Was ist Kinderpsychologie? Die Grundlagen

15. Oktober 2019
Die Kinderpsychologie konzentriert sich auf die Entwicklung des Kindes – auf physischer Ebene, aber vor allem auf einem emotionalen Level. Insbesondere geht es dabei um die Untersuchung der Selbstwahrnehmung von Kindern, einschließlich der Umgebung um sie herum.

Die Pädiatrische Psychologie hat sich im Rahmen der kindlichen Entwicklung auf das Studium psychologischer Prozesse im Kindesalter spezialisiert. Die Kinderpsychologie begann im 19. Jahrhundert mit einem eher biologischen Schwerpunkt. Im 20. Jahrhundert erweiterte sich das Feld jedoch um Theorien wie Psychoanalyse, kognitive Psychologie und Konstruktivismus.

Jean Piaget‘s Beiträge setzten mit seiner „Lerntheorie“ die Weichen für die Pädiatrie. Der Psychologe widmete sich der Forschung der verschiedenen Entwicklungsstadien von Kindern. Piaget beschrieb, wie Kinder sich selbst und die Welt um sie herum, ab der Geburt bis zur Pubertät, wahrnehmen.

Wie die Kinderpsychologie Kinder studiert

Mit einem Verständnis, das Kinder als sehr komplex ansieht, deckt diese Disziplin motorische, sprachliche, emotionale, wahrnehmende, physische, kognitive und soziale Aspekte von Kindern ab. Kinderpsychologen können in der einen oder anderen wissenschaftlichen Schule tätig sein und ihre Interventionen auf den Beiträgen jeder Theorie aufbauen.

Die Kinderpsychologie befasst sich mit der Art und Weise, wie jedes Entwicklungsstadium für jedes Kind abläuft, oder umgekehrt, und legt Parameter und Codes (die im Allgemeinen einen weiten Bereich der Relativitätstheorie einhalten) im Bereich der psychischen Gesundheit von Kindern fest.

Ebenso sprechen Kinderpsychologen Kinder in ihrem Umweltkontext an. Natürlich ist es wichtig, die Umgebung zu kennen und zu verstehen, wann eine Diagnose und eine Behandlung erstellt werden soll. Der Fachmann muss also Folgendes feststellen:

Die Kinderpsychologie befasst sich mit der Art und Weise, wie jedes Entwicklungsstadium für jedes Kind abläuft

Einige Themen aus Piaget’s kognitiver Theorie

Um die Pädiatriepsychologie zu verstehen, ist es wichtig zu verstehen, wie der Psychologe Jean Piaget sie dargelegt hat. Grundsätzlich bestand er auf die Theorie, dass Kinder in jedem Alter auf natürliche Weise die Fähigkeit erwerben, bestimmte Probleme zu lösen: motorische, kognitive und emotionale.

Für Piaget wurden die Entwicklungsstadien als kognitive Strukturen verstanden. Diese Grundlagen entwickeln sich im Laufe der Zeit immer in der gleichen Reihenfolge.

Die Idee ist jedoch nicht die, sich auf das Alter des Subjekts zu konzentrieren. Stattdessen ist es wichtig, dass jede kognitive Stufe ohne Überspringen stattfindet. Gleichzeitig muss sich jede Stufe nahtlos in die folgende integrieren.

Die Stadien der kindlichen Entwicklung nach Jean Piaget sind:

  • Das sensomotorische Stadium (0 bis 2 Jahre). Kinder lernen die Welt und ihre eigenen Fähigkeiten durch ihre Sinne kennen.
  • Die voroperative Phase (2 bis 7 Jahre). Kinder können symbolisch denken, was unter anderem das Sprechen ermöglicht. In dieser Phase sind ihre Gedanken jedoch weiterhin egozentrisch. Mit anderen Worten, sie verstehen die Welt nur aus ihrer eigenen Perspektive.
  • Die konkrete Betriebsphase (7 bis 12 Jahre). Kinder können logische und deduktive Prinzipien anwenden. Vergleichsoperationen, wie die Umkehrbarkeit und Anneinanderreihung sind einige Fähigkeiten, die in dieser Phase erworben wurden. Dieses „Lernstadium“ schließt jedoch noch abstraktes Denken aus.
  • Die Phase der formellen Abläufe (ab 12 Jahren). Das Subjekt erwirbt die Fähigkeit, Hypothesen, Projektionen und vollständige formale Operationen während der Pubertät und des Erwachsenenalters zu erstellen.

Aktuelle Trends in der Kinderpsychologie

Heutzutage laufen kulturelle Veränderungen mit schwindelerregender Geschwindigkeit ab. Infolgedessen legen Kinder ein ganz anderes Verhalten an den Tag, als Kinder vor 100 Jahren. Dieser Tage fallen in Bezug auf die kindliche Entwicklung oft Begriffe, wie:

  • Angststörungen
  • Aufmerksamkeitsdefizit
  • Schlafstörungen
  • Depression
  • allgemeine Autismus-Spektrum-Störung
Aufgrund schneller kultureller Veränderungen, werden die traditionellen Theorien der Kinderpsychologie ständig überarbeitet und modernisiert

Diese Störungen führen dazu, dass Kinder nicht auf bestimmte Standardnormen reagieren. Die traditionellen Theorien der Kinderpsychologie werden daher ständig überarbeitet und modernisiert, um sie an die Bedürfnisse neuer und unterschiedlicher Generationen anzupassen.

Die Allgegenwart der Technologie, die Krise der heteropatriarchalen Familie und die Schaffung neuer Familientypen erfordern stets neue theoretische Ansätze aus der Kinderpsychologie.

Auf diese Weise gibt es neue Möglichkeiten, Dinge zu sehen, die sich für Lehrkräfte, Schulen und Lernzentren weiter verändern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine veraltete Definition der Kindheit eine unüberbrückbare Kluft zwischen der neuen und der alten Generation schaffen wird. Infolgedessen wenden viele Experten weiterhin wissenschaftliche Parameter auf die Kindheit an, wodurch sich die Kluft nur noch weiter vergrößert.

Dr. José Méndez-Venegas, Psic. Azareel Maya-del Moral. (2011). Psicología pediátrica. Extraído de: http://www.medigraphic.com/pdfs/actpedmex/apm-2011/apm114g.pdf

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