Zu viele Spielsachen sind nachteilig für Kinder

9. Januar 2019
Wenn Eltern viel Zeit bei der Arbeit verbringen, versuchen sie oft, dies mit vielen Spielsachen für ihre Kinder wieder gut zu machen. Doch wieviel Spielzeug ist notwendig? Erfahre mehr zu diesem Thema.

Anstatt zu viele Spielsachen brauchen Kinder Zeit, Begleitung und Anleitung von ihren Eltern. Diese arbeiten jedoch oft lange und versuchen dann, den Geschmack und die Bedürfnisse ihrer Kinder zu befriedigen. Dies geht manchmal bis hin zum Syndrom des „verdorbenen Kindes“.

Wenn Kinder älter werden und anfangen, fernzusehen, werden sie oft von der Werbung beeinflusst. Möglicherweise fragen sie dann auch nach neuen Spielsachen oder verlangen, dass ihnen alle Spielzeuge der Welt gekauft werden.

Wenn dies passiert, ist es wichtig, dass die Eltern ein Gleichgewicht finden und ihnen nur das Spielzeug geben, das sie  brauchen, und nicht mehr. Denn zu viele Spielsachen können sich nachteilig auf die emotionale Entwicklung von Kinder auswirken.

Was passiert mit einem Kind, das zu viele Spielsachen bekommt?

Wer Dinge im Überfluss besitzt, wird meist nicht alle Dinge nutzen und dies ist bei Kindern mit zu vielen Spielsachen der Fall. Wenn sie immer mehr Spielzeuge anhäufen, verlieren sie die Freude daran, ein neues Spielzeug zu erhalten und damit zu spielen, bis es ausgebraucht ist.

Kurz gesagt, die Ansammlung von zu vielen Spielsachen kann dazu führen, dass ein Kind zu sehr verwöhnt wird. Ebenso entwickelt es materialistische Ansichten.

Kindern zu viele Spielsachen zu geben, füllt keine Leere

Es ist wohl unbestritten, dass kein Elternteil auf der Welt möchte, dass sein Kind sich in eine materialistische Person entwickelt. Es gibt jedoch viele Verhaltensweisen, die dazu beitragen können.

Eine davon ist die ständige Bombardierung mit Werbung, der die meisten Kinder täglich ausgesetzt sind. Ein weiterer Grund ist der Zeitmangel, den vielen Eltern haben, um mit ihren Kindern zu spielen und zu reden.

Oft entscheiden sich Eltern unbewusst dafür, ihren Kindern viele Spielsachen zu geben, um damit die Zeit, die sie außerhalb des Hauses verbringen, auszugleichen.

Eltern wissen, dass sie Zeit investieren sollten, mit ihren Kindern zu spielen und sie zu begleiten. Denn tatsächlich bevorzugen es Kinder in der Regel, mehr Zeit mit ihren Eltern zu verbringen, als viel Spielzeug zu haben.

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Weniger, aber qualitativ-hochwertige Spielsachen sind besser als ein Übermaß an Spielsachen

Bei diesen Mahnungen geht es nicht darum, den Wert von Spielzeug herabzusetzen. Denn es hat viele kreative Funktionen, die auch zur Entwicklung von Kindern beitragen.

Allerdings ist es jedoch wichtig zu wissen, wie man jedes Spielzeug richtig auswählt, seine Funktionen bewertet und weiß, ob das Kind es wirklich braucht oder verdient.

Wenn wir unseren Kindern Spielzeug zur Gewohnheit machen, nehmen wir ihnen allmählich die Freude daran, sie zu erhalten.

Lerne, die Spielsachen zu begrenzen

Neben der Einschränkung des Spielzeugs, das dein Kind erhält – was auch die Absprache mit Freunden und der Familie umfasst – ist es auch gut, dass du gleichzeitig lernst, es richig auszuwählen.

Denke daran, dass das beste Spielzeug nicht unbedingt das ist, das am meisten kostet oder in der Werbung angepriesen wird.

Stattdessen ist das beste Spielzeug für dein Kind dasjenige, das sich an seine Bedürfnisse und sein Alter anpasst. Gleichzeitig hilft das richige Spielzeug deinem Kind dabei, sich als Person durch die Entwicklung seiner Fähigkeiten und seines Potenzials zu entwickeln.

Spielen ist die Priorität von Kindern. Sie lernen spielerisch sich in der Welt zurechtzufinden, weshalb ihre Beziehung zu Spielzeug so wichtig ist.

Eltern sollten sehr aufmerksam auf die Spiele ihrer Kinder achten. Die Art und Weise, wie sie spielen kann viele Hinweise darauf geben, was ein Kind im Inneren fühlt.

Idealerweise hilft Spielzeug einem Kind, folgende Fähigkeiten zu entwickeln:

  • Vorstellungskraft
  • Kreativität
  • motorische Fähigkeiten
  • logisches Denken usw.

Aus diesem Grund gehen bestimmte Spielzeuge niemals aus der Mode, da sie gesunde Gewohnheiten bei Kindern fördern.

Folgende Aktivitäten und Spiele sind immer in Mode:

  • Radfahren
  • Ball spielen
  • Puppenspielen
  • mit Autos spielen
  • Brett- oder Kartenspiele

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Gleichzeitig helfen die obigen Spiele dabei, den Konsum gegen schöne Zeiten mit der Familie einzutauschen.

Tausche Spielsachen gegen Familienzeit aus

Weitere Familienspiele

Das beste Geschenk, das du deinen Kindern machen kannst, besteht darin:

  • qualitativ-hochwertige Zeit mit ihnen zu verbringen,
  • ihnen beizubringen, den Wert der Dinge zu verstehen,
  • sie zu lehren, dass sie ihre Spielsachen verdienen und nicht als eine Selbstverständlichkeit ansehen,
  • die Zeit zu genießen anstatt Übermaß und schlechte Angewohnheiten anzunehmen.

Und denke daran, dass das „Übermaß an Liebe“, das sich in der Zeit zeigt, die du mit deinen Kindern verbringst, im Gegensatz zum Übermaß an Spielzeug, deine Kinder niemals verziehen wird.

Bevor du also das Kinderzimmer mit zu vielen Spielsachen füllst, solltest du das Leben deiner Kinder mit unvergesslichen Momenten füllen. Denn diese kostbaren Momente werden ihnen positive Erfahrungen ermöglichen.

  • Easterbrook, M. J., Wright, M. L., Dittmar, H., & Banerjee, R. (2014). Consumer culture ideals, extrinsic motivations, and well-being in children. European Journal of Social Psychology. https://doi.org/10.1002/ejsp.2020