Was Eltern über das Coronavirus wissen müssen

21 Mai, 2020
Die Krankheit COVID-19 hat weltweit Alarm ausgelöst. In diesem Artikel erzählen wir dir alles, was Eltern über das Coronaviurs wissen müssen.
 

Heute ist praktisch die ganze Welt in Alarmbereitschaft wegen des neuartigen Coronavirus. Viele Menschen sind verängstigt und in Sorge. Doch es kursieren auch sehr viele Falschinformationen über die Situation. In diesem Artikel erzählen wir dir alles, was Eltern über das Coronavirus wissen müssen. Gerade auch in Bezug auf Kinder und COVID-19.

Was genau ist das Coronavirus?

Zunächst das Grundlegendste, was Eltern über das Coronavirus wissen müssen: Dieses Virus gehört zu einer Familie von Viren, deren Ursprung bisher noch unbekannt ist. Innerhalb dieser Familie gibt es verschiedene Arten.

Das heißt, das neuartige Virus ist ein neuer Stamm des Coronavirus. Die unterschiedlichen Coronaviren können verschiedene Auswirkungen haben: Diese gehen von einer symptomfreien Infektion über eine einfache Erkältung bis hin zu schwerwiegenden Erkrankungen, wie zum Beispiel eine Lungenentzündung. Aber es kann auch zum Tod durch Lungenversagen kommen.

Zuerst identifiziert wurde die durch dieses Virus verursachte Krankheit im Dezember 2019, und zwar in der chinesischen Stadt Wuhan. Die Krankheit trägt den Namen COVID-19. Dieses Virus überträgt sich relativ leicht von Mensch zu Mensch. Daher ist es zu einer schnellen Ausbreitung gekommen und auch zu einem raschen Anstieg der Zahl der neuen Fälle. Inzwischen hat sich das neuartige Coronavirus auf viele Länder der Welt ausgebreitet.

Der Hauptübertragungsweg ist über Tröpfchen. Also über Husten oder Niesen, wobei die dabei gebildeten Tröpfchen dann entweder direkt von Mensch zu Mensch wandern, oder die Übertragung kann auch indirekt über Hände erfolgen, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut oder der Augenbindehaut in Kontakt kommen.

 
Ärztin mit Test auf Coronavirus

Was Eltern über das Coronavirus wissen müssen: Wie gefährlich ist es?

Obwohl die Übertragung von Mensch zu Mensch relativ leicht erfolgt und die Zahl der Infizierten inzwischen sehr groß ist, liegt die Sterblichkeitsrate laut aktuellen Angaben der WHO lediglich bei 3,4 %.

Und bei den Betroffenen zwischen 10 und 49 Jahren liegt die Sterblichkeitsrate nur zwischen 0,2 % und 0,4 %. Ab dem 50. Lebensjahr steigt sie auf mehr als 1 %. Somit scheinen also Kinder sicher zu sein. Denn bisher ist keines an COVID-19 gestorben.

Die höchste Sterblichkeit ist bei bestimmten Risikogruppen in der Bevölkerung zu verzeichnen. Dazu zählen zum Beispiel alten Menschen und solche, die bereits an anderen Krankheiten leiden, außerdem auch Personen, die ein geschwächtes Immunsystem aufweisen.

Was sind die Symptome?

Bei einer Infektion mit dem Coronavirus treten in der Regel Symptome auf, die denen einer gewöhnlichen Grippe sehr ähnlich sind. Dazu gehören die folgenden:

  • Schnupfen
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Abgeschlagenheit
  • Gliederschmerzen
  • Trockener Husten
  • Laufende Nase
  • Fieber und Schüttelfrost
  • Halsschmerzen und Kopfschmerzen
 

Dabei kann eine infizierte Person durchaus auch symptomfrei bleiben. Aber eben auch, wie oben erwähnt, eine grippeähnliche Erkrankung durchmachen. In den schwersten Fällen können schwerwiegendere Komplikationen entstehen. Zu diesen zählen eine Lungenentzündung, oder gar ein Lungenversagen.

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Behandlung und wie man eine Ansteckung verhindern kann

Derzeit gibt es keine wirksame Behandlung für diese Art des Virus. Also konzentriert sich die Behandlung auf die Symptome und man versucht, das Fieber zu senken und die Schmerzen zu lindern. Damit will man erreichen, dass die betroffenen Patienten in einem möglichst guten Allgemeinzustand bleiben.

Außerdem ist es wichtig, auf das Auftreten möglicher Komplikationen zu achten. Insbesondere, wenn es um die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen geht.

Darstellung der Pandemie des Coronavirus

Deshalb ist es in erster Linie wichtig, eine Übertragung von Mensch zu Mensch zu vermeiden. Das Wichtigste dabei ist die richtige Hygiene. Diese muss natürlich zunächst die ganz grundlegende allgemeine Hygiene sein. Darüber hinaus muss man aber bei der Handhygiene besondere Sorgfalt walten lassen. So ist es unerlässlich, sich nach jedem eventuellen Kontakt mit einer infizierten Person oder einem infizierten Gegenstand die Hände zu waschen.

 

Auch ist es ratsam, den Kontakt mit bereits infizierten Personen zu vermeiden. Falls sich dies wirklich nicht vermeiden lässt, ist es wichtig, dabei Augen, Nase und Mund richtig abzudecken.

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Was Eltern über das Coronavirus wissen müssen: Wie betrifft das Coronavirus Kinder?

Zwar ist die Möglichkeit, dass sich Kinder anstecken, genauso groß wie bei Erwachsenen. Aber bei ihnen scheint die Infektion wesentlich milder zu verlaufen. So wurden bei Kindern weniger Komplikationen gemeldet und meist leiden sie nur an den Symptomen einer leichten Erkältung.

Dennoch beabsichtigt beispielsweise der Verband der spanischen Kinderärzte zusammen mit anderen pädiatrischen Einrichtungen, ein Protokoll für die Behandlung und das Management des Coronavirus bei Kindern zu erstellen.

Das Wichtigste ist natürlich, auf jeden möglichen Verdachtsfall zu achten und über einen solchen dann schnell die öffentliche Gesundheitsbehörde zu informieren. Denn so kann man die geeigneten Maßnahmen einleiten und den Fall dann entweder bestätigen, oder einen Ausschluss der Infektion feststellen. Ebenso ist dies wichtig, damit im Falle einer Ansteckung die entsprechenden Anweisungen zur Vermeidung von Ansteckung und Komplikationen erfolgen können.

 
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