Auch wenn ich heimlich weine: für mein Kind habe ich ein Lächeln

· 13. März 2019
Wann hast du zum letzten Mal heimlich geweint? Vielleicht ist es noch gar nicht lange her. Du solltest darin jedoch kein Zeichen der Schwäche oder für fehlendes Selbstvertrauen sehen.

Wann hast du zum letzten Mal heimlich geweint? Vielleicht ist es noch gar nicht lange her. Du solltest darin jedoch kein Zeichen der Schwäche oder für fehlendes Selbstvertrauen sehen.

Du musst dir einfach etwas Luft machen, denn der Alltag mit Kind ist meist hektisch und anstrengend. Doch du hast für dein Kind trotzdem immer ein Lächeln parat.

Weinen ist nicht negativ. Während der Schwangerschaft, des Wochenbettes und in den ersten drei Lebensjahren des Kindes ist es für viele Frauen ganz normal. Dabei geht es nicht um ein klinisches Problem. 

Ab und zu weinen, um sich abzureagieren und sich von Spannungen zu befreien., hat eine katharsiche und sogar heilende Wirkung.

Die Erziehung eines Kindes stellt unsere Ausdauer und Kraft oft auf die Probe. Auch wenn wir im Laufe des Lebens verschiedenste persönliche und berufliche Aufgaben übernommen haben, hat uns niemand darauf vorbereitet.

Das erste Kind lässt uns Ängste und Sorgen erleben, die wir zuvor nicht kannten. Wer einen Sohn oder eine Tochter hat, sieht sich täglich vor neuen Herausforderungen.

Nicht immer lassen sich unsere Zweifel durch Bücher beantworten. Doch unsere Mutter, Freundinnen oder Schwestern können mit ihrer eigenen Erfahrung helfen.

Doch jedes Kind und jede Familie ist eine Welt für sich und erlebt eine außergewöhnliche Realität.

Darüber hinaus müssen auch andere Aspekte berücksichtigt werden: Finanzen, Arbeit, das Glück der Paarbeziehung… Und man darf auch das Selbstwertgefühl und die persönliche Entwicklung nicht vergessen.

Es ist wie ein Puzzle, bei dem alle Teile passen müssen. Wir möchten, dass alles perfekt ist. Und das führt zu Stress und Nervosität. 

Warum Mütter heimlich weinen

Viele werden dir sagen, dass die Hormone daran schuld sind: „Die Notwendigkeit, heimlich zu weinen und ständige Berg- und Tahlfahrten sind auf Hormonschwankungen zurückzuführen, die bei Müttern sehr häufig vorkommen.“

Auch wenn Mütter heimlich weinen, haben sie für ihr Kind immer ein Lächeln

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Natürlich können Hormonschwankungen manchmal mit im Spiel sein. Doch es gibt weitaus mehr Faktoren, die unsere Gefühle beeinflussen. 

Auch Mütter und Väter, die ihr Kind nicht selbst zur Welt gebracht haben, kennen den emotionalen Chaos, der oft den Alltag trübt.

Wir gehen anschließend etwas genauer auf die häufigsten Ursachen für Gefühlsausbrüche und das heimliche Weinen ein:

Angesammelte Müdigkeit

Weinen macht uns darauf aufmerksam, dass wir zu viel von uns abverlangen. Wir können uns damit emotional befreien und danach wieder mit Klarheit denken.

  • Schlafmangel und die kontinuierliche Pflege des Kindes führen oft zu körperlicher und emotionaler Erschöpfung.
  • Wenn du dich in dieser Situation befindest, solltest du dir von deiner Familie helfen lassen, damit du mehr Zeit für Erholung hast.

Du bist keine schlechte Mutter, nur weil du ein Mittagsschläfchen hältst oder dir ein entspannendes Bad gönnst, während dein Partner oder deine Familie sich um dein Kind kümmert.

Offensichtlich grundloses Weinen des Babys

Das Weinen des Babys macht dich nicht nur aufmerksam und weckt deine Mutterinstinkte. Es führt häufig auch zu emotionalem Chaos, denn nicht immer kann man herausfinden, warum das Kleine weint und welche Bedürfnisse es hat. 

weinendes Baby

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  • Insbesondere bei Erstlingsmüttern kommt diese Situation häufig vor. Sie fühlen sich gestresst, was heimliche Tränen auslösen kann. 
  • Du solltest dich bei jedem kleinsten Zweifel von deinem Kinderarzt beraten lassen. Babys weinen normalerweise, wenn sie grundlegende Bedürfnisse haben: Hunger, Angst, das Bedürfnis nach Trost und Nähe, nasse Windel…

Probleme mit dem äußeren Erscheinungsbild

Die Mutterschaft verändert den Körper: Die Frau nimmt an Gewicht zu und es ist danach nicht mehr einfach, das Normalgewicht zurückzuerlangen.

Flüssigkeitsretention, ein zurückbleibendes Bäuchlein, hängendes Brüste, Dehnungsstreifen, Krampfadern… Viele Mütter fühlen sich vor dem Spiegel nur wenig attraktiv. 

Wir sagen uns zwar selbst, dass das unwichtig ist; dass wir Mütter sind und dies das schönste Geschenk ist. Doch trotzdem fühlen wir uns manchmal einfach elend und kraftlos. Denn wir haben kaum Zeit, uns um uns selbst zu kümmern, Diät zu halten oder Sport zu treiben

Mutter vor dem Spiegel weint manchmal heimlich

So viele Aufgaben und so wenig Zeit!

Du hast ein kleines Kind, musst wieder zurück zur Arbeit, versuchst im Haushalt Ordnung zu halten und hast unzählige Aufgaben, Sorgen und Verantwortungen.

  • Du hast einfach für nichts Zeit! In diesen Augenblicken kommst du an deine Grenzen und nur eines hilft: Du weinst heimlich, nur ein paar Minuten lang, ganz kurz, um Ruhe zu finden und Anspannungen abzubauen.

Wenn du dich in dieser Situation befindest, versuche, deinen Rhythmus zu verändern und dich zu konzentrieren. Genieße das Hier und Jetzt mit deinem Kind, praktiziere Yoga, Schwimmen oder Achtsamkeit. 

Auch wenn ich heimlich weine, habe ich immer ein Lächeln für mein Kind

Heimlich weinen ist nicht mit Schwäche gleichzusetzen. Stark ist, wer sich diese Augenblicke erlaubt, um sich von Stress und Sorgen zu befreieneinen klaren Geist zu bekommen und die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen.

Mutter mit Baby

  • Stark sind jene Mütter oder Väter, die ihre Ängste überwinden, Sorgen und Anspannungen ertragen, um ihrem Kind das Beste zu geben. Stress durch Tränen abzubauen ist eine gesunde Methode. Denn wer (heimlich) weint, versteht, wie wichtig es ist, Gefühle und Emotionen auszudrücken.
  • Du kannst dich dadurch auch besser in dein Kind einfühlen, du bist ihm nahe und lernst mit dieser Erfahrung.

Wenn du das Bedürfnis hast zu weinen, dann tue es! Danach wird die Sonne wieder mit mehr Kraft scheinen!