Komplikationen in der Schwangerschaft entdecken – mit innovativer Technik

· 21. April 2018
Alle Schwangerschaften, auch normal verlaufende, sollten ärztlich begleitet sein. Nur so kann eine gesunde Geburt gewährleistet werden.

Medizinische Spezialisten können mithilfe innovativer Technik heutzutage schon sehr früh potentielle Komplikationen in der Schwangerschaft entdecken. So können sie diese verhindern oder korrigieren.

Noch vor einigen Jahren gab es viele der heutigen Routineuntersuchungen nicht. Ein Ziel dieser ist, dass Ärzte so früh wie möglich Komplikationen in der Schwangerschaft entdecken können. 

Komplikationen wie chromosomale Anomalien können mittlerweile durch sehr ausgereifte Methoden schnell erkannt werden. Ein Beispiel hierfür ist die Diagnose des Down-Syndroms.

Es ist unbedingt erforderlich für werdende Mütter, dass sie ihre Arzttermine regelmäßig wahrnehmen. Gleichzeitig hat natürlich jeder das Recht auf einen selbstbestimmten Umgang mit der Schwangerschaft.

Einige Mütter sind der Meinung, dass sie auch ohne ärztliche Hilfe befriedigende Ergebnisse erreichen können. 

In den meisten Fällen ist auch keine dringende medizinische Intervention notwendig. Die Entwicklung der pränatalen Diagnostik ist jedoch weit voran geschritten und kann dir so wichtigen Aufschluss über die Gesundheit deines Kindes geben. 

Komplikationen in der Schwangerschaft entdecken – durch pränatale Diagnostik

Vorgeburtliche Untersuchungen erlauben zunächst eine Einschätzung, ob es beim Kind oder der Mutter zu potentiellen Komplikationen kommen kann.

Dann entscheidet man auf Basis der Ergebnisse, ob nachfolgende Tests notwendig sind, um eine eindeutige Diagnose zu stellen. 

Komplikationen in der Schwangerschaft entdecken

Mach dir keine Sorgen wenn es um die Früherkennung geht. Diese Art von Tests führt man regelmäßig und ohne Hinweise auf Probleme aus. 

Sie sind aber aussagekräftig im Hinblick auf mögliche Unregelmäßigkeiten. Sie lassen Rückschlüsse auf eventuelle Probleme beim Fötus oder der Mutter zu. Auch angeborene Defekte kann man dadurch schon erkennen.

Für jede Phase der Schwangerschaft gibt es geeignete Vorsorgeuntersuchungen. Einige sind speziell für das erste Trimester und andere für das zweite gedacht.

In einigen Fällen sind sie besonders hilfreich, zum Beispiel bei sehr großen Mengen Fruchtwasser, bei medizinischen Krankheitsbildern wie Blutarmut, bei angeborenen Defekten oder auch bei bestehendem Risiko einer Fehlgeburt.

Innovative Techniken

Komplikationen in der Schwangerschaft entdecken

Wie bereits gesagt, empfiehlt man Tests zur medizinischen Früherkennung auch dann, wenn die Schwangerschaft normal verläuft. Sie sind hilfreich, um unerwartete Probleme zu entdecken und zu behandeln.

Mit allen Stadien der Schwangerschaft sind Risiken verbunden. Und manche Mütter haben Angst vor bestimmten Tests.

Deshalb werden wir das Vorgehen einiger Untersuchungen kurz beschreiben. Aber wir möchten auch noch einmal betonen, dass jeder selbst darüber entscheidet, ob er diese Methoden nutzen möchte oder nicht.

Ultraschall:

Das ist eine sehr gängige Methode. Schon früh erkennt der Arzt damit eventuelle Komplikationen. Gleichzeitig erhältst du damit das erste Bild deines Babys.

Auch das Geschlecht des Babys bestimmt der Arzt mittels Ultraschall. Im Falle einiger Anomalien, wie einem Herzfehler oder chromosomalen Abweichungen, erkennt man diese mit der Anwendung des Ultraschalls verhältnismäßig früh.

Sonografien oder Ultraschalluntersuchungen der zweiten Stufe führt man durch, wenn ein Verdacht auf eventuelle Geburtsfehler besteht.

Es ist eine nicht-invasive Technik, die mit einem Apparat ausgeführt wird, der Wellen erzeugt. Diese Wellen schaden dem Baby nicht, doch sie erlauben es, in die Gebärmutter hinein zu schauen.

Chorionzottenbiopsie:

Zu diesem Verfahren wird geraten, wenn schon bei einer Routineuntersuchung während des ersten Trimesters Auffälligkeiten erkannt wurden. Auch bei Hochrisiko-Schwangerschaften ist dieser Test empfehlenswert.

Er besteht in der Untersuchung von Gewebe, welches aus dem Mutterkuchen entnommen wird. 

Um eine Probe des Gewebes zu erhalten gibt es zwei mögliche Verfahren: Durch den Muttermund oder durch die Bauchdecke. Darüber wird individuell entschieden.

Dieses Verfahren birgt Risiken, die Mütter manchmal fürchten. 

Und doch ist es ein wichtiges Verfahren, mit dem alle genetischen oder chromosomalen Komplikationen des Fötus ermittelt werden können. Das gilt auch für Mukoviszidose, das Down-Syndrom und das Turner-Syndrom.

Bluttests:

Das ist zwar eine sehr gewöhnliche Untersuchung, doch auch hier hat die Wissenschaft das Spektrum der Diagnostik durch Innovationen bedeutend erweitern können. Beispielsweise können damit bestimmte Proteine im Blut der Mutter gemessen werden. Auch das lässt Rückschlüsse auf chromosomale Auffälligkeiten und mögliche Gen-Defekte zu.

Der Schlüssel bei dieser Methode ist eine spezielle Analyse zur Erkennung hoher oder niedriger Konzentrationen des Plasma Proteins A und des Humanen Choriongonadotropins. Das ist ein Hormon, welches die Mutter in der Schwangerschaft bildet. Auch diese Elemente sind Indikatoren für bestimmte Defekte.

Auch Bluttests dienen also der Früherkennung. Sie sind nicht-invasiv und sehr einfach durch zu führen. Was jedoch fortgeschrittener Methodik bedarf, ist die Analyse der Resultate.

Amniozentese:

 Auch die Amniozentese erlaubt die Untersuchung auf genetische und chromosomale Auffälligkeiten. Die sogenannte Fruchtwasseruntersuchung ist speziell für die Diagnose von Neuralrohrdefekten geeignet.

Typischerweise wendet man dieses Verfahren im ersten Trimester an. Dabei entnimmt man eine sehr geringe Menge Fruchtwasser. Bei der Analyse dieser Flüssigkeit misst man das Aufkommen von Eiweißen wie dem Alpha-1-Fetoprotein und dem Enzym Acetylcolinat.

Mit dem Messen dieser Stoffe können Spezialisten ebenfalls Komplikationen in der Schwangerschaft entdecken. Dazu gehört das Down-Syndrom, Spina Bifida, die Fehlbildung der Bauchspalte (Gastroschisis), oder eine Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).