Koliken vermeiden – wir zeigen dir 3 Wege

· 4. April 2018
Nichts lässt eine Mutter so verzweifeln wie das Weinen ihres Kindes. Das wiederum ist eines der häufigsten Symptome einer Kolik. Sie manifestiert sich in einem kontinuierlichen Wehklagen ohne offensichtlichen Grund. Wir geben Rat wie man Koliken vermeiden kann.

Nichts lässt eine Mutter so verzweifeln wie das Weinen ihres Kindes. Das wiederum ist eines der häufigsten Symptome einer Kolik. Sie manifestiert sich in einem kontinuierlichen Wehklagen ohne offensichtlichen Grund. Wir geben Rat, wie man Koliken vermeiden kann.

Ein großer Mythos ist, dass Koliken vor allem bei der Fütterung mit angerührter Milch auftreten. Sie kann genauso bei Babys, die gestillt werden auftreten, auch wenn Kuhmilch sicherlich mehr Blähungen verursacht als Muttermilch. Wir haben Tipps für dich wie du Koliken vermeiden kannst.

Neben der Art von Milch ist bei der Entstehung von Krämpfen auch ausschlaggebend, dass das Baby trinkt und dabei Luft schluckt. Oftmals ist es so, dass sich dieses Unwohlsein nachts äußert und so noch einmal eher an den Nerven der Mutter zerrt.

Kinderärzte diagnostizieren eine Kolik, wenn ein ansonsten gesundes und gut ernährtes Baby mindestens drei Stunden pro Tag,  an 3 von 7 Tagen und für mindestens 3 Wochen am Stück, schreit.

Koliken treten bei Babys sehr häufig auf

Aus statistischen Daten von Kinderärzten geht hervor, dass 30% der Koliken durch übermäßige Luft im Bauch verursacht werden. Zwischen 15% und 40% aller Babys leiden in den ersten 4 Monaten ihres Lebens unter einer Kolik. Danach verflüchtigt sich das Auftreten plötzlich.

Wie ein Baby gefüttert wird ist ein entscheidender Faktor. Schon dadurch können sich Koliken vermeiden lassen. Die Haltung der Mutter aber auch die des Kindes ist wichtig. Ebenso spielen die Positionierung der Brust oder der Flasche eine Rolle. „Es ist ideal, wenn die Frau bequem und ruhig sitzt und das Baby ebenso“, so die Kinderärztin Libia Segura.

Segura beschreibt eine Kolik als untröstliches Weinen, das am Nachmittag schlimmer wird. Dazu kommen Symptome wie ein aufgeblähter Bauch, gebeugte Beine, das Erröten der Haut und geschlossene Fäuste. All das sind klare Anzeichen für eine Kolik.

Koliken vermeiden

Koliken vermeiden – das sind 3 Techniken

Die alltägliche Pflege eines Babys kann sehr anstrengend sein. Aus diesem Grund wollen viele Eltern das Baby, nachdem es gefüttert und eingeschlafen ist, gleich ins Bett legen. Das ist der erste Fehler.

Auch wenn dein Baby einschläft, ist es sehr sehr wichtig, dass du ihm dabei hilfst, noch aufzustoßen. Dafür haben wir dir 3 mögliche Techniken, die sehr hilfreich sein werden.

Auf den Rücken klopfen

Um das Baby zum Aufstoßen zu bringen, muss sein Bauch auf deiner Schulter liegen. Sobald du es über die Schulter gelegt hast, klopfe ihm mit gewölbter Hand sanft auf den Rücken, damit es Luft loswerden kann.

Auch gut ist, wenn deine Hand aufwärts wandert, während du dies tust. So wird es die Luft besser heraus lassen können und entspannt bleiben. Dann kann das Baby auch leichter einschlafen, wenn der Rülpser geschafft ist.

Die Beine bewegen

Wenn du danach seinen Bauch berührst und fühlst, dass er leer, hohl oder voller Luft ist, dann mache Folgendes: Lege dein Baby auf eine flache Oberfläche, zum Beispiel dein Bett und bewege seine Beine. Abwechselnd streckst du seine Beine aus und schiebst sie dann wieder in Richtung Bauch zurück, das Ganze ungefähr 10 Mal.

Du kannst die Beine auch abwechselnd bewegen, so als ob es Fahrrad fahren würde. Oder aber du bewegst beide Beine kreisförmig in Richtung des Uhrzeigersinns.

Diese Bewegungen stimulieren die inneren Organe und helfen so, die Gase die beim Milchtrinken erzeugt werden, aus zu stoßen. Das ähnelt dann der gesunden Bewegung, die Erwachsene nach dem Essen ausführen, um ihre Verdauung zu unterstützen.

Koliken vermeiden

Bauchmassage

Auch eine Bauchmassage hilft dem Baby durch Aufstoßen Gase, die eine Kolik verursachen können los zu werden. Du kannst den Bauch deines Baby mit zärtlichen aufwärts gerichteten oder kreisenden Bewegungen streicheln. Es ist auch tatsächlich bewiesen, dass eine Massage im Uhrzeigersinn dabei hilft, Koliken zu erleichtern.

Anti-Kolik Medikation

Wenn all diese Maßnahmen nicht wirken, dann könnte eine Medikation sinnvoll sein.

Am besten verwendest du etwas, was dein Kinderarzt dir verschrieben hat. Üblicherweise wird das vor dem Füttern verabreicht. Das Medikament wird dann das Ausstoßen von Luft unterstützen und so Koliken verhindern.

All diese Techniken sollten regelmäßig angewandt werden. Dann wirst du effektive Resultate sehen und deinem Kind helfen, besser zu schlafen. Und du kannst dadurch deine täglichen Aufgaben mit einem Lächeln in Angriff nehmen.