Das Mama-Burnout-Syndrom

30 März, 2019
Das Mama-Burnout-Syndrom resultiert aus täglichem Stress und Überlastung. Die Mutter fühlt sich am Ende ihrer Kräfte und es fehlt ihr an Energie, um ihren Aufgaben nachzukommen. 

Auch wenn es wunderschön ist, Mutter zu sein, kann man sich durch die große Verantwortung manchmal überfordert fühlen. Wenn der Mutter die notwendige Unterstützung fehlt, können Überlastung und Erschöpfung in ein Burnout-Syndrom münden.

Das Mama-Burnout-Syndrom resultiert aus täglichem Stress und Überlastung. Die Mutter fühlt sich am Ende ihrer Kräfte und es fehlt ihr an Energie, um ihren Aufgaben nachzukommen.

Es handelt sich um einen chronisch depressiven Zustand, der in den schwersten Fällen zu sehr unangenehmen Situationen führen kann. Deshalb geht dieses Syndrom weit über eine einfache, kurzfristige Überforderung oder eine vorübergehende Depression hinaus.

Es ist das Ergebnis einer physischen, emotionalen und psychischen Erschöpfung.

Zu den häufigsten Folgen des Mama-Burnout-Syndroms gehören Schlafstörungen, Schwäche, chronische Müdigkeit, Verdauungsprobleme sowie Kopf- und Rückenschmerzen.

Doch auch eine emotionale Distanzierung kann damit einhergehen. Die Mutter fühlt sich in ihrer Rolle nicht mehr wohl und denkt, eine schlechte Mutter zu sein. Sie ist weniger aufmerksam und es fehlt ihr die Kraft, sich für ihr Kind zu engagieren.

Phasen des Mama-Burnout-Syndroms

1. Emotionale Erschöpfung

Die täglichen Pflichten einer Mutter erfordern große körperliche und psychische Ausdauer. Wenn die Mutter dadurch jede Kraft und Energie verliert, fühlt sie eine innerliche Leere und Gleichgültigkeit.

In dieser ersten Phase kann es vorkommen, dass sich die Mutter bereits beim Aufwachen überfordert fühlt und Angst vor ihren unzähligen Aufgaben hat. 

Lesetipp: Eine glücklich erschöpfte Mutter; So sieht die Realität aus

schlafen

2. Emotionale Distanz

Ein natürlicher Abwehrmechanismus treibt die Frau jedoch meist dazu, ihre Aufgaben trotzdem mechanisch weiterzuführen. Doch sie distanziert sich emotional und fühlt sich oft von ihrem Kind, ihrem Ehemann und ihrem täglichen Leben abgeschnitten.

3. Realität

Die Mutter erkennt in dieser Phase des Burnouts die wachsende Kluft zwischen ihrem Ideal der Mutterschaft und der Realität, die sie wahrnimmt.

Der Wunsch, eine perfekte Mutter zu sein, hat nichts mehr mit der Realität zu tun. Sie fühlt sich als Versagerin, verliert ihr Selbstvertrauen und kann sogar aggressives Verhalten gegenüber ihrem Kind entwickeln. 

Hauptursachen des Mama-Burnout-Syndroms

Der Alltag mit Kind stellt viele Frauen vor enorme Herausforderungen, insbesondere wenn sie zusätzlich außer Haus arbeiten. Sie kommen müde nach Hause und möchten trotzdem das Beste für ihr Kind tun. 

Sie stellen sich selbst unter Druck, um in allen Bereichen möglichst perfekt zu sein.

Manchmal ist die Erschöpfung auf das Bedürfnis nach Perfektion zurückzuführen, das manche Mütter haben.

Doch niemand ist perfekt! Du solltest dir nicht zu viel abverlangen, sondern dir in deinen täglichen Aufgaben helfen lassen. 

Die große Enttäuschung

Die Realität der Mutterschaft hat nichts mit der Idealvorstellung zu tun. Alle Verpflichtungen unter einen Hut zu bringen, ist meist sehr kompliziert.

Doch du darfst dich nicht so sehr unter Druck setzen und musst Enttäuschungen akzeptieren. Das Leben besteht aus guten und schlechten Augenblicken. Es muss nicht immer alles perfekt sein. Lass dir helfen und gönne dir auch ab und zu Zeit für dich!

“Es gibt keine Möglichkeit, eine perfekte Mutter zu sein, doch es gibt Millionen von Möglichkeiten, eine gute Mutter zu sein.”

-Jill Churchill-

Wer ist besonders gefährdet für ein Burnout?

Jede Mutter kann an Stress und starker Belastung leiden, ganz egal welchem sozialen Status sie angehört oder ob sie ein Kind oder bereits mehrere hat. Es kann nach der Geburt zu Überlastung und Erschöpfung kommen, oder auch erst Jahre später. 

Mutter-Kind

Verschiedene Risikofaktoren können allerdings die Gefahr für ein Burnout erhöhen. So ist die Belastung beispielsweise bei Zwillingen oder mehreren Kindern mit geringem Altersunterschied weitaus größer.

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Auch alleinerziehende Mütter leiden oft an zu großer Verantwortung, die sie mit niemandem teilen können. Wenn ihnen Unterstützung fehlt, können die unzähligen Aufgaben und Verpflichtungen ebenfalls in ein Burnout münden. 

Was kann man tun?

Du musst akzeptieren, dass niemand perfekt ist, auch du musst es nicht sein. Sprich mit deiner Familie oder mit anderen Müttern, um deine Erfahrungen zu teilen. Lasse dir helfen, du musst nicht alles alleine machen.

Auch professionelle Hilfe ist in vielen Fällen sehr wichtig. Wende dich an einen Psychologen, um einen Ausweg aus diesem dunklen Tunnel zu finden.