Sollte ich mein Baby aufwecken, um es zu füttern?

Während du dich der Routine deines Neugeborenen anpasst, werden viele Dinge einfacher. Dennoch wirst du in den ersten paar Tagen einige Zweifel bekommen.
Sollte ich mein Baby aufwecken, um es zu füttern?

Letzte Aktualisierung: 01. August 2018

Wie und wann soll ich es füttern? Sollte ich mein Baby aufwecken, um es zu füttern?

Stillen ist notwendig und förderlich für Babys, mindestens, bis sie sechs Monate alt sind. Selbst wenn dein Neugeborenes dir gegenüber seinen Hunger ausdrückt, kannst du trotzdem noch besorgt darüber sein, wie viel es zu sich nimmt.

Manchmal denkst du, dass wenn es schläft, dein Baby eine Weile ohne Essen auskommt. In anderen Momenten machst du dir vielleicht Sorgen, dass seine Essenszeit vorbei gegangen ist, während es geschlafen hat.

Falls du es nicht wusstest, Babys wissen besser als wir, wie viel Milch sie benötigen und wann. Die Ernährung deines Babys während seiner ersten Lebensphase darf sich nur nach seinen Bedürfnissen richten.

Du produzierst die Menge an Milch, die dein Baby benötigt und es wird so viel trinken, wie es will. Ein Baby aufwecken, um es zu füttern ist während seiner ersten paar Lebensmonaten nicht notwendig.

Allerdings kann es in besonderen Fällen doch nötig sein, es zu wecken. Wenn das auf dich zutrifft, wird dir ein Kinderarzt darüber Auskunft geben.

Zum Beispiel wenn dein Baby ein Frühchen ist, nicht komplett gesund, Gewicht verliert oder nicht genug zunimmt, kann es notwendig sein es häufiger zu füttern. In diesen Fällen musst du dein Baby aufwecken, um es zu füttern, wenn es zu viel schläft.

Füttern nach Bedarf

Es ist normal, dass du Zweifel hast, wenn du dein Kind eine Weile nicht gestillt hast. Das passiert besonders, wenn du dein Kind alle vier Stunden stillst.

Wenn diese Zeit vergangen ist und es immer noch schläft, kann es sein, dass du denkst du müsstest es aufwecken. Es ist normal, dass wir uns sorgen, wenn es eine Veränderung in der Routine gibt.

Baby aufwecken, um es zu füttern - mutter-stillt-im-stuhl

Es gibt auch Mütter, die es vorziehen ihr Kind nach Bedarf zu füttern. Nach Bedarf zu füttern bedeutet dann zu stillen, wenn dein Kind Anzeichen von Hunger zeigt. Das bedeutet dein Baby zu stillen, egal wie lange das letzte Mal her ist. 

Wenn du diese Art des Stillen wählst, musst du dein Baby nicht aufwecken, um es zu füttern.

Viele Spezialisten empfehlen das Füttern nach Bedarf, wenn dein Baby in der Lage ist seinen Hunger zu identifizieren und dich mit weinen darauf aufmerksam machen kann.

Wenn du nach Bedarf stillst, wird dir dein Kind Bescheid geben, wann es Zeit zu essen ist. Wenn es schläft, wird es von selbst aufwachen, um gestillt zu werden; dein Kleines wird essen, wenn es hungrig ist, so dass seine Bedürfnisse immer gestillt sind.

Es wird nach deiner Brust Ausschau halten, weinen und nuckeln um dir zu verdeutlichen, dass es essen will. Es ist wichtig, dass die Mutter ihr Baby stillt, selbst wenn es erst eine Weile her ist, dass es zuletzt gestillt wurde.

Am Anfang sind wir vielleicht unsicher über viele Dinge. Wenn sich jedoch ein Zeitplan entwickelt hat, wird dein Kind zur richtigen Zeit aufwachen.

Mein Baby aufwecken, um es zu füttern; wann ist es notwendig?

Wenn dein Baby gesund ist, musst du es nicht aufwecken, um es zu füttern. Allerdings musst du es in bestimmten Fällen füttern, während es noch schläft. 

Unter folgenden Umständen ist es notwendig dein Baby zum Stillen zu wecken:

  • Wenn dein Baby Gewicht zulegen muss, Gewicht verliert oder für lange Zeit ohne Essen schläft.
  • Falls dein Baby sich noch nicht an einen Stundenplan gewöhnt hat. Das trifft meistens in den ersten paar Tagen nach der Geburt zu.
  • Wenn dein Baby zu früh auf die Welt kommt oder krank ist.
Baby aufwecken, um es zu füttern - baby-schlaeft-im-bettchen

Außer in bestimmten Situationen raten wir dir, dein Baby immer so sanft wie möglich zu wecken. Es nahe bei dir zu haben, zum Beispiel in einer speziellen Trage oder mit einem Tuch erlaubt es dir, deine Brust anzubieten, ohne es abrupt aufzuwecken.

Der Schlüssel ist es, dein Baby nicht aus seinem tiefen Schlaf zu reißen, sondern einen Vorteil aus seinen Bewegungen zu ziehen.



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