Was ist Vaginal Seeding?

Wie wir alle wissen, erhält das Baby bestimmte Dinge nicht, sobald ein Kaiserschnitt durchgeführt wird. Dieses Verfahren bezweckt, die Menge an Darmbakterien zu erhöhen, um das Risiko bestimmter Krankheiten zu senken.
Was ist Vaginal Seeding?

Letzte Aktualisierung: 21. September 2018

Vaginal Seeding ist ein weit verbreitetes Verfahren, dass zunehmend bei Kaiserschnitten angewendet wird.

Dabei entnimmt man etwas Vaginalflüssigkeit der Mutter und trägt es dem Baby auf Haut, Augen und in den Mund auf. Bisher wenden es Krankenhäuser noch nicht routinemäßig an und Ärzte sind sich über einen Nutzen nicht einig.

Der Zweck dieser Prozedur ist es, das Baby allen Bakterien auszusetzen, die im Geburtskanal der Mutter präsent sind.

Wie wir alle wissen, erhält das Baby bestimmte Dinge nicht, sobald ein Kaiserschnitt durchgeführt wird. Dieses Verfahren bezweckt, die Menge an Darmbakterien zu erhöhen, um das Risiko bestimmter Krankheiten zu senken.

Risiken, die Vaginal Seeding mit sich bringt

Einige Spezialisten glauben, dass diese Prozedur Schlimmeres mit sich bringt, als eine mögliche Erkrankung an bestimmten Krankheiten.

Sie sagen, dass Vaginal Seeding Infektionen wie Gonorrhoe und Herpes-Simplex-Virus übertragen könnte. 

Diese Vorgehensweise kann aufgrund der Art der Substanz zu Infektionen beim Baby führen. Laut Experten gibt es eine Reihe von Risiken, die vielen Eltern nicht bewusst sind.

Eine der Hauptgefahren, laut Ärzten, ist eine mögliche Übertragung von schädlichen Bakterien wie Streptokokken der Gruppe B. Diese können das Baby dem Risiko gefährlicher Infektionen aussetzen.

Spezialisten sagen, dass sie gezwungen waren die Prozedur abzubrechen, da die Mutter Genital Herpes hatte. Diese Technik hat also ihre Vorteile, birgt aber in einigen Fällen auch Risiken.

Was ist der Ursprung dieser Prozedur?

Nachdem Studien herausfanden, dass Kaiserschnitt-Babys einem etwas höheren Risiko ausgesetzt sind, an bestimmten Krankheiten zu erkranken, begann man damit Vaginal Seeding durchzuführen.

Während der Kindheit traten Probleme wie Übergewicht, Allergien oder bestimmte innere Krankheiten auf. Man begann in Australien mit dieser Vorgehensweise, um Kaiserschnitt-Kinder zu schützen.

“Es gibt viele Wunder im Universum, aber das Meisterwerk der Schöpfung ist das mütterliche Herz.”

– Ernest Bersot –

Vaginal Seeding - Vaginal-Seeding-1
Einige Experten fanden heraus, dass Kaiserschnitt-Babys ein anderes Mikrobiom, also eine andere Gruppierung von Mikroorganismen in ihrem Körper haben, als vaginal zur Welt gekommene Babys.

Weil sie den Bakterien im Geburtskanal nicht ausgesetzt sind, entwickelt sich ihr Immunsystem anders. Diesen Unterschied bringt man mit der Entwicklung von Übergewicht oder bestimmten Allergien, wie Asthma, in Verbindung.

Das Risiko von Vaginal Seeding könnte die Vorteile überwiegen

Ärzte erklären, dass Babys, die mit Hilfe eines Kaiserschnitts geboren werden, ein anderes Mikrobiom entwickeln, als vaginale Geburten.

Diese Geburten haben ein höheres Risiko an Krankheiten des Immunsystems oder des Verdauungstraktes zu erkranken. Daher schlagen sie Vaginal Seeding vor, obwohl nicht alle Spezialisten damit einverstanden sind.

Tatsächlich glauben viele, dass es durch Vaginal Seeding mehr Risiken, als Vorteile gibt. Sie raten zum Stillen, um das Mikrobiom des Babys zu entwickeln. 

In allen Fällen kann das Baby den nötigen Schutz durch das Stillen erhalten, ohne es den Risiken auszusetzen.

Vaginal Seeding - Vaginal-Seeding
Experten debattieren weiterhin über die Wirkung und Vorteile des Vaginal Seeding. In einigen Ländern ist diese Praktik weiter verbreitet, besonders in jenen, wo weniger Kaiserschnitte durchgeführt werden.

Es kann einen Zusammenhang zwischen Kaiserschnitten und Krankheiten durch einen Mangel an bestimmten Darmbakterien geben. Allerdings weiß man noch nicht, ob eine Übertragung der Bakterien der Mutter zum Baby, dieses auf eine sichere Weise beeinflusst. 

Experten warnen Krankenhäuser, dass Vaginal Seeding nicht an Neugeborenen durchgeführt werden soll. Man glaubt, dass es einige Risiken birgt, die sich nicht lohnen.

Andere Vorgehensweisen, wie Stillen, sind empfehlenswerter und haben stärkere Vorteile für die Entwicklung des Mikrobioms des Babys.