Gesundheitsstörungen: Kinder die spät ins Bett gehen sind eher gefährdet

8. August 2018
Was glaubst du: Wie wichtig ist der Schlaf deines Kindes? Lerne hier mehr über die Gesundheitsstörungen, die entstehen können, wenn dein Kind zu wenig Schlaf bekommt.

Es besteht offensichtlich eine klare Verbindung zwischen Schlafmangel und verschiedenen Gesundheitsstörungen. Was Kinder angeht, kann es außerdem zu Schlafstörungen kommen. Im heutigen Artikel erfährst du mehr darüber, warum Kinder, die spät ins Bett gehen, eher unter Gesundheitsstörungen leiden.

Routine ist ein wichtiger Bestandteil wenn es um gesunden Schlaf geht. Wenn Kinder spät ins Bett gehen, gewöhnen sie sich schlechte Schlafgewohnheiten an und sind eher dem Risiko ausgesetzt, Gesundheitsstörungen zu entwickeln.

Schlafmangel hat einen negativen Einfluss auf uns alle, aber in dieser Lebensphase benötigen Kinder im Vergleich zu Erwachsenen mehr Schlaf, um ihre Energiereserven aufzufüllen.

Schlafzeiten je Alter

Es ist wichtig, dass Kinder je nach Alter verschiedene Mengen an Schlaf benötigen. Wenn wir älter und erwachsen werden, reduziert sich unser Schlafbedürfnis von 14 bis 17 Stunden zu nicht mehr als 7 bis 8 Stunden. Zum Beispiel benötigen Kinder im Schulalter im Durchschnitt 10 bis 12 Stunden Schlaf.

Natürlich gibt es bestimmte Zeiten, in denen sich diese Bedürfnisse verändern. Das Wichtigste ist, Schlafgewohnheiten und -längen möglichst zu respektieren.

Je nach dem Alter des Kindes benötigt es folgende Menge Schlaf:

  • Neugeborene bis 12 Monate: Empfohlen werden 11 bis 14 Stunden am Tag.
  • Bis 5 Jahre alt: Zwischen 10 und 13 Stunden pro Nacht.
  • 5 bis 13 Jahre alt: Zwischen 9 und 11 Stunden pro Nacht.
  • 13 bis 17 Jahre alt: Zwischen 8 und 10 Stunden pro Nacht.
Gesundheitsstörungen

Warum leiden Kinder, die spät ins Bett gehen, häufiger unter Gesundheitsstörungen?

Viele Gesundheitsstörungen finden ihren Ursprung im Schlafmangel oder in schlechten Schlafgewohnheiten. Wenn wir Kinder erlauben, spät ins Bett zu gehen, erhöht sich das Risiko, dass sie folgende Störungen entwickeln:

  • Insomnie (Schlaflosigkeit): Wenn Kinder keine gesunde Routine fürs Schlafengehen entwickeln, verinnerlichen sie diese wichtigen Rituale nicht und können keinen erholsamen Schlaf finden. Daher kann es zu leichtem Schlaf, häufigem Aufwachen und schließlich zu vollkommener Schlaflosigkeit führen, wenn ein Kind spät ins Bett geht.
  • Müdigkeit: Wenn die benötigten Stunden Schlaf nicht berücksichtigt werden, kann dies ein Kind sehr müde machen. Die Zeit zum Aufwachen kann unter der Woche gleich sein, doch am Wochenende ist sie eine andere. In beiden Fällen können Kinder keine stabile Nacht- und Tagroutine entwickeln, da sie sich nicht genügend ausruhen konnten.
  • Apathie: Kinder, die Apathie zeigen, können sich ähnlich verhalten als wenn sie unter Depressionen leiden würden. Sie haben zu nichts Lust und zeigen keinerlei Interesse an den Dingen. Ihr emotionaler Zustand ist von ständiger Energielosigkeit geprägt und führt zu mehr Isolation.
  • Angststörungen: Der ständige Mangel an Schlaf kann dazu führen, dass ein Kind Stimmungsschwankungen und Probleme mit Ängsten und Sorgen entwickelt. Gedanken, die Sorgen und Ängste auslösen, werden durch Schlafmangel beibehalten oder sogar vermehrt.

„Die Kunst des Entspannens ist Teil der Kunst des Arbeitens.“
-John Steinbeck

Tipps für das Schlafengehen

Solange normale Schlafmuster beibehalten werden, kann man einem Kind ab und zu erlauben, lange aufzubleiben. Es ist nicht der Sinn der Sache, strikte Regeln ohne Ausnahme aufzustellen, sondern eher flexibel zu sein, wenn es angebracht ist.

Gesundheitsstörungen

Dein Kind sollte erkennen können, wann eine Situation die Ausnahme darstellt und wann sie sich an ihren täglichen Plan halten müssen. Im folgenden haben wir einige Vorschläge, die du anwenden kannst, wenn es darum geht deinem Kind die richtigen Schlafgewohnheiten beizubringen.

Hilfreiche Angewohnheiten

  • Ein fester Zeitplan: Schlafengehen und Aufwachen zu festgesetzten Zeiten. Du kannst gemeinsam mit deinem Kind einen Stundenplan erstellen, auf den ihr euch immer wieder berufen könnt.
  • Eine entspannende Atmosphäre: Das Schlafzimmer deines Kindes sollte ein Tempel der Ruhe sein. Versuche, Ablenkungen wie Fernsehen und Videospiele zu vermeiden. Dein Kind braucht einen Raum, der nur für das Schlafen gedacht ist.
  • Aufs Bett vorbereiten: Bevor dein Kind ins Bett geht, sollte es in einer entspannten Situation sein. Vermeide zu viel Stimulation, zum Beispiel durch Action- oder Horrorfilme oder durch Videospiele. Schlage ihnen lieber vor, etwas zu lesen oder entspannende Musik zu hören.
  • Rede regelmäßig mit ihnen: Falls dein Kind etwas bedrückt, wird dies nicht weggehen, wenn es Zeit fürs Schlafengehen ist. Daher wird empfohlen, dass du mit deinem Kind über alles redest, was es beschäftigen könnte, damit es entspannt ist sobald es Zeit fürs Bett ist.
  • Achte auf die Ernährung: Es ist wichtig, darauf zu achten, was dein Kind isst. Manche Nahrungsmittel sind stimulierend, was einen normalen Zeitplan fürs Schlafen stören kann.

Zusammengefasst solltest du der Schlafroutine deines Kindes genausoviel Aufmerksamkeit schenken wie seiner Ernährung oder seinem Lernen. Auf Dauer erleiden Kinder, die spät ins Bett gehen, Konsequenzen, was ihre Stimmung und täglichen Aktivitäten angeht.