Polyzystisches Ovarialsyndrom: Ursachen, Symptome und Behandlung

3. Juni 2019
Als Polyzystisches Ovarialsyndrom bezeichnet man eine hormonell bedingte Krankheit, die als häufigste Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch gilt. Es kommt dadurch zu unregelmäßigen Menstruationszyklen, die eine Schwangerschaft erschweren, und zu einer Eierstockvergrößerung durch Zystenbildung.

Als Polyzystisches Ovarialsyndrom bezeichnet man eine hormonell bedingte Krankheit, die als häufigste Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch gilt. Es kommt dadurch zu unregelmäßigen Menstruationszyklen, die eine Schwangerschaft erschweren, und zu einer Eierstockvergrößerung durch Zystenbildung. In manchen Fällen wird die Frau dadurch unfruchtbar.

Erfahre heute mehr über diese Krankheit.

Polyzystisches Ovarialsyndrom: Ursachen

Das Polyzystische Ovarialsyndrom, kurz als PCOS bezeichnet, führt zu hormonellen Veränderungen. Durch den fehlenden Eisprung bleiben die Eizellen im Follikel im Eierstock. Doch warum kommt es zu diesen Veränderungen? 

Die Eizellen werden normalerweise zwei Wochen vor Beginn des Mensturationszyklus freigesetzt. Die genaue Zeit kann von Frau zu Frau variieren.

Das Polyzystische Ovarialsyndrom bewirkt, dass die Eizellen im Eierstock bleiben und nicht in den Eileiter wandern. Der Follikel vergrößert sich in der Folge zystenartig.

Es ist keine einzelne Ursache für diese Hormonstörung bekannt. Doch man weiß, dass genetische Faktoren, Umwelteinflüsse und der persönliche Lebensstil dabei eine Rolle spielen können.

Polyzystisches Ovarialsyndrom: Symptome

In den meisten Fällen wird dieses Syndrom bei Frauen zwischen dem 20. und 30. Lebensalter diagnostiziert. Es können jedoch auch bereits junge Mädchen davon betroffen sein.

Die Symptome beginnen meist am Anfang des Menstruationszyklus eines Mädchens. Viele Frauen mit diesem Syndrom haben auch eine Mutter oder Schwester, die daran leiden. 

Polyzystisches Ovarialsyndrom: Symptome

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Es gibt zahlreiche Studien und Kongresse, die sich diesem Thema gewidmet haben. Experten des American College of Obstetricians and Gynecologists weisen darauf hin, dass die Anzeichen für dieses Syndrom sehr vielseitig sind. Nicht alle Frauen, die daran leiden, haben dieselben Sympotome. 

Die Beschwerden können sich auch mit der Zeit verändern. Die erwähnte amerikanische Organisation zählt folgende Symptome zu den häufigsten:

  • Akne
  • Behaarung im Brustbereich, auch im Bauchbereich oder im Gesicht
  • Gewichtszunahme
  • Unregelmäßige Menstruationszyklen, die sehr leicht oder sehr stark sein können, zum Teil auch aussetzen können usw.
  • Probleme, schwanger zu werden
  • Zystenbildung an den Eierstöcken

Schwerwiegendere Folgen

Das Polyzystische Ovarialsyndrom kann auch ernstere Komplikationen nach sich ziehen: 

  1. Diabetes: Aus Statistiken geht hervor, dass rund 50 % der Frauen, die an diesem Syndrom leiden mit der Zeit Diabetes entwickeln. Meist kommt es dazu vor dem 40. Lebensjahr.
  2. Erhöhte Cholesterinwerte und Übergewicht: Frauen mit diesem Syndrom leiden meist auch an einem hohen Cholesterinspiegel und sind anfällig für Bluthochdruck. Außerdem ist für sie das Risiko für Depression und Nervosität größer.

Polyzystisches Ovarialsyndrom: Diagnose

Die Diagnose dieses Syndroms ist einfach. Sie erfolgt durch Abtasten des Beckenbereiches, eine Ultraschalluntersuchung und verschiedene Hormonanalysen. Durch Ultraschall kann beobachtet werden, ob die Eierstöcke vergrößert sind und ob eine ungewöhnliche Anzahl von Follikeln vorhanden ist.

Behandlung

Eine Heilung ist derzeit nicht möglich. Doch die Symptome können auf jeden Fall behandelt werden. Meist wird ein hormonales Verhütungsmittel verschrieben, um den Menstruationszyklus zu normalisieren.

Polyzystisches Ovarialsyndrom

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Es ist ganz normal, dass du dich fragst: Welche Auswirkungen haben hormonelle Verhütungsmittel, wenn eine Frau an dem Polyzystischen Ovarialsyndrom leidet?

Damit wird unter anderem die Periode reguliert und Akne sowie die Körper- bzw. Gesichtsbehaarung reduziert. Denn durch die Behandlung reduziert sich der Androgenspiegel.

Ein weiterer Vorteil der hormonellen Verhütung ist, dass die Gebärmutterauskleidung (Endometrium) regelmäßig gelöst wird. Dadurch wird das Risiko für Endometriumkrebs reduziert.

Außerdem kann man in der Folge auch einfacher abnehmen, was die Behandlung begünstigen kann. Ein geringeres Gewicht wirkt sich beispielsweise positiv auf den Bluthochdruck, Diabetes und einen erhöhten Cholesterinspiegel aus.

Mit der richtigen Behandlung können die Beschwerden dieses Syndroms gelindert werden.

Frauen, die gerne ein Kind hätten, jedoch an dem Polyzystischen Ovarialsyndrom leiden, haben auch die Möglichkeit, sich operieren zu lassen. Es wird dabei eine Becken-Laparoskopie durchgeführt, bei der mit einer speziellen Nadel kleine Einstiche in die Eierstöcke vorgenommen werden.

Dadurch wird ein Teil des Gewebes zerstört, in dem Testosteron produziert wird. Sobald der Testosteronspiegel sinkt, hat die Frau mehr Chancen einen regelmäßigen Eisprung zu haben und schwanger zu werden.