Nicht immer verhalten wir uns unseren Kindern gegenüber richtig

· 12. März 2019
Manchmal können wir uns ein "Sei still!" oder "Du störst die ganze Zeit!" nicht verkneifen. Wir werden manchmal auch etwas lauter und bereuen es unmittelbar danach herzenstief. Denn wir wissen, dass das nicht richtig war, dass wir die Geduld verloren haben...

Manchmal können wir uns ein „Sei still!“ oder „Du störst die ganze Zeit!“ nicht verkneifen. Wir werden manchmal auch etwas lauter und bereuen es unmittelbar danach herzenstief. Denn wir wissen, dass das nicht richtig war, dass wir die Geduld verloren haben…

Wir alle machen Fehler in der Erziehung. Auch die beste Mama oder der beste Papa sind davor nicht gefeit. Auch wir sind nur Menschen und manchmal gestresst und müde, oder es mangelt uns einfach an Erfahrung. 

Du solltest dir keine Selbstvorwürfe machen. Wenn du dir bewusst darüber wirst, dass du dein Kind nicht richtig behandelt hast, gibt es nur eine Lösung: es um Verzeihung bitten und es beim nächsten Mal anders machen.

Am besten tröstest du dein Kind, um sein emotionales Leid zu heilen, und zeigst ihm, dass auch Mama und Papa sich irren können.

Wir laden dich heute ein, mit uns über dieses Thema nachzudenken.

Nicht immer handeln wir richtig

In der Erziehung versuchen wir oft, die Fehler unserer Eltern zu vermeiden. Wir möchten in Allem perfekt sein und unseren Kindern geben, was wir selbst nicht hatten.

Das ist alles lobenswert, doch du solltest dir über eines im Klaren sein: Du solltest dich in der Erziehung nicht darauf konzentrieren, was du willst, sonder darauf, was dein Kind benötigt. 

Jeder Tag ist eine neue Herausforderung, denn Kinder sind fordernd, neugierig, insistent und auch manchmal anstrengend.

Es ist ganz normal, manchmal auch Fehler zu begehen. Niemand verfügt über das perfekte Erziehungshandbuch und außerdem ist die Umsetzung der besten Tipps im Alltag nicht immer einfach.

Doch es gibt gewisse Dinge, die man berücksichtigen muss.

Mutter und Kind haben nicht korrekt gehandelt

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Was dein Kind braucht ist Geduld

Ohne Geduld ist der Umgang mit einem Kind schwierig. Denn es braucht Zuneigung, Mitgefühl, Liebe, Aufmerksamkeit und Toleranz, und Geduld ist die Grundlage!

Doch kein Buch kann dir Geduld beibringen. Man hat sie oder nicht.

  • Eltern ohne Geduld sind sehr fordernd. Das führt dazu, dass sich das Kind gestresst und unsicher fühlt. Dabei muss man berücksichtigen, dass jedes Kind seinen eigenen Entwicklungsrhythmus, seine eigenen Zeiten und Bedürfnisse hat. Wenn du von ihm Dinge verlangst, die es nicht kann, erreichst du damit nur, dass es frustriert wird.

Wenn du etwas nicht richtig machst, wird es dir dein Kind mit seinem Blick zeigen

Du wirst dir sofort darüber bewusst sein. Die emotionale Reaktion deiner Tochter oder deines Sohnes, ist an ihrem Gesichtsausdruck zu erkennen. Wenn du dein Kind zum Beispiel nicht beachtest, anschreist oder es sich enttäuscht fühlt, sieht man das sofort.

  • Die enge und starke Bindung zu deinem Kind ermöglicht es dir, zu erkennen, dass du einen Fehler gemacht hast. Deine Nerven haben dir einen Streich gespielt, die von dir verwendete Strategie war nicht korrekt.
  • Wir machen manchmal Dinge, weil wir glauben, dass sie gut für unsere Sprösslinge sind. Doch dann werden wir uns bewusst darüber, dass das nicht der Fall ist. Wenn sich dein Kind vor der Dunkelheit fürchtet, solltest du dich zum Beispiel nicht darüber lustig machen und ihm nicht sagen, dass es dafür schon zu groß ist. Du solltest es auch nicht als unwichtig abtun oder dein Kind schimpfen, wenn es unfreiwillig das Bett genässt hat.

Das sind nur kleine Beispiele, bei denen wir Fehler machen können, ohne uns in diesem Augenblick darüber im Klaren zu sein.

Mutter und Sohn

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Um Verzeihung bitten ist sehr wichtig!

Wir bringen unseren Kindern bei, guten Tag zu sagen, danke und bitte zu verwenden und um Verzeihung zu bitten. Auch Erwachsene müssen sich entschuldigen, wenn sie einen Fehler begehen. Sie haben eine wichtige Vorbildrolle!

Dein Kind hat das Recht, um Verzeihung gebeten zu werden, wenn du etwas falsch gemacht hast. Dadurch kannst du das Vertrauen deines Nachwuchses in dich fördern. 

Du zeigst damit, dass das Wohlbefinden deines Kindes deine erste Priorität ist, weil du es liebst. Du möchtest jeden Tag ein bisschen besser sein, als Mensch und als Mutter oder Vater.

All diese Aspekte solltest du berücksichtigen, wenn wieder einmal nicht alles ganz korrekt verläuft. Hier sind ein paar Situationen, die du verbessern kannst:

  • Es ist nicht korrekt, etwas zu versprechen und danach nicht zu erfüllen. Du enttäuscht dein Kind, denn du bist sein Vorbild und musst dich auch so verhalten.
  • Schreien ist keine Lösung, es gibt bessere Wege, zum Ziel zu kommen.
  • Vergleiche dein Kind nie mit anderen.
  • Mache dich nicht über es lustig und kritisiere oder korrigiere es nie vor anderen.
  • Sag deinem Nachwuchs nicht, dass er „tollpatschig“, oder nicht fähig ist, etwas zu tun oder zu erreichen. Zeig ihm, dass Übung den Meister macht.
  • Du solltest deinem Kind auch nicht sagen, dass es stört. Sag ihm lieber, dass du gerade beschäftigt bist und du etwas später für es Zeit haben wirst. 
  • Es ist nicht richtig, Fragen deines Kindes unbeantwortet zu lassen. Auch wenn es viele sind, oder wenn die Fragen komisch oder sinnlos erscheinen. Für dein Kind ist deine Meinung wichtig, du bist sein großes Vorbild.
Mutter liebt ihren Sohn richtig

Sei geduldig und quäle dich nicht selbst, wenn du dich ab und zu irrst. Das Wichtigste ist, dass du dich jeden Tag anstrengst, besser zu sein.