Wie erziehe ich ein indiskretes Kind?

25. Dezember 2018
Ein indiskretes Kind kann sehr unangenehme Fragen stellen, denn in seiner Unschuld hat es noch nicht gelernt, welche Konsequenzen dies haben kann. Doch mit einer guten Erziehung kannst du diese Situationen verhindern. Genau darum geht es in unserem heutigen Artikel. 

Ein indiskretes Kind kann sehr unangenehme Fragen stellen, denn in seiner Unschuld hat es noch nicht gelernt, welche Konsequenzen dies haben kann. Doch mit einer guten Erziehung kannst du diese Situationen verhindern. Genau darum geht es in unserem heutigen Artikel.

Kinder sind manchmal wild und ungezogen, das ist ganz normal. Die Erziehung spielt hier eine grundlegende Rolle, damit Kinder verstehen lernen, dass man sich in bestimmten Situationen richtig zu verhalten hat. Gut erzogene Kinder wissen, Erwachsenengespräche zu respektieren und plaudern auch keine Familiengeheimnisse aus.

Doch ein indiskretes Kind kann sehr peinliche Situationen provozieren, die recht unangenehm sein können. Es kann zum Beispiel unpassende Fragen stellen oder verletzende Bemerkungen über das Äußere einer Person machen. Das kommt sehr häufig vor und Erwachsene sind daran gewöhnt, durch die Geschwätzigkeit von Kindern unangenehme Dinge zu erfahren oder gefragt zu werden. 

indiskretes Kind

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Wie kann man ein indiskretes Kind erziehen?

Es ist wichtig, das Kind positiv zu erziehen, denn wenn es weiß, warum bestimmte Verhaltensregeln wichtig sind, wird es sich auch eher bemühen, sich daran zu halten. Du solltest dein Kind auf seinen Fehler hinweisen und ihm erklären, was es falsch gemacht hat. Betrachte es als eine ausgezeichnete Möglichkeit für das Kind, aus seinen Fehlern zu lernen.

Natürlich können auch die Eltern aus dieser Situation einiges lernen und ihr Kind mit Respekt und Ehrlichkeit erziehen. Es muss wissen, dass andere Rechte haben, die respektiert werden müssen.

Du musst in diesen Situationen sehr geschickt vorgehen, denn wahrscheinlich wollte dein Kind niemanden absichtlich verletzen. Es war vermutlich einfach neugierig und deshalb indiskret. Es hat vielleicht sogar die Wahrheit gesagt, die jedoch unpassend und unfair war. Dein Kind muss erst lernen, dass man gewisse Dinge für sich behalten muss, auch wenn sie wahr sind.

  • Eine gute Gesprächsbasis mit den Eltern ist grundlegend. Das Kind muss auch von klein auf lernen, dass gewisse Dinge, über die zu Hause gesprochen wird, nicht weitererzählt werden. 
  • Wenn du allerdings über ein indiskretes Kind lachst, dann fühlt es sich bestärkt und lernt nicht, dass es einen Fehler gemacht hat. Allerdings ist es auch nicht unbedingt angebracht, mit ihm vor allen zu schimpfen, insbesondere dann nicht, wenn es sich um offensichtliche Dinge handelt. Zum Beispiel wenn es eine Person als „schwarz“ bezeichnet, die tatsächlich schwarze Haut hat.
  • Du darfst das Problem oder die Indiskretion auch nicht einfach ignorieren. Nutze sie, um deinem Kind Werte und richtiges Verhalten beizubringen. Wenn du zu Hause negative Kommentare über eine Person machst, die das Kind dann vor anderen erzählt, wirst du dich zwar sehr schlecht fühlen, doch es liegt trotzdem an dir, dich zu entschuldigen. Vergiss nicht dass du eine wichtige Vorbildrolle hast und dein Kind dich nachahmt.
  • Du solltest Gespräche vermeiden, in denen du negativ über andere sprichst, wenn dein Kind dabei ist. Doch trotzdem muss dein Kind auch lernen, dass es nicht einfach alles, was es hört, weitererzählen kann. 
indiskretes Kind

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  • Du solltest deinem Kind die wichtigsten Werte beibringen, damit es andere respektiert, auch wenn sie eine etwas andere Persönlichkeit haben oder ihr Erscheinungsbild nicht dem Standard entspricht. 
  • Wenn du dich über dein indiskretes Kind ärgerst, musst du ihm erklären, warum das so ist. Es muss wissen, dass die Wahrheit für andere nicht immer erfreulich oder gut ist.
  • Den Grund für den Kommentar zu kennen, ist auch sehr wichtig. Denn meist handelt es sich nicht um Hänseleien. Kinder sagen oft einfach, was sie sehen. Wenn du weißt, welche Absichten dein Kind hatte, kannst du ihm erklären, dass man nicht immer sagen kann, was man denkt.
  • Du bist das wichtigste Vorbild für dein Kind und solltest dementsprechend handeln. So kann dein Kind lernen, was es bedeutet „taktvoll“ oder „einfühlsam“ zu sein. Erzähle deinem Kind Geschichten und Beispiele, damit es besser versteht, worum es geht. Es hat sicher auch schon unangenehme Kommentare gehört und sich dabei unwohl gefühlt. Wenn es sich in die Lage der betroffenen Person hineinversetzen kann, wird dein indiskretes Kind bald ein feinfühliges Kind sein.