Sechs Gründe, warum dein Kind nicht lernen möchte

Wenn dein Kind nicht lernen will, gehe nicht vorschnell davon aus, dass es an mangelndem Interesse oder Zerstreutheit liegt. Manchmal gibt es unter dem Mangel an Motivation unentdeckte Probleme, die professionelles Eingreifen erfordern können.
Sechs Gründe, warum dein Kind nicht lernen möchte
Pedro González Núñez

Geschrieben und geprüft von dem Erzieher Pedro González Núñez.

Letzte Aktualisierung: 07. September 2023

Warum lernen Kinder nicht? Diese Frage stellen sich viele Eltern: Sind sie faul? Haben sie nicht die Fähigkeit, sich zu konzentrieren? Könnten sie sich mehr anstrengen, lassen sich aber leicht ablenken? All diese Fragen gehen vielen Eltern durch den Kopf. Viele von uns denken, dass unseren Kindern, wenn sie nicht so viel lernen, wie wir denken, die Motivation fehlt und sie es vorziehen, andere, spielerische Aktivitäten zu unternehmen. Heute sehen wir uns sechs mögliche Gründe an, warum dein Kind nicht lernen möchte.

Hast du schon einmal daran gedacht, dass das Problem über die Tatsache hinausgehen könnte, dass dein Kind lieber spielt oder nicht gerne lernt? Warum ist dein Kind nicht motiviert? Obwohl sich jeder Mensch in seinem eigenen Tempo entwickelt, gibt es manchmal Probleme, die schwerwiegender sind, als wir uns vorstellen.

Mein Kind lernt nicht

Obwohl es manchmal möglich ist, dass ein Kind zu viele Ablenkungen hat und diese es ihm leichter machen, die Konzentration und den echten Fokus zu verlieren, warnt die Bildungspsychologin Borja Quicios davor, dass es viele andere Gründe gibt, die dazu führen können, dass das eigentliche Problem unbemerkt bleibt.

Sechs Gründe, warum dein Kind nicht lernen möchte


Obwohl es sehr wichtig ist, Kinder zu motivieren, ist es auch wichtig, sie zu beobachten. Auf diese Weise könnte man ein unentdecktes Problem finden, was ein Kind wirklich dazu bringt, in der Erledigung seiner Aufgaben nachzulassen.

Daher erstellen Borja Quicios und andere Spezialist:innen eine Liste von Bedingungen und Problemen, die der Grund für die mangelnde Motivation des Kindes und die Unfähigkeit sein könnten, auf dem gleichen Niveau wie seine Altersgenossen zu lernen.

Sechs Gründe, warum dein Kind nicht lernen möchte

  • Lernschwierigkeiten: Diese sind nicht so ungewöhnlich, wie viele denken. Ein Kind kann an einigen Problemen leiden, wie z. B. der Unfähigkeit, Informationen zu behalten, Farbenblindheit, Dyslalie oder Legasthenie.
  • Entwicklungsprobleme: Manchmal sind Entwicklungsprobleme vorhanden, die Kinder daran hindern, mit bestimmten akademischen Fächern fertig zu werden.
  • Geringes Selbstwertgefühl: Dies ist eines der am schwierigsten zu erkennenden Probleme. Wenn man nicht versteht, warum das eigene Kind nicht lernen will, kann es daran liegen, dass es sich anderen unterlegen fühlt und nicht über die richtigen Werkzeuge verfügt, um zu wissen, dass dies nicht stimmt. Mangelndes Interesse am Unterricht ist jedoch einer der Gründe für ein geringes Selbstwertgefühl.
  • Familiäre Probleme: Probleme innerhalb der Familie betreffen Kinder sehr. Trennung, Eifersucht zwischen Geschwistern oder Krankheit sind nur einige Beispiele.
  • Mobbing: Dies ist ein Problem, das kurz-, mittel- und langfristig zu sehr ernsten Problemen führen kann. Wenn dein Kind unter Mobbing in der Schule leidet, führt dies zu Traurigkeit, Angst, Apathie und Entwicklungsstörungen.
  • Unzureichende Motivation: Dies ist das häufigste Problem. Kinder sind manchmal überreizt und finden nicht genügend Motivation beim Lernen und Lernen. Sie sehen es als langweilig und unnötig an.

Wie man Kinder motiviert, wenn sie nicht lernen möchten

Denke daran, wenn du feststellst, dass dein Kind nicht lernen möchte: Überprüfe zuerst, ob es sich um ein gesundheitliches Problem oder ein Problem auf irgendeine Weise jenseits seiner Fähigkeiten handelt.

Sechs Gründe, warum dein Kind nicht lernen möchte

  • Belohnungen: Es geht nicht darum, Kindern jedes Mal ein Spielzeug zu schenken, wenn sie eine Prüfung bestehen. Vielmehr kannst du materielle Gegenstände mit emotionalen Gegenständen ersetzen. Das heißt, mehr positive Verstärkung und weniger Bestrafung. Aber übertreibe es nicht!
  • Beteiligung: Für Eltern ist es wichtig, sich nicht zu sehr in die Angelegenheiten ihrer Kinder einzumischen. Es geht nicht darum, ihre Arbeit für sie zu erledigen, sondern Interesse zu zeigen und zu unterstützen.
  • Erwartungen: Eltern sollten ihre Erwartungen nicht auf ihre Kinder abwälzen oder sie zwingen, schwer zu erreichende Ziele zu erreichen. Sie sollen in ihrem eigenen Tempo, entsprechend ihren tatsächlichen Fähigkeiten, lernen.
  • Schluss mit Langeweile: Am besten weckt man die Neugier des Kindes und fördert seine Vorstellungskraft und Entwicklung.
  • Unterstütze das soziale Umfeld des Nachwuchses: Für Kinder ist es wichtig, ein angemessenes und motivierendes soziales Umfeld zwischen Familie, Freunden, Hobbys, Freizeit und Sport zu genießen. Auf diese Weise bauen sie Stress ab.
  • Hilfe und Rat: Übertreibe es nicht mit der positiven Verstärkung und erzwinge das Lernen nicht. Erledige wie gesagt auch nicht die Aufgaben des Kindes.

Warum lernt mein Kind nicht?

Wenn du sich immer noch fragst, warum dein Kind nicht lernen möchte, denke über diese Gründe nach und beginne so schnell wie möglich mit der Lösung des Problems. Auf diese Weise genießen alle Familienmitglieder eine gesündere, ausgewogenere und motivierendere Umgebung.

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