Kinderbetreuung und die Rolle des Kindermädchens

21. Oktober 2019
Heute gibt es in vielen Familien eine Kinderbetreuung. Das ist oft ein Kindermädchen, das für die Kinder sorgt, wenn die Eltern nicht da sind. Dann ist es diese Person, die die Kleinen tröstet, ihnen Werte vermittelt und sie erzieht. Daher ist es also wichtig, für diese Aufgabe eine Person zu wählen, die deine Vorstellungen von Erziehung teilt.

Es gibt immer mehr Familien, in denen beide Elternteile außer Haus arbeiten, was die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu einer echten Herausforderung macht. Dafür brauchen Eltern häufig eine Kinderbetreuung. So vertrauen sie die Obhut ihres Nachwuchses beispielsweise einem Kindermädchen an. Dabei ist klar: Der Rolle der Person, die die Kinderbetreuung übernimmt, kommt eine große Bedeutung zu. Oft wird sie fast ein Teil der Familie.

Kinderbetreuung: die Rolle des Kindermädchens

Wenn es nach der Geburt des Kindes um das Thema der Rückkehr an den Arbeitsplatz geht, gibt es mehrere Möglichkeiten für eine Kinderbetreuung. Viele Familien entscheiden sich dafür, ein Kindermädchen oder eine Kinderfrau einzustellen.  Diese kümmert sich dann um die Kleinen, solange die Eltern nicht da sind. Dabei gibt es vor allem einen wesentlichen Unterschied und Vorteil gegenüber anderen Möglichkeiten, wie z.B. einer Kita oder einem Kindergarten: Die Betreuung durch ein Kindermädchen ist ganz persönlich.

Gerade deshalb wird die Person, die die Kinder betreut, zu einer sehr wichtigen Figur für diese. Denn sie ist es, die mit den Kindern den Alltag teilt, den Kleinen zuhört, sie beruhigt und ihnen Zuneigung schenkt. Außerdem kocht sie für sie und versorgt eventuelle Wehwehchen. Manchmal badet sie die Kinder auch und bringt sie ins Bett, wenn ihre Eltern noch nicht da sind.

Daher ist die Bindung, die die Kinder mit ihrem Kindermädchen aufbauen, sehr bedeutend und sie tut ihnen auch sehr gut. Denn das Vorhandensein von gesunden emotionalen Bindungen stärkt das Selbstwertgefühl der Kinder. Das wiederum hilft ihnen, zu kontaktfreudigen und geselligen Personen heranzuwachsen. Auch werden so die Phasen der Abwesenheit der Eltern um einiges leichter.

Wie wählst du eine gute Kinderbetreuung aus?

Wie du gesehen hast, spielt die mit der Kinderbetreuung beauftragte Person eine sehr bedeutende Rolle. Daher ist es also wichtig, dass du dir Gedanken darüber machst, nach welchen Kriterien du ein Kindermädchen auswählst. Welche Qualitäten sollte die Person haben, die einen so wichtigen Platz in der Kindheit unserer Sprösslinge einnehmen wird?

Kinderbetreuung: Junge und Kindermädchen lesen zusammen

Viele Familien stellen ein und dieselbe Person für zwei Aufgaben ein: Nämlich für die Kinderbetreuung und die Hausarbeit. Doch das bedeutet in der Regel, dass die Person keine spezifische Qualifikationen in puncto Kinderbetreuung hat. Daher solltest du möglichst versuchen, diese beiden Aufgaben zu trennen. Wähle eine Kinderfrau mit entsprechender psychologischer, pädagogischer oder frühkindlicher Ausbildung.

Denn besonders wenn es um sehr kleine Kinder geht oder solche, die besondere Pflege brauchen, sollte das Kindermädchen über ausreichende Kenntnisse verfügen. Idealerweise sollte es in der Lage sein, die Entwicklungsstufen der Kinder zu verstehen, damit es sie bestmöglich begleiten kann.

Eltern und Kindermädchen sollten Wertvorstellungen teilen

Auch ist ein weiterer Faktor wesentlich, wenn es um die Wahl der richtigen Kinderbetreuung geht: Eltern brauchen die Gewissheit, dass die Kinderfrau bestimmte Werte sowie Vorstellungen von Erziehung mit ihnen teilt. Oder zumindest, dass sie die gewünschte Erziehungsweise und Normen respektieren und befolgen wird. Denn diese Übereinstimmung ist von ganz grundlegender Bedeutung. Nur so werden sich deine Kinder sicher fühlen und glücklich sein.

Hier findest du einige der wichtigsten Wertvorstellungen, die deine Kinderbetreuung idealerweise mit dir teilen sollte:

Das Kindermädchen sollte nicht autoritär auftreten

So ist es zum Beispiel wichtig, dass die Kinderfrau eine Person ist, die deinen Kindern gegenüber nicht übertrieben autoritär auftritt. Also ihnen nicht bestimmte Dinge aufzwingt, sondern ihnen die Möglichkeit gibt, an Entscheidungen teilzuhaben und zu Vereinbarungen zu kommen.

Das Kindermädchen sollte also dafür sorgen, dass beispielsweise die Geschwister die Freiheit haben, sich miteinander auf ein Spiel zu verständigen. Denn dadurch fördert sie auch, dass die Kinder sicherer auftreten und ein gewisses Durchsetzungsvermögen entwickeln.

Sehr wichtig in der Kinderbetreuung: Empathie

Auch sollte die Kinderfrau in der Lage sein, für deine Kleinen auf emotionaler Ebene da zu sein und ihnen Trost zu spenden, wenn sie es brauchen. Denn die Betreuung der Kleinen bedeutet auch, dass das Kindermädchen eine Bindung zu ihnen aufbaut. Sie gibt ihnen das Gefühl, dass sie gehört, geschätzt und geliebt werden.

Kinderbetreuung: Mädchen und Kinderfrau tanzen vor dem Sofa

Außerdem: positives Auftreten gegenüber den Kindern

Allgemein ist es stets besser, Kinder auf positive Art anzusprechen und ihnen lieber das zu sagen, was sie tun sollen, anstatt sich auf Dinge zu konzentrieren, die sie nicht tun sollen. Also zum Beispiel „Bitte räum dein Spielzeug in die Kiste„. Und nicht „Lass deine Spielsachen nicht hier herumliegen„.

Außerdem hilft es auch, wenn diese Befehle mit einer Erklärung einhergehen. Denn das ermöglicht es den Kindern, aus Überzeugung und nicht aus blindem Gehorsam zu handeln. Also kannst du beispielsweise sagen: „Wenn das Spielzeug auf dem Boden liegt, kann jemand versehentlich darauf treten und dann kann es kaputt gehen.“

Auch wichtig: Selbstbeherrschung

Eine unverzichtbare Eigenschaft im Umgang mit Kindern ist Ruhe und Geduld. Daher sollte also die Person für die Kinderbetreuung angesichts eines Wutanfalls des Kindes nicht die Ruhe verlieren. Sie sollte dem Kleinen den nötigen Raum geben, den es in diesem Moment braucht, um sich auszudrücken. Zudem muss sie natürlich in der Lage sein, das Kind behutsam und respektvoll wieder zu beruhigen.

Der beste Zeitpunkt, um festzustellen, ob die mögliche Kinderfrau deine Vorstellungen von Erziehung mit dir teilt, ist das Vorstellungsgespräch. Dabei solltest du versuchen, mit ihr über verschiedene alltägliche Situationen zu sprechen und so herauszufinden, wie sie darauf reagieren würde. Außerdem ist es interessant darauf zu achten, wie sie über ihre früheren Jobs redet. Denn eine Person mit wahrer Berufung wird ganz sicher mit viel Gefühl und Zuneigung über frühere Familien sprechen.

  • de Piaget, T. D. D. C. (2007). Desarrollo Cognitivo: Las Teorías de Piaget y de Vygotsky.
  • Mayer-Spiess, O. C. (1996). La asertividad: expresión de una sana autoestima. Desclée de Brouwer.