Nein, die postpartale Phase ist nicht immer rosig

· 9. Mai 2018
Es gibt nur wenige Momente im Leben, die so komplex und einschneidend sind wie das "Pueperium" - etwas, auf das viele Mütter nie vorbereitet waren.

Die postpartale Phase ist nicht immer rosig. In dieser Phase haben Mütter nicht viel Energie übrig. Sie ist bei vielen Müttern voller Ängste. Der Mangel an Schlaf ist erschöpfend und die Bedürfnisse des Babys scheinen unendlich.


Wenn du eine schwierige, harte und schmerzhafte postpartale Phase hattest, haben dir sicherlich viele Leute gesagt, es ruhig angehen zu lassen, nicht aufzugeben und die schönen Momente der Mutterschaft zu genießen.

Diese Phrasen deuten sicherlich auf die kleine Sorge der Verwandten hin, dass du in eine postpartale Depression verfallen könntest.

Es ist jedoch nicht jedem bekannt, dass es verschiedene Grade und Nuancen gibt, bevor von einer postpartalen Depression gesprochen werden kann. Ein weniger bekannter Zustand ist der „Baby-Blues“.

Heute behandeln wir dieses Thema hier bei „Ich Bin Mutter“.

Die postpartale Phase ist nicht immer rosig, sie ist „Baby-blau“

Die postpartale Phase im Vergleich zum Baby-Blues

Wenn eine Mutter etwas fühlt, wenn sie nach der Geburt zum ersten Mal nach Hause kommt, dann ist es „die Verpflichtung, sich glücklich zu fühlen, 100 % ihrer Kraft zu haben und gleichzeitig zu wissen, dass nun der beste Abschnitt ihres Lebens bevorsteht“.

Ohne Zweifel durchlebt sie diese Zeit oder besser „wird sie durchleben“. Allerdings dauert es in der Regel ein paar Monate bis sich ihr Körper anpasst und ihre Hormone sich wieder einpendeln. Wenn all die Ängste, Schmerzen, Unsicherheiten und Sorgen in einen übergeordneten Kontext gebracht werden, wird sie sich mit ihrer Rolle als Mutter wohl fühlen.

Das sind unbestritten Zeiten, in denen man die Hilfe von den Menschen um sich herum mehr denn je braucht. Dein Partner sollte nicht zögern, die andere unverzichtbare Hälfte zu sein, die dich bei deinen täglichen Aufgaben ergänzt. Darüber hinaus ist es eine Zeit, in der Hilfe und Ratschläge von Großmüttern und anderen Müttern mit Erfahrung hilfreich sein können.

Du bist etwas traurig und das ist normal, denn du hast einen Baby-Blues

Das psychologische Phänomen des „Baby-Blues“ wird auch als Wochenbettdepression bezeichnet. Dieser suggestive Name enthält eine sehr verbreitete Realität, die junge Mütter erleben und die durch das Folgende verursacht wird:

  • Hormonelle Veränderungen im Körper
  • Neue Verpflichtungen
  • Körperliche Erschöpfung nach der Geburt, von der sich eine Mutter durch die neuen Verpflichtungen nicht so schnell erholen kann.
  • Veränderungen in der Persönlichkeit: Wir werden Mütter, ob Erstmütter oder erfahrene Mütter. In diesem Bereich müssen nun noch viel mehr Verantwortung und Herausforderungen übernommen werden.

Es ist anzumerken, dass der „Baby-Blues“ keine postpartale Depression ist. Er ist ungefähr so, als würde man 2 Wochen lang in ein Meer unerklärlicher Traurigkeit eintauchen. Etwas mehr als 10 oder 15 Tage, in denen wir uns von einem Nebel umgeben fühlen, der uns reizbar, weinerlich und ängstlich macht.

Er ist jedoch eher ein punktuelles Ereignis. Nach zwei Wochen verschwindet der „Baby-Blues“ mit seiner traurigen Melodie. Er weicht einer intensiveren und aufregenderen Musik, die uns mit neuen Nuancen und mit Motivation erfüllt (und dies, obwohl wir immer noch müde sind).

Wie unterscheidet sich der Baby-Blues von der postpartalen Depression?

Die postpartale Phase sollte man ruhig angehen lassen

Die Postpartale Depression

  • Die postpartale Depression ist eine schwere psychische Störung.
  • Sie kann unerwartet im ersten Jahr nach der Geburt einsetzen.
  • Sie dauert in der Regel 10 bis 15 Monate.
  • Die Mutter kann nicht auf sich oder das Baby aufpassen und fühlt sich völlig überfordert.
  • Etwa 10 % der Frauen leiden unter der postpartalen Depression.
  • Manchmal kann sie durch emotionale Probleme des Paares verursacht werden. Sie kann auch durch Arbeitslosigkeit oder gar das Gefühl verursacht werden, sich nicht ausreichend unterstützt zu fühlen, um den neuen Verpflichtungen gerecht werden zu können.
  • Postpartale Depressionen können mit Hilfe von Medikamenten und Therapie überwunden werden.

Der Baby-Blues

  • Er tritt direkt nach der Geburt ein.
  • Beim Baby-Blues hat man Gefühle von Traurigkeit und Reizbarkeit, die etwa 15 Tage oder etwas länger andauern.
  • Es wird keine medikamentöse oder psychologische Unterstützung benötigt. Im Falle des „Baby-Blues“ ist es heilsam, mit Partner, Eltern oder Freunden zu sprechen. Die vorbeiziehende Wolke der Traurigkeit verschwindet nach kurzer Zeit von selbst.

Zusammenfassend kann das Gefühl einer emotionalen Niedergeschlagenheit für die postpartale Phase normal sein, wie du in diesem Artikel gelesen hast. Manchmal setzt die Gesellschaft mit ihrer Vorstellung, dass jede Frau, die gerade entbunden hat, unheimlich glücklich und voller Energie sein muss, neue Mütter unnötig unter Druck.

Was alle Mütter brauchen, ist die Unterstützung der Menschen um sie herum sowie Zeit und Ruhe.