Warum Babys spucken und was kann man tun?

· 2. Dezember 2018
Die meisten Kinder hören damit normalerweise wieder ganz von selbst auf, noch bevor sie 12 Monate alt sind. 

Dass Babys spucken ist ein häufiges Thema in der Nachsorge, doch es handelt sich um ein ganz normales Verhalten, das keine weiteren Auswirkungen hat.

Die meisten Kinder hören damit normalerweise wieder ganz von selbst auf, noch bevor sie 12 Monate alt sind.

Doch es gibt auch ein paar Tipps, die hilfreich sein können, um Spucken nach dem Milchtrinken zu verhindern.

In den ersten Lebensmonaten kommt es häufig vor, dass das Baby nach dem Trinken die Milch wieder ausspuckt.  Etwa 40% der gesunden Babys gehören zu den so genannten Speihkindern.

Die ausgespuckte Flüssigkeit enthält gewöhnlich nur eine geringe Menge Milch. Sie besteht hauptsächlich aus Speichel und Magensaft.

Die meisten Babys hören damit auf, noch bevor sie 12 Monate alt werden. Außerdem hat das Spucken beim Baby keinen Einfluss auf sein Wachstum und seine Entwicklung.

Manche Babys übergeben jedoch nach der Fütterung so viel Milch, dass es ihr Wachstum beeinflussen kann. Aus diesem Grund sollten Babys, die häufig brechen, regelmäßig gewogen werden.

Das Spucken wird nicht durch eine Allergie oder Nahrungsmittelintoleranz verursacht. Es tritt bei  Babys sehr häufig auf und erfordert keine zusätzliche Behandlung, auch wenn dir die Menge sehr reichlich vorkommt.

Es gibt jedoch einige Tipps, um das Spucken bei Babys zu vermeiden. Erfahre hier mehr darüber.

Ursachen für das Spucken beim Baby

Bei Säuglingen hat das Erbrechen von Nahrung zwei Hauptursachen: die Unreife des Verdauungssystems und seine ausschließlich flüssige Ernährung. Es kann jedoch auch andere Gründe geben. In der Tat ist es ein unvermeidliches Phänomen bei allen kleinen Kindern.

Die Hauptursache für das Spucken ist eine schlechte Koordination der Speiseröhre. Sie hat die Aufgabe, das Essen zu lagern, zu desinfizieren und dann portionsweise in den Dünndarm zu schicken.

Normalerweise wird diese Aktivität perfekt durch den Magenverschluss-Muskel reguliert, ein ringförmiger Muskel, der an der Passage zwischen Magen und Speiseröhre platziert ist. Zieht sich der Muskel zusammen, wird verhindert dass Nahrung in den Mund zurückkehrt.

Bei Babys funktioniert dieser Muskel jedoch noch nicht perfekt. Dadurch kann die Speiseröhre teilweise offen bleiben und die geschluckte Milch in den Mund zurücktreten.

Das Spucken verschwindet sobald sich der Magenverschluss-Muskel perfekt zusammenzieht, um das Essen in den Magen zu schieben und sich dann zu verschließen.

Ursache für das Spucken beim Baby ist, weil der Schließmuskel des Magens noch nicht richtig funktioniert. Deswegen sollte es nie zu große Milchmengen zu sich nehmen.

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Was tun, um das Spucken beim Baby zu vermeiden?

Manchmal gibt das Baby mehr als gewöhnlich Milch wieder von sich, besonders wenn es mit der Flasche gefüttert wird. Befolge diese Tipps, um das zu vermeiden:

  • Nach dem Essen muss das Baby ein Bäuerchen machen, um die Luft, die es beim Stillen geschluckt hat, auszustoßen.
  • Vermeide es, ihm große Mengen Milch zu geben und seinen Magen exzessiv zu füllen.
  • Mache Pausen während des Essens, damit das Baby aufstoßen kann.
  • Stelle sicher, dass du den richtigen Sauger verwendest und dass der Milchfluss korrekt ist.
  • Stille das Baby, bevor er sehr hungrig ist. Das verhindert, dass es gierig trinkt und so große Luftmengen verschluckt.
  • Wenn das Baby mit der Flasche gefüttert wird, kannst du der Milch verdickende Substanzen hinzufügen, um sie weniger flüssig zu machen. Das begrenzt normalerweise das Spucken.
  • Die Einführung von festen Nahrungsmitteln beim Abstillen verringert gewöhnlich das Spucken.
  • Du kannst auch Anti-Reflux-Milch probieren oder die übliche Milch mit einem Verdickungsmittel verdünnen.
  • Vermeide es, kurz nach dem Füttern das Baby zu sehr zu bewegen und mit ihm zu spielen.
  • Es ist am besten, dem Kind keinen Fruchtsaft anzubieten. Seine Säure kann Magenrückfluss verursachen.

Die meisten Kinder hören damit normalerweise wieder ganz von selbst auf, noch bevor sie 12 Monate alt sind.

Wann solltest du dir Sorgen machen?

In den meisten Fällen ist das Spucken beim Baby kein Anlass zur Sorge. Es gibt jedoch einige Symptome, auf die du achten solltest:

  • Das Baby hat Wachstumsprobleme.
  • Es weint viel zwischen den Mahlzeiten.
  • Schlafprobleme.
  • Infektionen treten auf.
  • Das Spucken ist häufig und wird von Durchfall begleitet.
  • Das Baby hat Fieber.
  • Spuren von Blut beim Ausspucken.

Das Spucken beim Baby sollte nicht mit Erbrechen verwechselt werden.
Wie unterscheidet man das Spucken von Erbrechen?

Im Gegensatz zum Spucken ist das Erbrechen durch heftiges Ausstoßen vom Mageninhalt gekennzeichnet. Es ist wichtig zu wissen, wie man den Unterschied zwischen Erbrechen und Spucken erkennt, da ersteres auf eine ernsthaftere Krankheit hinweisen kann. Zudem verursacht Erbrechen Dehydration.

Im Allgemeinen ist gelegentliches Erbrechen, wenn es nicht von anderen Symptomen begleitet wird, unbedenklich.

Diese Tipps zur Vermeidung von Spucken können sehr hilfreich sein. Wenn das Kind jedoch größere Mengen an ausspuckt, solltest du auf jeden Fall mit ihm zum Arzt gehen!