Lebenswichtige Unterstützungssysteme für dein Baby: Plazenta, Nabelschnur und Fruchtblase

Jedes dieser drei Teile formt sich einzig und allein, um das Leben des heranwachsenden Fötus zu ermöglichen. 
 

Die Entwicklung eines Babys im Mutterleib benötigt lebenswichtige Unterstützungssysteme, welche sich aus der Plazenta, der Nabelschnur und der Fruchtblase zusammensetzen.

Dieses System erhält das Baby am Leben und sorgt für sein Wachstum. Jeder Teil dieses Trios hat eine spezielle und unersätzliche Funktion für eine erfolgreiche Schwangerschaft.

Dieses System benötigen alle Babys, doch die genannten Organe wirken bei keinen anderen Prozessen mit. Sie formen sich erst, wenn die Schwangerschaft beginnt. 

Jeder dieser drei Teile formt sich einzig und allein, um das Leben des heranwachsenden Fötus zu ermöglichen.

Wenn eine Mutter ein weiteres Kind bekommt, bilden sich neue lebenswichtige Unterstützungssysteme für das neue Baby.

Falls eine Mutter mit Zwillingen oder sogar noch mehr Babys schwanger wird, kann es sein, dass diese sich die Plazenta teilen. In den meisten Fällen hat jedes Baby seine eigene Fruchtblase und seine eigene Nabelschnur.

Nur bei identischen Zwillingen kann es sein, dass sie sich eines dieser Organe teilen. 

Lebenswichtige Unterstützungssysteme: Die Plazenta, die Nabelschnur und die Fruchtblase

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Die Plazenta

Die Plazenta ist ein Organ, welches am Uterus klebt und mittels der Nabelschnur mit dem Baby verbunden ist. Die Funktion der Plazenta ist die Versorgung mit Schwangerschaftshormonen, wie zum Beispiel dem humanen Choriongonadotropin (hcG).

 

Sie produziert ebenfalls Progesteron und Östrogen. Dieses Organ trägt die Verantwortung, eine Verbindung zwischen Mutter und Baby herzustellen, um die Blutzirkulation zu gewährleisten. 

Das Blut, welches durch den Fötus zirkuliert, kommt von der Mutter, wird aber durch die Plazenta gesteuert. Dieses Blut ist der Kanal, der Sauerstoff und Nährstoffe von der Mutter zum Fötus transportiert.

Bevor du gezeugt wurdest, wollte ich dich. Ehe du geboren wurdest, liebte ich dich. Bevor du eine Stunde alt warst, wäre ich für dich gestorben. Das ist das Wunder der Liebe. 

– Maureen Hawkins – 

Die Ausscheidungen des Babys werden ebenfalls über die Blutbahn transportiert. Allerdings mischen sich dank der Plazenta diese beiden Flüssigkeiten nicht miteinander. 

Nachdem das Baby geboren wurde, wird die Plazenta abgestoßen. Ihre Arbeit ist vollbracht. Dieser Vorgang wird als Plazentaaustreibung oder Nachgeburt bezeichnet.

Durch diese lebenswichtige Unterstützungssysteme können ernsthafte Probleme für das Baby auftreten, falls sie zu irgendeinem Zeitpunkt während der Schwangerschaft ausfallen. 

Lesetipp: Risiken einer retinierten Plazenta

Wenn dein Baby sich in deinem Leib entwickelt, steigt der Druck auf die Plazenta und das führt häufig zu Blutungen und anderen Komplikationen.

 

Die Nabelschnur

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Sie ist die lebenswichtige Verbindung zwischen der Plazenta und dem Baby. Wie wir bereits erklärt haben, ist die Plazenta so etwas wie die Kommandozentrale zwischen Mutter und Baby.

Die Nabelschnur ist verantwortlich dafür, die nötigen Informationen hin und her zu bringen. Wie eine Brücke.

Das Organ besteht aus Blutgefäßen, welche aus einem Teil kleiner Arterien und einer großen Vene bestehen. Die beiden Arterien transportieren das Blut zur Plazenta, während die Vene das Blut zurück zum Fötus leitet.

Ein weitere interessanter Artikel: Eigenschaften und Funktionen der Nabelschnur

Eine Nabelschnur wird normalerweise bis zu 60 cm lang. Der Sinn in der Länge besteht darin, dem Baby möglichst viel Freiheit in seinen Bewegungen zu lassen.

Seine Beschaffenheit verhindert mögliche Verletzungen durch die Bewegungen des Fötus.

Während der Schwangerschaft kommt die Nabelschnur mit heraus und ist mit dem Baby und der Plazenta verbunden, nicht mit der Mutter. 

Die Schnur wird abgeschnitten und der größte Teil davon wird verworfen. Das Nabelschnurblut kann in einem Stammzelldepot aufbewahrt werden.

Das andere Ende verheilt an der Haut des Babys und wird zu seinem Bauchnabel.

Die Fruchtblase

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Sie ist ein Organ, welches voller Fruchtwasser ist. Ihre Aufgabe ist es, das Baby während der Monate der Schwangerschaft zu beherbergen.

Sie dient zum Schutz und ist gleichzeitig Spielzimmer und Zuhause deines Babys.

Das Baby entwickelt sich in der Fruchtblase unter Umständen, welche die Natur allein bestimmt.

Die Zusammensetzung der Fruchtblase ist ideal, denn sie erlaubt dieser in der Schwebe zu bleiben, ermöglicht aber gleichzeitig Mobilität und Schutz vor äußeren Einwirkungen. 

In der Fruchtblase herrscht eine konstante Temperatur von ca. 37,6°C, um die bestmöglichsten Bedingungen für das Baby zu schaffen.

Um am effektivsten zu sein, muss die Temperatur in der Fruchtblase etwas über der Körpertemperatur der Mutter liegen.

Die Menge an Flüssigkeit in der Fruchtblase erhöht sich, je weiter sich das Baby entwickelt. Nach 10 Wochen Schwangerschaft enthält sie ca. 30 ml Flüssigkeit. Nach 36 Wochen ist diese Menge auf ca. 1 Liter angestiegen.

Diese Flüssigkeit verlässt den Körper der Mutter erst, wenn es Zeit für die Geburt ist.

Tatsächlich tritt sie noch vor dem Baby aus und dieses findet sich dann zum ersten Mal in einer ungeschützten Umgebung.

Trotzdem bleibt das Baby noch durch die Nabelschnur mit der Plazenta verbunden. Diese beiden Organe sind weiterhin lebenswichtige Unterstützungssysteme.

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