Ist es normal, während der Schwangerschaft zu weinen?

· 13. Mai 2019
Veränderungen im Körper während der ersten Schwangerschaftswochen, und sogar bis zum Ende der Schwangerschaft, können bei der Mutter depressive Zustände oder Weinkrämpfe hervorrufen.

Während der Schwangerschaft sind viele Frauen empfindlicher und leiden unter Angstzuständen oder Depressionen. Zweifellos kann das, was für eine Zeit des Glücks stehen sollte, zu einem ständigen Kampf werden, wenn die Mutter nicht anders kann, als sich zu fragen, ob es normal ist, während der Schwangerschaft zu weinen.

Hormonelle Ungleichgewichte führen in der Tat zu Stimmungsschwankungen. Es ist jedoch besondere Aufmerksamkeit geboten, wenn  die Symptome von einer Überempfindlichkeit in einen chronisch depressiven Zustand übergehen. Lass uns im Folgenden näher auf dieses Thema eingehen.

Ist es normal, während der Schwangerschaft zu weinen?

Die Antwort auf diese häufig gestellte Frage lautet ja. Aufgrund von körperlichen und hormonellen Veränderungen kann es bei der Mutter zu Verhaltensänderungen während der Schwangerschaft kommen. Diese können Traurigkeit, Angst, Weinen oder sogar Wutanfälle umfassen.

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Diese Empfindungen müssen jedoch nicht über die Dauer der gesamten Schwangerschaft auftreten, nicht einmal für einen vollen Monat. Wenn dies allerdings der Fall ist, handelt es sich um eine  perinatale Depression und du solltest entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Perinatale Depression

Perinatale Depression ist die Bezeichung für einen Zustand der Traurigkeit, Verwirrung und Einsamkeit bei der Mutter. Sie kann sowohl vor, als auch nach der Geburt auftreten.

Die perinatale Depression unterscheidet sich von einer einfachen vorübergehenden hormonellen Veränderung, da dieser depressive Zustand, sobald er auftritt, mehrere Tage oder Monate anhalten kann.

Diese Anfälle von Traurigkeit gehen mit Symptomen wie Schlaflosigkeit einher. Oder das Gegenteil kann der Fall sein und die werdende Mutter kann den Wunsch haben, den ganzen Tag zu schlafen. Außerdem kann die Mutter folgende Leiden verspüren:

  • Apathie
  • mangelndes Interesse (dies gilt auch für die Ankunft des Babys)
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Appetitlosigkeit
  • Nervosität
  • Hoffnungslosigkeit
Werdende Mütter können währende der Schwangerschaft oft weinen

Wie kommt es dazu, während der Schwangerschaft zu weinen?

Es wird geschätzt, dass die Weinkrämpfe und traurigenVerstimmungen gelegentlich bei schwangeren Frauen auftreten, aber dass nur 10% oder 15% die Wirkung deutlich spüren.

Das bedeutet nicht, dass du definitiv an einer perinatalen Depression leidest, wenn dir aufgrund eines hormonellen Ungleichgewichts zum Weinen zumute ist. Dies hängt von zahlreichen Faktoren ab, z. B. von deinem psychischen Hintergrund oder dem deiner Familie, sowie von soziodemografischen und medizinischen Bedingungen.

Auf der anderen Seite sollte man die aktuelle Lebenssituation der schwangeren Frau berücksichtigen. Dasselbe gilt für andere Dinge, die ihre Stimmung beeinflussen könnten, wie:

  • finanzielle Probleme
  • Eheprobleme
  • die Tatsache, dass es eine alleinerziehende Mutter ist, die keine Unterstützung vom Vater erhält
  • Probleme bei der Arbeit

Die hormonellen Veränderungen beeinflussen die chemischen Neurotransmitter, die wiederum die Stimmungen im Gehirn regulieren. Diese Veränderung führt dazu, dass werdende Mütter sich sensibler fühlen, was folglich mit Weinen und dem Wunsch nach Weinen einhergehen kann.

Was eine Zeit des Glücks sein sollte, kann ein ständiger Kampf werden, wenn die Mutter nicht anders kann, als zu fragen, ob es normal ist, während der Schwangerschaft zu weinen.

Wie kannst du das Weinen während der Schwangerschaft bekämpfen?

Zunächst solltest du wissen, dass Weinen nicht unbedingt eine schlechte Sache ist. Bei sorgfältiger Analyse dient das Weinen als natürliches Schmerzmittel, das uns in einen Zustand der Gelassenheit bringen kann.

Wenn du also weinen möchtest, solltest du nicht versuchen, deine Tränen zurückzuhalten oder die Empfindung zu verteufeln. Im Gegenteil, du kannst dich einfach gehen lassen und deine Sorgen lindern, um dich ruhig zu fühlen.

Du solltest jedoch vermeiden, in einen länger anhaltenden Zustand von Trauer zu geraten. Gleichzeitig solltest du versuchen, die beste Einstellung in Bezug auf Widrigkeiten aufrechtzuerhalten. Bedenke, dass hormonelle Veränderungen nur vorübergehend sind.

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Um das Verlangen zu bekämpfen, während der Schwangerschaft zu weinen, kannst du auch die folgenden Tipps befolgen:

Bei einer depressiven Verstimmung während der Schwangerschaft solltest du auf Familie und Freunde zählen

  • Versuche, mindestens 8 Stunden pro Nacht zu schlafen. Durch ausreichenden Schlaf stellst du sicher, dass dein Körper sich für den nächsten Tag erholt und du dich ruhiger fühlst.
  • Vermeide es, belastende Nachrichten, Filme oder Fernsehprogramme anzusehen, die Sensibilität oder Nervosität hervorrufen können.
  • Achte auf eine ausgewogene Ernährung, damit deine Hormone und dein Körper richtig funktionieren.

Um depressive Verstimmungen zu bekämpfen, ist es auch wichtig, dass du dich mit Familie und Freunden umgibst, die ihre Unterstützung anbieten. Du kannst auch die Beratung einer medizinischen Fachkraft in Betracht ziehen, die deinen Fall genauer untersuchen kann.