Kann ein Kind mit Asthma Sport treiben?

14. Oktober 2019
Durch körperliche Aktivität lernt ein Kind mit Asthma, angemessen zu atmen. Daher kann Sport für asthmakranke Kinder hilfreich sein.

Kann ein Kind mit Asthma Sport treiben? Diese Frage stellt sich in Familien mit einem asthmakranken Kind häufig. Viele Kinder mit Asthma sehnen sich danach, einer bestimmten Sportart nachzugehen, aber ihre Eltern sind sich nicht sicher, ob dies für ein Kind mit dieser Erkrankung sicher ist.

Du solltest dein Kind mit Asthma nicht daran hindern, an den Sportarten teilzunehmen, die es mag. Im Gegensatz zu dem, was manche denken, ist körperliche Bewegung tatsächlich sogar von Vorteil. Denn der Sport kann dabei helfen, die Atmungsfähigkeit zu verbessern und ein gesundes Gewicht zu halten.

Es ist klar, dass man als Elternteil oder Betreuungsperson immer vorsichtig ist und die Bedingungen abwägen muss, unter denen die sportliche Aktivität ausgeführt wird.

Die anderen Vorteile der Teilnahme am Sport für ein Kind mit Asthma sind körperliches und geistiges Wohlbefinden, sowie ein verbessertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen. Gleichzeitig hilft die Teilnahme an sportlichen Aktivitäten mit anderen Kindern beim Aufbau ihrer sozialen Fähigkeiten.

Als Elternteil solltest du nur sicherstellen, dass das Asthma unter Kontrolle ist, damit dein Kind von den oben genannten Vorteilen profitieren kann. Du solltest auch immer die notwendigen Medikamente zur Hand haben und regelmäßige Kontrollbesuche bei einem Facharzt wahrnehmen.

Was ist Asthma?

Asthma ist eine chronische Erkrankung, bei der es zu übermäßigem Husten, Keuchen und Atembeschwerden oder Atemnot kommt. Es gibt Kinder, die diese Symptomatik aufweisen, wenn sie mit der sportlichen Aktivität beginnen oder kurz nachdem sie diese abgeschlossen haben. Diese Art von Asthma wird als sportbedingtes Asthma oder Sportasthma bezeichnet.

Diese Art von Asthma hindert ein Kind jedoch nicht daran, Sport zu treiben. Im Gegenteil, Bewegung kommt dem Kind tatsächlich zugute. Denn die körperliche Betätigung hat viele gesundheitliche Vorteile für asthmakranken Kinder und wirkt sich zudem positiv auf die emotionale Stabilität der Kleinen aus.

Wichtig ist, dass das Kind und sein Trainer wissen, wann es eine Pause einlegen oder das Training beenden muss.

Empfohlene Sportarten für Kinder mit Asthma

Es gibt eine Vielzahl von Sport- und Freizeitaktivitäten, die von Kindern mit dieser Atemwegserkrankung durchgeführt werden können. Die richtige Aktivität wäre jene, die das Kind am meisten mag.

Andernfalls kann es sein, dass das Kind seinen Zustand als Entschuldigung nutzt, um aufzuhören oder aufzugeben. Wichtig ist, dass sich das Kind wohl fühlt und den Zeitvertreib genießen kann.

Ein Kind mit Asthma kann durch Sport von gesundheitlichen Vorteilen profitieren

Abgesehen vom Tauchen mit Druckluftbehältern (was nicht empfohlen wird), kann ein Kind mit Asthma an jeder Art von Sport teilnehmen. Einige Sportarten rufen weniger Asthmaanfälle hervor als andere, und wir sollten darauf achten, die Symptome eines Asthmaanfalls rechtzeitig zu erkennen.

Wenn die Kinder die körperlichen Anforderungen der Aktivität selbst aushalten, ist es nicht erforderlich, sie vor dem Sport mit Medikamenten zu behandeln. Wenn es andererseits zu Komplikationen während der sportlichen Aktivität kommt, besteht die richtige Reaktion darin, dass die Kinder ihre Arzneimittel 10 Minuten vor Beginn der Aktivität einnehmen.

Die Sportarten, die die meisten Asthmasymptome verursachen, erfordern eine anhaltende Anstrengung im Laufe der Zeit. Folgende Sportarten erfordern beispielsweise viel Anstrengung:

  • Krafttraining
  • Radfahren
  • Leichtathletik
  • Klettern
  • Basketball
  • Rugby
  • Fußball
  • Skaten
  • Eishockey

Diese Sportarten erfordern auch, dass die Spieler viel Energie verbrauchen. Des Weitern lassen diese Aktivitäten nur wenigen Möglichkeiten zum Ausruhen.

Andererseits weisen folgende Sportarten eine geringere Wahrscheinlichkeit auf, einen Asthmaanfall auszulösen, da sich Perioden der Anstrenung mit Ruhepausen abwechseln:

  • Gymnastik
  • Golf
  • Schwimmen und Wasserball in einem überdachten und beheizten Pool
  • Yoga
  • gemütliche Radtouren
  • Wandern
  • Fechten
  • Kampfsportarten (Judo, Karate, Taekwondo)

Aus dem zuvor Erwähnten geht daher klar hervor, dass Kinder mit Asthma Sport treiben können. Sie können ein ganz normales Leben führen und regelmäßig eine Schule besuchen, frei von Episoden und Symptomen der Erkrankung.

Empfehlungen, die zu beachten sind, damit ein Kind mit Asthma Sport treiben kann

  • Es ist wichtig, dass dein Kind 15 Minuten lang ein leichtes Aufwärmen durchführt, bevor es mit dem Sport beginnt.
  • Vermeide unter allen Umständen, dass dein Kind während eines aktiven Asthmaanfalls Sport treibt.
  • Klare Nasengänge. Du solltest sicherstellen, dass das Kind sowohl über die Nase als auch durch den Mund ausreichend atmet.
  • Lasse dein Kind mäßig trainieren, damit der Körper Zeit hat, sich an die Bewegungen und die Art der Atmung anzupassen.
Ein Kind mit Asthma sollte von einem Spezialisten auf diesem Gebiet behandelt werden

  • Vermeide nach Möglichkeit immer kalte und trockene Umgebungen, sowie verschmutzte oder kontaminierte Umgebungen. Du solltest zudem auch Orte vermeiden, an denen Rauch vorhanden ist.
  • Vermeide intensives und langes Training – insbesondere dann, wenn das Kind nicht in der richtigen körperlichen Verfassung oder nicht mit der Anstrengung vertraut ist, die der Sport erfordert.
  • Wende dich an einen Spezialisten für Asthmabehandlung. Falls erforderlich, sollte dein Kind das verschriebene Arzneimittel einnehmen, bevor es körperliche Aktivitäten durchführt. Berücksichtige stets die Schritte, die du als Elternteil oder Betreuungsperson unternhemen kannst, um einen Angriff zu vermeiden.

Kinder mit Asthma können am Schulsport teilnehmen, solange die Lehrer über die Krankheit informiert sind. Das Schulpersonal sollte dem Kind ebenfalls stets dabei helfen, sich wohl zu fühlen.

Bewegung ist notwendig für das Wachstum und die Gesundheit unserer Kinder. Sie davon abzuhalten, an bestimmten Aktivitäten teilzunehmen ist daher ein Fehler, den wir vollständig vermeiden sollten. Betrachte die körperliche Betätigung daher als Teil ihrer Behandlung und genieße ihre Freude am Sport mit ihnen.