Keuchhusten: Gefahr für Neugeborene

15 März, 2019
Erfahre anschließend, wie du dein Kind vor Keuchhusten schützen kannst. Vergiss nicht, dass eine entsprechende Impfung für dich und für dein Baby sehr wichtig ist! Denn die Zahl der Keuchhustenfälle ist in den letzten Jahren wieder angestiegen, auch in Deutschland.

Keuchhusten, auch Pertussis oder Krampfhusten genannt, ist eine schwere Erkrankung, die durch eine bakterielle Infektion der Atemwege verursacht wird.

Sie äußert sich durch schwere Hustenanfälle mit hohem Tonfall. Beim Einatmen ist ein Pfeifton zu vernehmen.

Obwohl Keuchhustenimpfstoffe die Zahl der Todesfälle deutlich reduziert haben, sterben noch immer viele Säuglinge und Kinder an dieser Krankheit, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden.

Erfahre anschließend, wie du dein Kind vor Keuchhusten schützen kannst. Vergiss nicht, dass eine entsprechende Impfung für dich und für dein Baby sehr wichtig ist! Denn die Zahl der Keuchhustenfälle ist in den letzten Jahren wieder angestiegen, auch in Deutschland.

Ein Baby wird gegen Keuchhusten geimpft.

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Keuchhusten: Übertragungswege

Diese Krankheit ist sehr ansteckend, denn sie wird durch eine Tröpfcheninfektion, das heißt durch Husten, Niesen oder Händeschütteln, übertragen.

Da Babys erst ab 8 Wochen geimpft werden dürfen, hat das Kind keinen Nestschutz, wenn die Mutter nicht gegen Keuchhusten geimpft wurde. Auch schwangere Frauen dürfen geimpft werden.

Keuchhusten: Anzeichen und Symptome

Die anfänglichen Symptome sind gleich wie bei normalem Husten oder einer Erkältung:

  • Laufende Nase
  • Niesen
  • Leichter Husten
  • Leichtes Fieber

Keuchhusten wird jedoch immer stärker und ist durch ein pfeifendes Einatmen zu erkennen. Darüber hinaus kommt es zum Erbrechen und zu Schleimauswurf. Die Augen röten sich und es kann sein, dass Äderchen durch den Hustendruck platzen.

Die quälenden Hustenanfälle treten tagsüber und in der Nacht auf. Der Name der Krankheit ist auf die Atemgeräusche zurückzuführen. 

Doch nicht alle Babys leiden an diesen Symptomen. Bei manchen Kindern sind keine Atemgeräusche zu verzeichnen. Doch sie sind kurzatmig, die Haut verändert sich und nimmt eine bläuliche Farbe an, oder es kann auch zu kurzen Atemaussetzern kommen.

Auch die Lippen und Fingernägel können bei Keuchhusten eine bläuliche Färbung annehmen, da der Körper zu wenig Sauerstoff erhält.

Darüber hinaus kann die Krankheit mit einer Lungenentzündung einhergehen und zusätzliche Atembeschwerden verursachen. Rund die Hälfte der erkrankten Babys muss im Krankenhaus behandelt werden. 

Es handelt sich um eine für kleine Kinder sehr gefährliche Krankheit: Sie werden völlig kraftlos und können daran sterben.

Besondere Risiken bei Säuglingen

Insbesondere für Säuglinge unter einem Jahr birgt diese Krankheit große Gefahren. Oft kommt es zu Komplikationen wie Lungenentzündung, Anfällen oder Hirnschäden. Wie bereits erwähnt, kann die Krankheit tödlich verlaufen. Beim kleinsten Verdacht solltest du dein Kind sofort in die Notaufnahme bringen.

Wie kann man Keuchhusten verhindern?

Eine Impfung ist die beste Möglichkeit, das Kind vor einer Ansteckung zu schützen. Meist wird dafür ein Kombinationsimpfstoff (Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten) verwendet. Es werden vier Impfdosen in Folge verabreicht. 

Danach sollte die Impfung mehrfach aufgefrischt werden. Seit dem Jahr 2009 empfiehlt die STIKO (Ständige Impfkommission) die Keuchhustenimpfung auch für alle Erwachsene.

Der Arzt untersucht die Lunge des Säuglings auf Keuchhusten.

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Lasse dich von deinem Kinderarzt beraten

Bei Verdacht auf Keuchhusten oder bei einem möglichen Kontakt mit einer erkrankten Person solltest du dein Kind trotz Impfung zum Arzt bringen und untersuchen lassen.

Wenn du folgende Symptome beobachtest, bringe dein Kind sofort in die Notaufnahem:

  • Bläuliche oder rötliche Haut, Lippen oder Fingernägel
  • Häufiges Erbrechen und Auswurf von dickem Schleim
  • Pfeifgeräusche beim Einatmen
  • Kurzatmigkeit oder kurze Atemaussetzer (Apnoe)
  • Lethargie

Falls dein Kind Keuchhusten hat und zu Hause behandelt wird, solltest du bei Verkrampfungen, Atembeschwerden oder Anzeichen für Wassermangel ebenfalls sofort den behandelnden Arzt informieren.