Achtung! Dehydrierung bei gestillten Babys

· 29. April 2018
Der Körper deines Babys besteht zu etwa 75% aus Wasser. Babys können Wasser jedoch schlechter als Erwachsene speichern. Sie verlieren viel Flüssigkeit durch Urin, Stuhlgang, Schweiß, Weinen und sogar beim Atmen.

Eine Dehydrierung bei gestillten Babys kann zu einem ernsten Problem werden. Du solltest die Symptome kennen, damit du so schnell wie möglich reagieren kannst.

Obwohl die gesamte verlorene Flüssigkeit durch regelmäßiges Füttern ersetzt werden kann, reicht ein kurzer Blick auf den Inhalt der Windel, um zu verstehen warum sie so regelmäßig gefüttert werden müssen. Mit dieser Methode kannst du auch herausfinden, wann dein Baby mehr Flüssigkeit aufgrund eines höheren Verbrauchs benötigt.

Anzeichen einer Dehydrierung bei gestillten Babys

Flüssigkeitsverluste sind normal. Sie werden bei jedem Füttern aufgefüllt. Manchmal nimmt dein Baby jedoch nicht genug Flüssigkeit auf.

Bei der Fütterung mit der Flasche kann man leicht erkennen, wie viel Milch ein Baby getrunken hat. Für stillende Mütter kann es schwierig sein zu ermitteln, wie viel ihr Baby genau getrunken hat.

Wie kannst du also herausfinden, ob dein Baby genug Flüssigkeit bekommt und was sind die Anzeichen eines Flüssigkeitsmangels?

Die Anzeichen einer Dehydrierung bei gestillten Babys sind folgende:

  • trockener Mund und trockene Lippen
  • trockene Schleimhäute (z. B. die Nasenlöcher)
  • weniger als 6 nasse Windeln über einen Zeitraum von 24 Stunden
  • wenig Drang zur Nahrungsaufnahme
  • eingefallene Fontanelle (der weiche Teil des Kopfes)
  • beim Weinen fließen keine Tränen
  • Gereiztheit
  • dunklerer und konzentrierter Urin
  • die Haut ist trocken, schlaff und nimmt bei Druck nicht sofort wieder ihre Form an
  • eingesunkene Augen
  • Trägheit
Fieber kann Ursache für Dehydrierung bei gestillten Babys sein

Ursachen einer Dehydrierung bei gestillten Babys

Eine der häufigsten Ursachen einer Dehydrierung bei gestillten Babys ist es, sie nicht zwischen 8 und 12 Mal pro Tag und wann immer das Baby danach verlangt zu stillen. Auch wenn das Baby nicht zum Stillen aufwacht, solltest du es tagsüber und nachts regelmäßig dazu wecken.

Denke daran, dass dein Baby ständig Flüssigkeit verliert, die ersetzt werden muss, auch wenn es nicht danach verlangt.

Ein weiterer häufiger Grund für eine Dehydrierung bei gestillten Babys ist, dass sie nicht richtig an der Brust sitzen. Wenn das Baby beim Füttern nicht richtig andockt, bekommt es nicht genug Milch, egal wie sehr es das versucht. Das kann auch zu weiteren Problemen bei Baby und Mutter führen.

Es kann auch passieren, dass die Mutter nicht genug Milch produziert. Es kommt wahrscheinlich nicht so häufig vor wie du denkst, jedoch produzieren manche Mütter wirklich nicht viel Milch.

Wenn du Anzeichen einer Dehydrierung bemerkst oder dein Baby nicht so viel zunimmt, wie es sollte, solltest du Gegenmaßnamen ergreifen. Dazu gehört die ergänzende Fütterung mit der Flasche oder der Versuch, die Produktion von Milch bei der Mutter zu steigern.

Ein weiterer Grund für eine Dehydrierung bei gestillten Babys ist die Verweigerung der Fütterung. Dafür kann es verschiedene Gründe geben. Zum Beispiel kann das Baby Probleme haben, guten Halt an der Brust zu finden oder die Milchgänge der Mutter sind verstopft.

Es kann auch Magenschmerzen aufgrund von Blähungen oder Verstopfungen haben oder andere gesundheitliche Probleme (wie z. B. eine verstopfte Nase).

Ein Flüssigkeitsverlust durch Fieber oder Durchfall ist eine weitere häufige Ursache für eine Dehydrierung und kann mit einer Appetitlosigkeit aufgrund einer Krankheit einhergehen.

Starke Hitzeeinwirkung durch hohe Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit oder zu viel Zeit im Freien bei Hitze, können zu starkem Schwitzen führen. Dadurch verdunstet mehr Feuchtigkeit über die Haut deines Babys.

Gegenmaßnahmen bei einer Dehydrierung

Die Behandlung einer Dehydrierung bei Babys hängt von der Ursache und dem Schweregrad des Mangels ab. Bei einem leichten Flüssigkeitsmangel reicht es in der Regel aus, das Baby häufiger zu füttern, dabei die Symptome im Auge zu behalten und sicherzustellen, dass sie verschwinden.

Aufenthalt im Krankenhaus bei Dehydrierung bei gestillten Babys

Ist das Baby allerdings krank und der Flüssigkeitsmangel wird schlimmer, kann ein Aufenthalt im Krankenhaus notwenig sein, um eine intravenöse Verabreichung von Flüssigkeit zu ermöglichen. Gehe zu deinem Arzt oder in die Notaufnahme, wenn dein Baby eines der folgenden Symptome hat:

  • keine nassen Windeln innerhalb von sechs oder mehr Stunden
  • dein Baby ist sehr empfindlich und gereizt
  • es ist ungewohnt träge
  • kalte und/oder fleckige Hände und Füße
  • sehr trockene Schleimhäute, trockener Mund, rissige Lippen und trockene Augen.