Kann man Muttermilch und Formelmilch mischen?

25. März 2019
Theoretisch ist es möglich, beide Milchsorten zu vermischen. Doch trotzdem ist es weitaus besser, Muttermilch und Formelmilch getrennt zu füttern.

Manchmal muss man aus verschiedensten Gründen die Muttermilch durch Formelmilch ergänzen, das ist ganz normal. Doch viele Mütter fragen sich, ob man Muttermilch und Formelmilch mischen und dem Säugling in einer Flasche verabreichen kann. 

Theoretisch ist es möglich, beide Milchsorten zu vermischen. Doch trotzdem ist es weitaus besser, Muttermilch und Formelmilch getrennt zu füttern.

Wenn du deinem kleinen Schatz zuerst Muttermilch gibst, kannst du sicher gehen, dass davon nichts verloren geht und dein Kind die darin enthaltenen, sehr wichtigen Nährstoffe erhält.

Du kannst deinem Baby danach die benötigte Menge an Formelmilch zufüttern. 

Du kannst Formelmilch mit Muttermilch statt Wasser zubereiten

Wir sprechen von zwei verschiedenen Möglichkeiten:

  • Du kannst die bereits zubereitete Formelmilch mit Muttermilch vermischen,
  • oder die Formelmilch mit Muttermilch zubereiten.

Wie bereits erwähnt, empfehlen wir zwar, das Baby zuerst mit Muttermilch zu füttern, doch manchmal kann es auch praktisch sein, die Formelmilch mit Muttermilch zu vermischen. 

Was du jedoch nie tun solltest, ist, Formelmilch mit Muttermilch ohne Wasser anrühren.

Formelmilch muss genau den Angaben des Herstellers entsprechend zubereitet werden. Dafür muss man die angegebene Flüssigkeit in der richtigen Menge benutzen. Außerdem muss das Kind die vom Kinderarzt empfohlene Menge erhalten.

Formelmilch für Baby

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Gefahr durch das Anrühren von Formelmilch mit Muttermilch

Formelmilch ist genau berechnet, um das Baby mit einer bestimmten Kalorienanzahl und den nötigen Nährstoffen zu versorgen. Wenn du sie direkt mit Muttermilch anrührst, ist die Konzentration an Nährstoffen zu hoch. 

Auch wenn du glaubst, dass Muttermilch flüssiger ist, bedeutet dies nicht, dass sie wenige Nährstoffe enthält. Eine zu große Konzentration an Nährstoffen und Fett ist für das Kind nicht gut. 

Die Nieren des Säuglings sind noch nicht ausgereift. Sie benötigen ausreichend Wasser, um alle Nährstoffe verarbeiten zu können, insbesondere für Proteine und Salz.

Wenn die Ernährung zu konzentriert ist, ist das Risiko für Beschwerden groß.

Kann man Formelmilch nach dem Stillen geben?

Dem Baby gleich nach dem Stillen ein Fläschen mit Formelmilch zu verabreichen, ist meist keine gute IdeeDenn das Trinken mit der Flasche ist für den Säugling einfacher. Er muss sich dabei nicht so sehr anstrengen, um die Milch aufzunehmen.

Sobald sich das Kind daran gewöhnt, nach dem Stillen vom Fläschchen zu trinken, macht es wahrscheinlich an der Brust nicht mehr so große Anstrengungen. Es weiß schließlich, dass es danach seinen Hunger einfacher stillen kann. Dadurch kommt es zu einer geringeren Produktion an Muttermilch.

Deshalb empfiehlt es sich, abzuwechseln, doch nicht direkt hintereinander die Brust und die Flasche zu geben. Du solltest außerdem Milch zu den gewohnten Zeiten abpumpen, damit die Milchproduktion nicht beeinflusst wird. 

Milch abpumpen

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Wie weiß ich, dass ich genug Muttermilch habe?

Wenn du daran zweifelst, genug Muttermilch zu haben, kannst du Folgendes tun: Es ist immer besser, mehr als weniger zu haben. Deshalb kannst du versuchen, nach dem Stillen noch Milch abzupumpen, nachdem das Kind bereits mindestens 20 Minuten lang an der Brust war.

Wenn noch etwas Muttermilch vorhanden ist und dein Kleines nichts mehr will, ist es satt. Sollte dein Kind weinen, lasse dich vom Kinderarzt oder der Hebamme beraten. Denn das Hungergefühl könnte auf andere Ursachen zurückgeführt werden.

Du kannst deinem Kind beim Stillen auch helfen, indem du den Milchfluss stimulierst: Setzte die Milchpumpe an der noch freien Brust an und pumpe eine kleine Menge (nicht alles) ab. Danach massierst du die Brust, an der dein Baby trinkt, damit es die Milch einfacher saugen kann.