Was ist die Fantasie von Kindern?

Die Fantasie von Kindern ist einmalig. Kinder sind außergewöhnlich gut darin sich Dinge vorzustellen und ihre eigene Welt zu erschaffen. In diesem Artikel beleuchten wir die verschiedenen Phasen dieser Vorstellungskraft und wie du sie animieren kannst.

Fantasie und Intuition sind Hauptcharakteristika der Kleinen. Die Fantasie von Kindern kommt jeden Tag auf irgendeine Weise zum Tragen.

Die Fantasie von Kindern ist eine Eigenschaft die sie charakterisiert. Es ist ihr ganz eigener Weg mit der Umgebung zu kommunizieren. 

Gang egal wie die Realität aussieht, Kinder haben ihre eigene Wahrnehmung. Ihre Fantasie nimmt sie an der Hand und führt sie gewissermaßen durch eine ganze Reihe von Erlebnissen.

Hier in diesem Beitrag werden wir all die Dinge entdecken die von der wunderbaren Fantasiewelt eines Kindes herrühren.

Die Fantasie von Kindern – was ist das eigentlich?

Was dieses Wort für uns verkörpert ist irgendwie merkwürdig und schwer zu greifen. Warum ist das so? Der Grund ist, dass sie Fantasie ein Konzept ist, bei dem Grenzen und Logik nicht existieren.

Fantasie geht aus Impulsen und dem permanenten Bedürfnis den Kosmos zu erweitern hervor. Man will hinter das schon Bekannte blicken und auch Dinge, die nicht direkt greifbar sind, erfassen.

Die Fantasie von Kindern erreicht ihren Höhepunkt, wenn sie originelle und geistreiche Ideen haben . Dazu sagen wir auch „weiter denken“.

Fantasie von Kindern

Charakteristika der Fantasie von Kindern

Fantasie besteht aus 2 Faktoren. Einer davon ist extern (die Umgebung eines Kindes), der andere intern (ihr Eindruck von der Welt).

Diese zwei Faktoren entwickeln sich dadurch, dass sich ein Kind Wissen aneignet. Beide helfen dabei zu lernen und Beziehungen einzugehen.

Deshalb können wir sehen, dass ihre Fantasie aktiv ist wenn sie spielen, Geschichten erzählen, essen oder sich anziehen. Ihre Wahrnehmung und ihre Subjektivität gehören zu den erstaunlichsten Produkten ihrer Fantasie.

Fantasie und Vorstellungsvermögen

Es gibt tatsächlich einen Unterschied. Die Vorstellungskraft geht aus der Wahrnehmung eines Menschen hervor und der Neuerfindung der Realität. Die Fantasie dagegen stammt aus dem Einfallsreichtum des Denkens. 

Deshalb hängt die Fantasie nicht mit der Umgebung zusammen. Auch wenn Fantasie und Vorstellungskraft zusammen hängen ist es wichtig, dass wir beide unterscheiden. Sie entwickeln sich in verschiedenen Phasen der Kindheit.

Auch ein Teenager verfügt noch über Vorstellungskraft, wenn auch nicht mehr so offensichtlich. Die Fantasie jedoch verschwindet schon ein bisschen früher in der Kindheit. Das ist der Grund warum es so wichtig ist, dass Kinder ihre frühe Kindheit genießen und ausleben können.

Die Entwicklung der kindlichen Fantasie

Das Gehirn eines Babys ist sehr komplex. Das liegt daran, dass  alle Verbindungen im Gehirn, die für den Rest des Lebens bestehen bleiben werden, noch im Entstehen sind. Die Verbindungen, die oft genutzt werden, bleiben bestehen. Andere hingegen verschwinden nach und nach.

Viele Studien deuten deshalb auf die Bedeutung der ersten drei Lebensjahre eines Babys hin. Das ist die perfekte Zeit, um viele verschiedene Erlebnisse in der Kindheit zu fördern.

Man empfiehlt Aktivitäten wie das Hören von Musik in verschiedenen Sprachen, Lesen, Spielen, Laufen und anderen Dinge, die die Entwicklung des Gehirns begünstigen. Diese Reize werden auch dabei helfen die Vorstellungskraft auszubilden.

Wie diese bei Babys entsteht ist ziemlich schwer zu erklären. Die Vorstellungskraft wird aktiv, wenn wir Kinder in Szenarien versetzen in denen sie sich als Handelnde erkennen.

Das kann zum Beispiel sein, wenn ein Elternteil oder Lehrer seine Fantasie benutzt um eine Geschichte zu erzählen. Das wird dabei helfen, dass ihr Gehirn „Verbindungen der Vorstellungskraft“ entwickelt.

Das Vorstellungsvermögen von 1- bis 3-Jährigen

Die Vorstellungskraft von Kindern in diesem Alter basiert hauptsächlich auf Nachahmung. Deshalb werden ihre ersten Erlebnisse in denen Fantasie zum Tragen kommt Nachahmungen von Situationen sein, die um sie herum geschehen. 

Wenn ein Hund bellt, werden auch sie bellen wollen. Diese Art der Imitation hilft ihnen, ihre Vorstellungskraft zu entwickeln.

Im Kindergartenalter

In dieser Phase erscheinen archetypische Muster in ihren Spielen. Einige Kindern werden ihre Puppen umsorgen, füttern und baden als ob es echte Babys wären.

Im Grundschulalter

Jetzt greift ihr Instinkt und veranlasst die Kinder dazu sich in der Gruppe zusammen zu tun und zu spielen. So können Kinder gemeinsam fantasievoll sein. Ihre Neugier, dabei immer etwas Anderes zu kreieren ist ihr Antrieb.

Bei Schulkindern ist die Phase der Nachahmung vorbei. Jetzt können sie schon wagemutiger sein. Ihre Vorstellungskraft wird jetzt auch abstrakter sein.

Fantasie von Kindern

Autistische Kinder und deren Vorstellungskraft

Etwas was typisch für Autismus ist, ist der Widerstand zu lernen. Autistische Kinder vermeiden die Realität beziehungsweise flüchten vor ihr. Sie ziehen sich zurück und leben täglich in einer Welt, die sie sich selbst erschaffen. Nur sie selbst haben auch einen Zugang zu ihr.

Wie autistische Kinder sich Dinge vorstellen ist viel komplexer. Außerdem ist es für Menschen in der Umgebung weniger offensichtlich, da sie gar nicht oder nur wenig sprechen. Teilweise sind autistische Kinder auch in ihren motorischen Fähigkeiten eingeschränkt.

Ihre Vorstellungskraft geht aus Logik und Vernunft hervor, deshalb kann sie ganz anders sein und sich auch anders äußern. Das ist ein Feld, in dem Neurowissenschaftler noch viel forschen.

Wie kannst du die Vorstellungskraft eines Kindes anregen?

  1. Bring deinem Kind bei, es selbst zu sein.
  2. Erlaube ihm, seine Fähigkeiten zu entdecken und zu erproben.
  3. Bring ihm bei neue Dinge zu lernen.
  4. Ermutige es zu Spielen oder spielt gemeinsam. Dann können Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

Fehlende Vorstellungskraft

Der Verlust des Selbstwertgefühls, fehlende Ermutigung und zu strenge Erziehungsmuster können zu einem fatalen Verlust von Vorstellungsvermögen führen. Das gilt für die Schule und auch das Zuhause.

Eltern müssen sich bewusst sein, dass ihr Umgang mit den eigenen Kindern und die Beurteilung Konsequenzen haben. Wer Kinder ständig nach Ergebnissen beurteilt oder ihnen gar keinen Freiraum lässt auch Dinge zu tun, die für uns nicht logisch erscheinen, schränkt sie ein.

Es ist also wichtig, Kinder auch frei entdecken zu lassen. Gib ihnen den Freiraum selbst zu wählen was sie mögen und womit sie sich wohl fühlen.

Das wird ihnen helfen ihr Selbstbewusstsein wieder zu erlangen und schlussendlich ihre Vorstellungskraft beflügeln.

 

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