Sollten Eltern die sozialen Medien ihrer Kinder überprüfen?

3. Januar 2020
Social Media sind heute ein wichtiger Bestandteil des Kinderlebens. Aber die Eltern müssen ihren Teil dazu beitragen, dass die Kinder sie sicher nutzen.

Es ist normal, dass Eltern die sozialen Medien ihrer Kinder überprüfen und sicherstellen möchten, dass sie diese sicher und mit Bedacht verwenden.

Social Media spielt heutzutage eine wichtige Rolle im Leben unserer Kinder und sind besonders für Jugendliche sehr wichtig. Die Tatsache, dass ihre Nutzung der sozialen Medien im digitalen Bereich stattfindet, schützt sie jedoch nicht vor Gefahren.

Deine Kinder werden es dir womöglich erlauben, an ihren Erfahrungen mit sozialen Medien teilzunehmen. Dies gilt unter dem Vorbehalt und solange sie das Gefühl haben, dass du nicht versuchst, sie zu kontrollieren.

Genau wie bei Briefen, Notizen, Tagebüchern und Textnachrichten bieten soziale Medien Menschen die Möglichkeit, sich auszudrücken. Deine Kinder werden sie als einen Ort der Privatsphäre sehen. Daher wird die Kommunikation eine Schlüsselrolle dabei spielen, wie Kinder die elterliche Kontrolle in Bezug auf soziale Medien wahrnehmen.

Wie sollten Eltern die sozialen Medien ihrer Kinder steuern?

Dies hängt von deinem Wissen über Social Media ab. Außerdem ist es abhängig davon, ob dein Kind es dir erlaubt, an seinen oder ihren Erfahrungen, und damit verbundenen Zweifeln, teilzunehmen.

Wenn deine Kinder das Gefühl haben, dass du ihre Privatsphäre in sozialen Medien respektierst, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie eine offene Kommunikation mit dir über ihre Online-Aktivitäten aufrechterhalten. Durch diese Art der Teamarbeit hast du somit eine gewisse Kontrolle über die folgenden Aspekte:

User

Wenn wir uns in der Anfangsphase der Nutzung sozialer Medien befinden, neigen wir dazu, mit Freunden und Bekannten zu sprechen und Dinge mit ihnen zu teilen. Dieser Kreis wird sich jedoch im Laufe der Zeit vergrößern und neben Freunden und Familie, schließlich auch andere Benutzer, mit vielen Anhängern und sogar völlig Fremde, umfassen.

Darüber hinaus begehen einige Teenager den Fehler, darum zu konkurrieren, wer die meisten Kontakte in sozialen Netzwerken hat. Deine  Kinder müssen jedoch verstehen, dass sie online die gleichen Vorsichtsmaßnahmen treffen sollten wie auch im wirklichen Leben.

Sie würden beispielsweise keinen zufälligen Fremden, der ihnen auf der Straße zuwinkt, in ihr Leben lassen. Folglich sollten sie daher auch keine Freundschaftsanfragen von Fremden annehmen, die in ihren Social Media-Kreis eintreten möchten.

Persönliche Informationen, Videos, Interessen und Orte sind nur ein Teil der Inhalte, die sich in sozialen Medien verbreiten.

Inhalt

Persönliche Informationen, Videos, Interessen und Orte sind nur ein Teil der Inhalte, die sich in sozialen Medien verbreiten. Ein einfacher Klick auf „Gefällt mir“ kann eine explosive Reaktion auslösen, die weitaus größere Auswirkungen hat, als die Kinder oft erwarten.

Erinnere deine Kinder daher daran, dass wenn einer ihrer Kontakte Inhalte von ihrer persönlichen Seite teilt, auch dessen Anhänger diese Informationen sehen können und so weiter. Daher sollten deine Kinder ihre Datenschutzeinstellungen einschränken. Auf diese Weise beschränken sie die Verbreitung ihrer Inhalte auf ihre eigenen Freunde und Anhänger.

Verhalten

Jugendliche nutzen soziale Medien, um sich zu entspannen und Spaß mit ihren Freunden zu haben. Wie in einem persönlichen Gespräch können sie sich dabei jedoch mit wunderbaren, netten Menschen und sehr giftigen, bösartigen Menschen unterhalten. Deine Kinder müssen daher wissen, wie sie in einer solchen Situation reagieren können.

Eine gute Lösung besteht darin, deinen Kindern beizubringen, wie man toxische oder anstößige Situationen und Belästigungen online erkennt. Ermutige sie dazu, sich an dich zu wenden und dir mitzuteilen, wenn sie eine solche Situation erfahren, um es gegebenenfalls zu melden.  

Nutzung

Denke daran, dass Social Media ein Werkzeug  sind, mit dem sich deine Kinder ausdrücken können. Es gibt Aspekte, die du kontrollieren kannst und dies auch tun solltest, wie z. B. Respekt und die Zeit, die sie in sozialen Medien verbringen. Außerdem solltest du sicherstellen, dass soziale Medien lediglich eine einfache Ergänzung zu ihren realen, sozialen Interaktionen bleiben.

Um zu vermeiden, dass deine Kinder zu sehr von sozialen Medien abhängig sind, solltest du sie dazu ermutigen, andere Interessen zu haben. Zum Beispiel können sportliche, künstlerische oder andere Freizeitaktivitäten dazu beitragen, eine mögliche Isolation und Faulheit zu verhindern.

Eltern und die sozialen Medien ihrer Kinder: Die Risiken im Zusammenhang mit Social Media

Der Artikel From ICT to ICRT bestätigt, dass zwischen Erwachsenen und Jugendlichen eine Lücke besteht, was den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien, wie Social Media anbelangt. Dies ist das erste Risiko, das wir berücksichtigen müssen.

Im Allgemeinen verfügen jüngere Generationen über ein besseres technologisches Verständnis, sodass das Problem darin besteht, wie wir etwas steuern können, das wir nicht vollständig verstehen. Unseren eigenen Wissensmangel können wir daher nur mit klaren und präzisen Informationen ausgleichen, die beide Parteien zusammenbringen.

Heutzutage ist es einfach, Kurse und Workshops für Eltern und Jugendliche zu finden, die dabei helfen, den Umgang mit sozialen Medien zu erlernen. Diese Kurse machen die Teilnehmer auch auf die mit sozialen Medien verbundenen Risiken, wie Sucht und Cyber-Mobbing, aufmerksam.

Heutzutage ist es einfach, Kurse und Workshops für Eltern und Jugendliche zu finden, die dabei helfen, den Umgang mit sozialen Medien zu erlernen.

Eltern und die sozialen Medien ihrer Kinder: Lehre einen verantwortungsbewussten Umgang mit Social Media

Du kannst zu einem positiven Social Media-Erlebnis deiner Kinder beitragen, indem du:

  • deine Kinder in den verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Medien einweist,
  • deine Kinder über die Risiken des Internets informierst und
  • offen mit deinen Kindern über die Online-Welt sprichst, in der sie sich bewegen
  • Garrido-Lora, M., Busquet Duran, J., & Munté Ramos, R.-À. (2016). De las TIC a las TRIC. Estudio sobre el uso de las TIC y la brecha digital entre adultos y adolescentes en España. Anàlisi: Quaderns de Comunicació i Cultura, (54), 44–57. http://doi.org/10.7238/a.v0i54.2953
  • Martínez-Ferrer, B., & Moreno Ruiz, D. (2017). Dependencia De Las Redes Sociales Virtuales Y Violencia Escolar En Adolescentes. International Journal of Developmental and Educational Psychology. Revista INFAD de Psicología., 2(1), 105. https://www.analisi.cat/index.php/analisi/article/view/n54-garrido-busquet-munte