Neurodermitis bei Kindern: Wie du Ausbrüche verhinderst

31. Mai 2019
Wenn dein Baby juckende rote Hautausschläge hat, leidet es möglicherweise an Ekzemen. In diesem Artikel erklären wir dir alles, was du über diese Hauterkrankung wissen musst.

Dieses Ekzem ist eine Hauterkrankung, von der etwa 20% der Kinder in den ersten Lebensjahren betroffen sind. Es ist eine sehr häufig vorkommende Krankheit, die mehrere Jahre anhält und mit zunehmendem Alter verschwindet. Erfahre im Folgenden, wie du Ausbrüche von Neurodermitis bei Kindern vorbeugen kannst.

Neurodermitis bei Kindern erkennen

Symptome

Du kannst Ekzeme unter anderem an Hautrötungen, Juckreiz, Schmerzen und Schwellungen im betroffenen Bereich, sowie Eiter erkennen. Daher kann das Erkennen eines Ausbruchs und das Auftragen spezieller Cremes verhindern, dass sich die Symptome verschlimmern.

Alter beim Auftreten von Ekzemen

Diese Krankheit betrifft alle Hauttypen und tritt normalerweise in einem sehr jungen Alter auf. Bei Babys und Kindern sieht die Hauterkrankung jedoch anders aus. Im Allgemeinen betrifft sie bei den Kleinen das Gesicht, den Kopf, die Hände und die Beugen von Ellbogen und Knien.

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Das  Gesundheitsportal der Integral Care Pediatrics erklärt Folgendes: „Bei 60 % der Patienten beginnt es im ersten Lebensjahr, hauptsächlich in den ersten 6 Monaten. In den ersten 5 Jahren entwickeln 85 % und nach 7 Jahren nur 10 % die Krankheit. “

Daher tritt es bei Babys nach 3 oder 4 Monaten auf. Die Hautprobleme treten normalerweise an Wangen, Kopf und Gliedmaßen auf. Einige Mütter verwechseln dabei Windelausschlag mit Ekzemen. In Gegenden, die ständig nass sind, treten jedoch keine Ekzeme auf.

Ekzeme treten oft an Wangen, Kopf und Gliedmaßen auf

In der Kindheit kann es nach 2 Jahren auftreten, wenn du es an Hals, Händen, Knöcheln, Ellbogenbeuge und Gesäß erkennst. Bei hellhäutigen Kindern treten Hautausschläge in der Regel in den inneren Beugen auf. Bei asiatischen und dunkelhäutigen Kindern tritt es jedoch normalerweise am Ellbogen und auf den Knien auf.

Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass das Ekzem in drei Etappen auftritt: Säugling, Kind und Erwachsener.

Neurodermitis bei Kindern: Inaktive und Aktive Phase

Das Ekzem hat zwei Phasen:

  • Inaktiv. Die Haut wird sehr trocken und schuppig sowie empfindlich. Während dieser Zeit kannst du  vorbeugende Maßnahmen ergreifen, um eine Verschlechterung zu verhindern. Wie bereits erwähnt, solltest du den betroffenen Bereich mit speziellen Salben und Feuchtigkeitscremes pflegen.
  • Aktiv. Entzündungen sind intensiver. Eiter und Blutungen durch Kratzen kommen ebenfalls häufiger vor. Außerdem kann sich die Haut entzünden und verhärten.

Wie man Ausbrüche von Neurodermitis bei Kindern verhindert

Auslöser

Um Ausbrüchen von Neurodermitis bei Kindern vorzubeugen, ist es wichtig zu wissen, was die Auslöser dafür sind. Zunächst sollten wir darauf hinweisen, dass diese Krankheit nicht ansteckend ist.

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Wenn wir uns nochmal auf das Gesundheitsportal der Integral Care Pediatrics beziehen, wird dort darauf hingewiesen, dass „bei 70-80 % der Kinder eine familiäre oder persönliche Vorgeschichte von Hauterkrankungen vorliegt“. Daher ist es wichtig, genetische Faktoren zu berücksichtigen.

Faktoren, die zu Neurodermitis bei Kindern beitragen, sind:

  • Trockene Haut
  • Verwendung von Cremes mit Chemikalien, die Reizungen verursachen
  • Herpes und Pilze
  • Kontakt mit Allergenen, Pollen, Staub, Tierhaaren, Lebensmittelvergiftungen usw.
  • Kontakt mit Stoffen, die mit Scheuermitteln gewaschen wurden, sowie mit synthetischen Stoffen wie Nylon, Wolle oder Viskose.

Die klinischen Manifestationen von Ekzemen bilden die Grundlage für die Diagnose, da keine spezifischen mikroskopischen oder Laborveränderungen vorliegen.

–M. Ridao i Redondo, Kinderarzt

Neurodermitis bei Kindern kann durch bestimmte Stoffe ausgeslöst werden

Strategien zur Vorbeugung von Ekzemen

Heutzutage kannst du Corticosteroide und Antibiotika verwenden, um Ausbrüche von Ekzemen bei Kindern zu kontrollieren. Dein Arzt wird jedoch die Ursachen für das Ekzem deines Kindes ermitteln und die beste Option auswählen.

Im Folgenden findest du außerdem einige Maßnahmen, die auf die Vorbeugung von Symptomen abzielen:

  • Kontrolliere die Temperatur: Vermeide übermäßige Hitze.
  • Sorge in dem Bereich, in dem sich dein Kind aufhält, für eine hohe Luftfeuchtigkeit.
  • Lass dein Kind kurze, erfrischende Bäder genießen, um das Schwitzen zu stoppen. Achte dabei darauf, dass das Wasser nicht zu heiß ist.
  •  Verwende beim Baden eine Seife mit saurem pH-Wert und ohne Reinigungsmittel.
  • Tupfe dein Kind nach dem Bad trocken. Vermeide es, dein Kind trockenzureiben.
  • Vermeide Kleidung aus reizendem Material.
  • Trage täglich eine Salbe oder Feuchtigkeitscreme auf die Haut deines Kindes auf.
  • Indem du die Nägel deines Kindes richtig schneidest, kannst du verhindern, dass es sich damit kratzt.
  • Vermeide das Schwimmen in Schwimmbädern, da diese viel Chlor enthalten.

Die spanische Vereinigung für Pädiatrie empfiehlt außerdem,  folgende Maßnahmen zu ergreifen: „Vermeide den Kontakt mit sauren Lebensmitteln (Tomaten, Zitrusfrüchte usw.). Wechsle häufig die Windeln und sei vorsichtig beim Waschen der Kleidung. “

Wenn du jedoch Bedenken hast, solltest du immer deinen Kinderarzt oder Dermatologen zu Rate ziehen. Auf diese Weise erhältst du die richtige Anleitung, um auf die Bedürfnisse deines Kindes einzugehen und sein Ekzem entsprechend zu behandeln.