Wie erkenne ich eine Ohrentzündung bei meinem Baby?

· 24. Februar 2019
Bei einer Ohrentzündung kann es auch zu Fieber und Appetitlosigkeit kommen. Es handelt sich um ein häufiges Leid bei Babys, deshalb ist es gut, darüber informiert zu sein. 

In unserem heutigen Artikel geht es darum, wie man eine Ohrentzündung erkennen kann. Oft wachen Babys dadurch plötzlich in der Nacht auf und weinen lautsie sind reizbarer und lassen sich gar nicht gerne im Ohrbereich berühren.

Insbesondere Erstlingseltern wissen noch nicht, wir sehr sich ihre Schlafgewohnheiten mit der Ankunft des Babys verändern werden. Denn sie sind dann immer in Bereitschaft, insbesondere wenn es krank ist.

Bei einer Ohrentzündung kann es auch zu Fieber und Appetitlosigkeit kommen. Es handelt sich um ein häufiges Leid bei Babys, deshalb ist es gut, darüber informiert zu sein. 

Ist es tatsächlich eine Ohrentzündung?

Es ist nicht immer einfach, eine Ohrentzündung zu erkennen, denn die Symptome sind ähnlich wie beim Zahnen. Doch eine schnelle Behandlung ist sehr wichtig, deshalb solltest du wissen, wie du eine Infektion in den Ohren erkennen kannst.

Folgende Symptome weisen häufig darauf hin:

  • Das Baby ist gereizt, unruhig und aufgewühlt,
  • es hat Fieber,
  • Brechreiz,
  • Durchfall und
  • greift sich häufig an die Ohren.
weinendes Baby mit Ohrentzündung

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Du musst auch bestimmte Umstände berücksichtigen: War dein Kind vor Kurzem krank? Leidet es schon mehrere Tage an den Symptomen? Gibt es andere Kinder in der Umgebung mit denselben Anzeichen (Brechreiz könnte z.B. auch durch Gastritis entstehen, wenn Durchafll dazukommt, könnte es sich um Gastroenteritis handeln usw.)?

Oft wird eine Ohrinfektion durch einen Virus verusacht und heilt von selbst. Doch wenn dein Kind erkältet war oder Grippe hatte, ist die Gefahr für eine Infektion größer. 
Da sich ein Baby noch nicht schnäuzen kann, kann Schleim bis ins Gehör vordringen, was das Risiko für eine Infektion ebenfalls erhöht.

Bei einer Ohrinfektion musst du dein Kind zum Arzt bringen

Wenn du den Verdacht hast, dass dein Baby eine Ohrentzündung haben könnte, und es jünger als 6 Monate ist, solltest du es schnellstmöglich zum Kinderarzt bringen. So kannst du auf Nummer sicher gehen und dein Schatz kann falls nötig richtig behandelt werden. 

Informiere den Kinderarzt über alle Symptome, die du beobachtet hast. Er muss auch wissen, ob dein Baby Medikamente erhält.

Nicht immer sind Antibiotika notwendig. Sie sollten wenn möglich vermieden werden, da sie schädliche Nebenwirkungen haben können. Häufig wird die Entzündung durch Viren ausgelöst, dann sind Antibiotika sinnlos. 

Sprich deinen Arzt gegebenenfalls darauf an, befolge jedoch seinen Rat.

weinendes Baby

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Der Arzt wird feststellen, ob Rötungen, Ausfluss oder Schwellungen am Ohr vorhanden sind. Um dies festzustellen, verwendet er ein Otoskop (Ohrenspiegel). 

Eine Ohrmikroskopie erlaubt darüber hinaus, feinste Veränderungen des Gewebes zu erkennen. Außerdem untersucht der Arzt die Nase und den Nasen-Rachen-Raum mit einem Endoskop. 

Um den Krankheitserreger festzustellen kann der Arzt auch eine Probe des Sekrets entnehmen und im Labor untersuchen lassen.

Meist sind diese Untersuchungen ausreichend, um eine genaue Diagnose zu erstellen.

Während des Heilungsprozesses solltest du die Ohren deines Kindes nur wenn notwendig und sehr vorsichtig berühren. Versuche, es beim Essen so aufrecht wie möglich zu halten. Auch ein Luftbefeuchter ist nützlich, um die Atemwege des Babys zu befreien. 

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