mindestens die ersten sechs Monate zu stillen. Muttermilch ist die beste Quelle zur Verbesserung der Immunabwehr für den Körper deines Babys. Stillen hilft also, dein Baby vor verschiedenen Infektionen wie der Ohrentzündung zu schützen.
  • Schleim entfernen. Dieser Tipp ist fast genauso wichtig wie der erste. Bringe deinem Kind bei, seine Nase zu putzen, damit es keinen Schleim hochzieht. Ein Schleimaufbau in den Nasen- und Innenohrgängen kann zur Ohrentzündung beitragen.

„Zwischen 80 % und 90 % der Kinder leiden in den ersten zwei Lebensjahren an einer Ohrentzündung.“

Auch wenn folgende vorbeugende Maßnahmen weniger wichtig sind, als die obigen Ratschläge, können sie ebenfalls dazu beitragen, Ohrinfektionen zu verhindern:

  • Sei vorsichtig, wenn du die Ohren deines Babys mit Wattestäbchen reinigst. Auch wenn es seltsam erscheint, denke daran, dass Ohrenschmalz zum Schutz des Ohres da ist. Viele Ärzte empfehlen, zumindest in den ersten beiden Lebensjahren keine Wattestäbchen in den Ohren des Babys zu verwenden.
  • Um zu vermeiden, dass Wasser in die Ohren gelangt, halte den Kopf deines Babys beim Baden hoch. Wasser in den Ohren ist eine der Hauptursachen für Ohrentzündungen bei Babys und Erwachsenen.
  • Meide warme, feuchte Umgebungen und halte dein Kind von verrauchten Orten fern.
  • Gehe zum Ohrenarzt, sobald du feststellst, dass dein Baby Schmerzen im Ohr hat.
Ohrinfektionen bei Babys können durch Vorsichtsmaßnahmen eingedämmt werden

Leider gibt es keine absolut sichere Möglichkeit, dein Kind vor Ohrentzündungen zu schützen. Achte auf die Symptome für Ohrentzündungen bei Babys, damit du so schnell wie möglich handeln kannst.

Wenn eine Ohrenentzündung für Erwachsene, die über den Schmerz sprechen und Medikamente einnehmen können, schon unangenehm ist, wie unangenehm ist es dann erst für ein Baby, das nicht darüber sprechen kann?

Behalte dein Baby mit diesem Wissen gut im Auge. Wenn du alle oben genannten Tipps beachtest, kannst du das Risiko dieser verbreiteten und unangenehmen Kinderkrankheit verringern.