Liebe ist der Schlüssel zur Entwicklung des Gehirns

· 29. April 2018
Die wichtigste Phase in der Entwicklung des Gehirns eines Kindes ist zwischen 0 und 6 Jahren. In dieser Zeit finden veränderte chemische Prozesse statt.

Darüber hinaus wird das Gehirn größer und stellt neue Verknüpfungen her. Eines steht jedoch fest: Liebe ist der Schlüssel zur Entwicklung des Gehirns.

Erinnern wir uns: die Säulen der emotionalen Intelligenz im Gehirn entstehen schon in den ersten Jahren seiner Entwicklung.

Die Art und Weise mit der wir ein Baby groß ziehen, ist ausschlaggebend für seine Entwicklung. Indem wir ihnen Zuneigung geben und ihnen, helfen Stück um Stück größer zu werden, stellen wir sicher, dass sie zu emotional gesunden und starken Erwachsenen werden.

Ohne Zweifel, den Bedürfnissen eines Kindes nachzukommen, ist eine Herausforderung. Um das zu schaffen, müssen wir verstehen, wie das Gehirn eines Babys reift. 

Je besser wir informiert sind, desto eher können wir die Information anwenden, wenn es soweit ist. Dann sind wir in der Lage zu entscheiden, wann und wie sie am besten zum Tragen kommt. 

Wie reift das menschliche Gehirn?

 Das Gehirn reift von innen nach außen und von hinten nach vorne.

Liebe ist der Schlüssel zur Entwicklung des Gehirns

Es mag komisch erscheinen, aber so ist es. Das Gehirn eines neu geborenen Babys ist, wie wir alle wissen, noch nicht ausgereift.

Wie einer Blume, so müssen wir auch dem Gehirn helfen, zu erblühen. Nach und nach soll es reifen und somit sein Potential entfalten.

Nach der Geburt ist das Gehirn des Neugeborenen noch dabei, einige Strukturen fertig zu stellen. Es schafft Verbindungen und bildet Bereiche des Gehirns aus, in denen grundlegende Prozesse der Informationsverarbeitung stattfinden:

  • Kommunikation
  • Bewegung
  • Koordination
  • Problemlösungen

Bis zu einem Alter von 3 Jahren weist das Gehirn eines Kindes doppelt so viele Synapsen auf wie die eines Erwachsenen. Das ist der Grund, warum die Stimulation von Babies so wichtig ist. 

Von der Geburt bis zum Alter von 3 Jahren spielt sich eine Unmenge von Veränderungen im Gehirn ab. Die Bildung von Synapsen (Verbindungen zwischen Neuronen) verläuft progressiv. Das ist ein Prozess, der sich danach nicht mehr wiederholt.

Damit dieser Vorgang richtig stattfinden kann, muss das Kind Interaktionen mit Menschen aus seiner Umgebung erfahren. Denn Liebe ist der Schlüssel zur Entwicklung des Gehirns.

Von innen nach außen und von hinten nach vorne – doch Liebe ist der Schlüssel zur Entwicklung des Gehirns

Das menschliche Gehirn besteht aus verschiedenen Bereichen, einschließlich des Teils, in dem das Rückenmark mit dem Gehirn verbunden ist. Dank dieser Verbindung führt der Körper Reflexe wie das Atmen und den Herzschlag aus.

Auch Neugeborene haben diese Struktur, aber sie ist noch nicht vollständig entwickelt. 

Liebe ist der Schlüssel zur Entwicklung des Gehirns

  • Hinter dem Hirnstamm und unter dem oberen Teil des Gehirns liegt das Kleinhirn. Es steuert Prozesse wie das Gleichgewicht und die Koordination. Das Kleinhirn entwickelt sich langsam aber stetig.
  • Ganz allmählich entwickelt sich auch das Vorderhirn. Dort sind Strukturen wie die Großhirnrinde und der Neocortex zu finden. Diese spielen bei weiter fortgeschrittenen Funktionen wie der Erinnerung, dem Lernen, dem Treffen von Entscheidungen, dem Lösen von Problemen und dem Planen eine Rolle.

Im Gehirn spielt sich Magisches ab. Dort ist der Kompass zu finden, der die emotionale Welt eines jeden  Menschen steuert. Strukturen wie das limbische System, die Amygdala und der Hippocampus sind allesamt Bereiche, die Grundfunktionen und -verhalten eines Babys regulieren.

Die Stimulation von Synapsen – Liebe ist der Schlüssel zur Entwicklung des Gehirns

Unsere Gene sind ausschlaggebend dafür, dass das Gehirn sich selbst organisiert. Diese Selbstorganisation basiert auf Erfahrungen mit der Umwelt.

Sind die Erfahrungen positiv, stimulierend und liebevoll, dann ist die Aktivität der Nervenzellen stärker und bekämpft damit auch mögliche Feinde wie Angst und Stress.

  • Die wiederholte und konstante Interaktion mit der Umgebung kommt von außen und erzeugt damit eine Stärkung der Synapsen.
  • Auch deshalb ist es wichtig, dass wir als Eltern einen beständigen Erziehungsstil pflegen. Das führt zu einer positiven Entwicklung des Gehirns, bei der Vernetzungen geschaffen werden.
  • Es ist zum Beispiel nicht effektiv, wenn wir uns um ein 6 Monate altes Baby kümmern, wenn es schreit, um nur kurze Zeit später damit aufzuhören, weil wir jetzt der Ansicht sind, dass es „groß werden“ muss.

Bis zum Alter von 3 Jahren haben Kinder noch kein vollständiges Schlafmuster entwickelt. Auch fehlen ihnen noch neurologische Vorgänge um sich nachts sicher zu fühlen. Sie brauchen deshalb noch immer unsere Nähe.

Liebe ist der Schlüssel zur Entwicklung des Gehirns

Meilensteine in der Entwicklung des Gehirns deines Babys

3-6 Monate: Im zweiten Trimester bildet sich eine Biomembran in einigen Nervenzellen. Dieser Vorgang hält bis zum Jugendalter an. Er erlaubt eine beschleunigte Verarbeitung von Informationen.

6-9 Monate: Die Großhirnrinde fängt an sich zu entwickeln. Babys zeigen jetzt ein erstes Interesse an Interaktionen.

Erstes Jahr: Im ersten Jahr verdreifacht das Gehirn seine Größe. Der Frontallappen und der Temporallappen bilden sich aus, wodurch Kinder mehr Sicherheit in ihrer Bewegung erlangen. Gleichzeitig zeigen sie verstärktes Interesse an Kommunikation.

Im Alter von 2 Jahren: In diesem Alter spielen sich die intensivsten Veränderungen im Sprachzentrum ab.

Im Alter von 3 Jahren: Das sind magische Jahre, denn die Dichte an Synapsen im Frontallappen des Gehirns erreicht jetzt ihren Höhepunkt. Verglichen mit einem Erwachsenen verfügen Kinder in diesem Alter über die dreifache Menge neuronaler Verbindungen. Ihr einziges Interesse ist in dieser Phase zu lernen, zu interagieren und die Welt mit ihren Händen zu entdecken.

Wenn wir sie dabei mit Liebe und Respekt anleiten, dann werden unsere Babys zu emotional starken Kindern und Erwachsenen. Halte dir eines immer vor Augen: Liebe ist der Schlüssel zur Entwicklung des Gehirns.