Die Damm-Massage: Anleitungen zur Durchführung

· 31. Dezember 2018
Die Vorbereitung des Dammes mit Damm-Massagen während der Schwangerschaft verringert das Risiko von Dammrissen bei der Geburt für erstmalige Mütter.

Die Damm-Massage ist eine der effektivsten Techniken, um die Muskeln und das Gewebe auf die Geburt vorzubereiten. Gleichzeitig kann sie eine ausgezeichnete Vorbereitung für den Moment sein, in dem das Baby tatsächlich geboren wird.

In der Praxis gibt es jedoch Anleitungen und Gegenanzeigen, die zu berücksichtigen sind. Wir erläutern daher im Folgenden einige Dinge, die bei einer Damm-Massage zu berücksichtigen sind.

Oft fürchten sich schwangere Frauen davor, dass die Entbindung extrem schmerzhaft sein wird oder es zu Komplikationen kommt. Die Vorbereitung von Muskeln und Gewebe ist ein entscheidender Bestandteil für eine gesunde und reibungslose Entbindung.

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Was ist der Damm?

Der Damm, auch Perineum genannt, ist schlichtweg die Basis des Beckens. Er besteht aus einer Reihe von weichem Gewebe, das zwischen dem After und den männlichen und weiblichen Geschlechtsorganen liegt.

Dieser Teil der menschlichen Anatomie hat auch eine Reihe von kleinen Muskeln. Diese sind betroffen, sobald der Kopf oder die Schulter eines Neugeborenen geboren werden.

Die Eigenschaften der weiblichen Geschlechtsorgane ermöglichen den Zugang in diesen Bereich zur Geburtsvorbereitung.

Bereite dich auf die Damm-Massage vor

Für die Damm-Massage eignen sich natürliche Öle. Es empfehlen sich daher Hagebuttenkernöl oder Produkte, die eine Mandelbasis haben. 

Des Weiteren kannst du einen Spiegel verwenden, um so den Bereich zu sehen, den du massierst. Dies gibt dir mehr Kontrolle über deine Bewegungen.

Außerdem ist auch die Position wichtig, in der du die Damm-Massage durchführst. Viele Frauen finden es am besten, in die Hocke zu gehen. Denn auf diese Weise können sie leichter erkennen, was sie machen. Achte auf jeden Fall darauf, dass du es bequem hast.

Stelle zudem sicher, dass du deine Hände vor Beginnn der Massage gründlich wäschst. Auf diese Weise vermeidest du eventuelle Infektionen der Harnwege und der Scheide.

Durchführung der Damm-Massage

Natürliche Öle eignen sich für die Damm-Massage

Führe deinen Daumen, mit Hilfe eines natürlichen Schmieröls, in die Scheide ein. Die Muskeln, die du massieren musst, sind nur 3 oder 4 cm von der Öffnung entfernt.

Sich um seine Schwangerschaft zu kümmern, heißt sich um sein Baby zu kümmern.

-Anonym-

Das wichtigste dabei ist, Druck auf den Damm auszuüben. Dies sollte mindestens eine Minute lang dauern. Dabei in Richtung der Scheide und des Anus nach unten drücken.

Es ist auch wichtig, den Daumen vor und zurück zu bewegen. Diese Bewegung für ungefähr 3 bis 4 Minuten durchführen. Denke auch daran, den äußeren Damm zu massieren. Dieser Hautbereich liegt zwischen dem After und dem weiblichen Genitalbereich.

Die Damm-Massage sollte nur bis zur Schmerzschwelle andauern. Wenn du dir hinsichtlich der Massage unsicher bist, wende dich am besten an deine Hebamme oder deinen Frauenarzt.

Einige Tipps und Tricks

Am Anfang mag diese Routine etwas nervig sein, aber sie ist nichts im Vergleich zur tatsächlichen Geburt. Es ist wichtig, sich vorzustellen, dass der Kopf des Babys, im Moment der Dehnung, diesen Bereich passiert.

Du kannst dir auch die Himmelsrichtungen im Scheidenkanal vorstellen: Norden, Süden, Osten und Westen. Grundsätzlich ist die Bewegung bei der Massage nach unten und dann in Form eines „u“, nach rechts und links.

In Bezug auf den oberen Viertelkreis musst du bei der Massage sehr vorsichtig sein. Vermeide es unbedingt, die Harnröhre zu drücken. Denn dies kann Scheideninfektionen zur Folge haben. Denke daran, dass die Massage mit dem Daumen durchgeführt werden sollte.

Anleitungen zur Durchführung der Damm-Massage

Ärzte empfehlen, diese Praxis ab der 32. Schwangerschaftswoche regelmäßig durchzuführen.

Die Massage kann von der schwangeren Frau selbst durchgeführt werden. Es wird jedoch auch empfohlen, dass der Partner an der Massage teilnimmt. So kann er, gemäß den Anweisungen der schwangeren Frau, die Massage durchführen. Auf diese Weise fühlt sich der Partner eingeschlossen und hilfsbereit.

Beachte, dass der Druck nicht schmerzen sollte. Die Ausführung sollte dennoch kraftvoll sein, denn die Massage dient der Entspannung der Muskeln. Und dazu muss ein bestimmter Druck erreicht werden.

Bedenke, wie bereits erwähnt, dass du dich bei jeglichen Fragen vertrauensvoll an deinen Frauenarzt oder deine betreuende Hebamme wenden solltest.

Einige Gegenanzeigen

Es gibt auch Gegenanzeigen für die Damm-Massage

Deine Hände sollten während der Massage niemals schmutzig sein, um Infektionen der Scheide zu vermeiden. Darüber hinaus ist die Verwendung von parfümierten Cremes oder Ölen nicht empfohlen.

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Wenn die schwangere Frau vaginale Läsionen oder wiederkehrende Infektionen hat, ist es am besten, die Damm-Massagen einzustellen. Denn das Ziel der Massage ist es, Komplikationen in den Tagen vor der Geburt zu lindern und zu verhindern.

Auf die Damm-Massage sollte ebenfalls in folgenden Situationen verzichtet werden:

  • Frauen mit Komplikationen während der Schwangerschaft
  • Werdende Mütter mit einem Fehlgeburtsrisiko
  • Frauen mit einem vorzeitigen Blasensprung oder einer vorzeitigen Plazentalösung

Aus diesem Grund wird empfohlen, die Massage erst nach dem sechsten Monat der Schwangerschaft zu beginnen. Gleichhzeitig empfiehlt es sich, dass du deinen Arzt oder deine Hebamme zu Rate ziehst, bevor du mit der Damm-Massage beginnst.

  • Hastings-Tolsma, M. (2014). Antenatal perineal massage decreases risk of perineal trauma during birth. Evidence Based Nursing. https://doi.org/10.1136/eb-2013-101451