Wissenswertes über die Fontanelle und ihre Funktionen

6. Mai 2019
Bei der Geburt liegen noch Knochenspalten vor, die durch Bindegewebe überbrückt werden. Sie befinden sich an jenen Stellen, an denen drei oder mehr Knochenplatten des Schädels zusammenkommen.

Als Fontanelle des Babys bezeichnet man eine Knochenspalte im Schädel, die durch Bindegewebe geschützt wird und normalerweise bis zum 2. Lebensjahr verknöchert. Erfahre heute mehr zu diesem Thema, das Eltern von Neugeborenen oft Sorgen bereitet.

Die Fontanelle

Bei der Geburt liegen noch Knochenspalten vor, die durch Bindegewebe überbrückt werden. Sie befinden sich an jenen Stellen, an denen drei oder mehr Knochenplatten des Schädels zusammenkommen.

Auch wenn es mehrere Fontanellen gibt, sind Fonticulus posterior (kleine Fontanelle) und Fonticulus anterior (große Fontanelle) die bekanntesten.

Fonticulus posterior

Diese kleine dreieckige Fontanelle befindet sich an der Hinterseite des Schädels und schließt sich im 3. Lebensmonat. Bei vielen Kindern ist diese Knochenspalte jedoch bereits bei der Geburt geschlossen. Oft bemerken die Eltern diese Knochenspalte gar nicht.

Fonticulus anterior

Die Fontanelle schließt sich in den ersten Lebensmonaten.

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Die große Fontanelle befindet sich auf dem Schädel, im vorderen zentralen Bereich, und ist rautenförmig. Sie schließt sich üblicherweise bis zum zweiten Lebensjahr. 

Welche Funktion hat eine Fontanelle?

Die Knochenspalten sind wichtig bei der Geburt. Während das Kind durch den Geburtskanal gleitet, ermöglichen die Fontanellen das Übereinanderschieben der Knochenplatten, was die Geburt erleichtert.

Nach der Geburt haben die Fontanellen weitere Funktionen. Sie ermöglichen beispielsweise das Wachsen des Kopfes während das Gehirnvolumen zunimmt. 

Bei den kinderärztlichen Kontrolluntersuchungen tastet der Kinderarzt die große Fontanelle ab, um Informationen über die Entwicklung des Kindes zu erlangen und Krankheiten auszuschließen (zum Beispiel Kraniosynostose, bei der die frühzeitige Schließung der Knochenspalte das Wachstum des Schädels und des Gehirns behindert).

Wenn die Fontanelle zu weit geöffnet oder gewölbt ist, deutet dies meist auf einen zu großen Hirndruck und zu viel Flüssigkeit (Hydrocephalus) hin. Wenn sie zu tief eingesunken ist, kann dies auf einen Flüssigkeitsmangel hinweisen. 

Vorgewölbte oder eingesunkene Fontanelle: Muss ich mir Sorgen machen?

Vorgewölbte oder eingesunkene Fontanelle: Muss ich mir Sorgen machen?

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Bei einer vorgewölbten oder eingesunkenen Fontanelle solltest du dein Kind ärztlich untersuchen lassen. Es muss nicht unbedingt ein Problem vorliegen, doch du solltest auf Nummer sicher gehen.

Manchmal pulsiert die Fontanelle gleichzeitig mit dem Herzschlag, wölbt sich beim Erbrechen, Weinen oder bei Anstrengungen und sinkt ein, wenn das Kind aufrecht und ruhig verweilt. Das ist kein Grund zur Sorge! 

Ein attraktiver Körper verspricht eine schöne Seele. 

-Socrates-

Wenn die Fontanelle die ganze Zeit gewölbt ist, musst du dein Kind zum Kinderarzt bringen, um es untersuchen zu lassen.

Wie entfernt man den Schorf an der Fontanelle?

An der großen Fontanelle entstehen oft Schuppen oder Schorf, der nicht einfach zu entfernen ist. Wenn du Milchschorf an dieser Stelle beobachtest, kannst du wie folgt vorgehen: 

Verwende Watte und befeuchte sie mit etwas Babyöl. Entfernte damit ganz sanft den Schorf. Lass das Öl ein paar Minuten wirken, damit es einfacher geht. Danach kannst du mit der sanften Babybürste vorsichtig über diese Stelle bürsten. Führe dabei immer kurze Bewegungen von hinten nach vorne durch.

Abschließend kannst du deinem Baby die Haare wie gewohnt waschen. Übe dabei keinen starken Druck aus.