Die Narbenpflege nach einem Kaiserschnitt

· 7. August 2018
Die Geburt durch einen Kaiserschnitt beinhaltet eine große Operation. Die Narbenpflege nach einem Kaiserschnitt ist daher sehr wichtig. Was ist der beste Weg um deiner Haut beim Heilen zu helfen?

Die Narbenpflege nach einem Kaiserschnitt ist nicht kompliziert. Du musst also keine Angst haben. Eine regelmäßige Wundversorgung und gründliche Pflege sind die Schlüssel zu einer gesunden Heilung.

Deine Haut bildet neues Gewebe um die Wunde zu schließen. Daher ist die die Vermeidung einer Infektion wichtiger Bestandteil der Narbenpflege nach einem Kaiserschnitt. Auch sonst solltest du immer ein wachsames Auge haben.

In diesem Artikel haben wir ein paar praktische Tipps für die Pflege der Wunde nach dem Kaiserschnitt. So kannst du deinen Körper in seiner Regeneration unterstützen.

Wie die Narbe nach einem Kaiserschnitt verheilt

Frisch gebackene Mütter, die den OP-Saal verlassen, fragen sich sicher wie es an ihrem Bauch aussieht. Die Stelle des Schnitts ist zunächst bedeckt.

In den ersten Wochen muss sorgsam auf die Naht geachtet werden. Es kann sein, dass sie blutet oder sich öffnet.

Der Verband muss regelmäßig ausgewechselt werden. Somit wird einer Infektion vorgebeugt.

Schon nach ein paar Tagen jedoch ist es nicht mehr nötig die Wunde die ganze Zeit zu verbinden. Grundsätzlich ist es nämlich so, dass jede Wunde, die frische Luft bekommt, schneller heilt. 

Der Grund ist, dass Verbände Feuchtigkeit einschließen. Das schafft eine Umgebung in der Mikroorganismen und Pathogene wachsen und sich vermehren.

Sobald die Narbe entstanden ist, wird sie normalerweise flach sein und pink gefärbt. Doch bei 5% der Frauen entsteht nach dem Kaiserschnitt eine keloide Narbe. Das bedeutet, dass die Narbe erhöht ist. 

Diese Form der Narbe ist gekennzeichnet durch eine Wucherung des Narbengewebes. Sie kommt häufiger bei Menschen mit dunkler Haut vor.

Deshalb ist es ratsam, dass Frauen die durch einen Kaiserschnitt entbunden haben zu regelmäßigen Check-ups nach der Geburt gehen. 

Ein medizinischer Experte wird die Bildung einer keloiden Narbe frühzeitig erkennen. Daher kann er auch geeignete Maßnahmen ergreifen um dies zu verhindern.

Narbenpflege nach einem Kaiserschnitt

Pflege deine Haut schon während der Schwangerschaft

Schon während der Schwangerschaft kannst du deine Haut pflegen. So wirst du die Narbe nach einem Kaiserschnitt einfacher pflegen und eine keloide Vernarbung eher verhindern können.

Verwende eine gute Feuchtigkeitspflege oder eine Lotion mit Aloe Vera. So bewahrst du die Spannkraft der Haut. Sie kann sich dann besser dehnen, reißt nicht und regeneriert sich demzufolge nach einem Kaiserschnitt schneller.

Auch deine Ernährung kann deiner Haut etwas Gutes tun. Schwangere sollten viel Protein essen und viel Flüssigkeit zu sich nehmen.  

Viel Obst und Gemüse werden dein Immunsystem stärken. Zusätzlich beugen sie Verstopfung vor.

“In den ersten Wochen nach einem Kaiserschnitt muss die frisch gebackene Mama gut auf die Narbe achten, falls diese blutet oder sich öffnet.“

Narbenpflege nach einem Kaiserschnitt: Die tägliche Hygiene

Den Bereich um die Narbe täglich zu reinigen ist entscheidend für die Vorbeugung einer Infektion. Du kannst den Bereich mit warmem Wasser und einer milden Seife reinigen. Dabei führst du ganz sanfte Bewegungen aus und übst nicht viel Druck aus. 

Was du hingegen meiden solltest sind Duschgels mit Duftstoffen, Peelings oder auch antibakterielle Seifen. All das trocknet die Haut aus.

Danach solltest du sicherstellen, dass die Narbe trocken bleibt. Feuchte Haut kann ein Nährboden für Bakterien sein. Mit sauberen Gaze-Tüchern kannst du den Bereich abtupfen.

Wenn du die Wunde wäschst und reinigst, solltest du schnelle Bewegungen vermeiden, die deine Bauchmuskeln anspannen. Jede zu rasche Bewegung kann den Heilungsprozess verlangsamen.

“Wasch den Bereich um die Wunde mit warmem Wasser und einer milden Seife und wende dabei sanfte Bewegungen an.“

Lass frische Luft an die Narbe

Eine Wunde zu verbinden schafft ein feuchtes Mikroklima. Das verlangsamt zum einen die Heilung und begünstigt zum anderen potentielles Wachstum von Bakterien.

Je länger du frische Luft an die Wunde lassen kannst, desto schneller und einfacher wird der Heilungsprozess sein.

Wenn du allerdings ausgehen musst, dann kann Kleidung reiben und die Haut reizen. Verwende deshalb Gazetücher die du mit hypoallergenem Tape fixierst.

Narbenpflege nach einem Kaiserschnitt

Weiche Baumwolle trägt sich jetzt am besten

Während der Heilungsphase wirst du dich am wohlsten fühlen in weicher, leichter Kleidung, die nicht eng anliegt. Sehr gut ist Baumwolle. Was du nicht tragen solltest sind dicke Stoffe und Kunstfasern, denn diese binden wiederum die Feuchtigkeit, die die Bildung von Bakterien begünstigt.

Wenn es jedoch kalt ist, kannst du auch einfach ein Top aus Baumwolle als unterste Schicht tragen und darüber etwas anderes.

Entscheidend ist, dass kein Stoff der in Kontakt mit deiner Haut kommt eine allergische Reaktion auslöst oder sonst die Wundheilung beeinträchtigt.

Jede Frau ist anders und so heilt auch jeder Körper anders. Zur Narbenpflege nach einem Kaiserschnitt gehört auch, dass du dich auf deinen Körper und deine Bedürfnisse konzentrierst.

Deine erste Anlaufstelle sollte dein Hausarzt sein. Er kann dir allgemein umfassende Informationen zum Wochenbett und der Regeneration des Körpers nach der Geburt geben.