Die Selbstkontrolle bei Kindern verbessern: 3 Techniken

06 März, 2020
Selbstkontrolle bei Kindern ist für die richtige Entwicklung unabdingbar. Daher ist es wichtig, den Kleinen zu helfen, an der Selbstbeherrschung zu arbeiten, da sie im täglichen Leben so wichtig ist.
 

In diesem Artikel stellen wir drei Techniken vor, mit denen du die Selbstkontrolle bei Kindern verbessern kannst.

Selbstkontrolle bei Kindern ist die Fähigkeit, ihr Verhalten richtig zu steuern und ihre Emotionen, Gefühle und Gedanken zu verwalten. Kleinkinder und Kinder müssen diese Fähigkeit jedoch erst noch entwickeln. Deshalb müssen sie die Selbstkontrolle erlernen, daran arbeiten und sie durch bestimmte Übungen trainieren.

Die Techniken und Aktivitäten, die du im Folgenden kennenlernst, können sowohl für deine Familie als auch in der Schule von Vorteil sein. Und das ist großartig, da dies die Umgebungen sind, in denen Kinder am meisten lernen.

„Selbstkontrolle ist Stärke. Der richtige Gedanke ist Können. Ruhe ist Macht.“

– James Allen –

3 Techniken zur Steigerung der Selbstkontrolle bei Kindern

Selbstkontrolle bei Kindern ist die Fähigkeit, ihr Verhalten richtig zu steuern und ihre Emotionen, Gefühle und Gedanken zu verwalten.

1. Die Ampeltechnik, um die Selbstkontrolle bei Kindern zu verbessern

Die Ampeltechnik hilft den Kleinen, ihre eigenen negativen Impulse, Verhaltensweisen und Emotionen zu verstehen und damit umzugehen. Diese Technik verwendet das Symbol einer Ampel und lehrt Kinder, angesichts verschiedener Situationen, in denen sie sich wütend oder frustriert fühlen, angemessene Lösungen zu finden.

 

In diesem Sinne können sich Kinder an die Farben der Ampel erinnern, wenn sie sich in einer dieser Situationen befinden. Jede Farbe entspricht dabei einer bestimmten Aktion:

  • Rot: Höre mit allem auf und nimm dir einen Moment Zeit, um tief zu atmen und dich zu beruhigen.
  • Gelb: Überlege dir mögliche Alternativen.
  • Grün: Ergreife Maßnahmen und setze die beste Lösung um.

Wie du siehst, ist diese Technik für die Kleinen einfach und leicht zu verstehen. Durch die Verwendung lernen Kinder, die Empfindungen zu erkennen, die vor einem impulsiven Verhalten auftreten, und lernen, sich zu beruhigen. Im Gegenzug gelingt es ihnen, ihre Konflikte zufriedenstellend zu lösen und angemessen zu handeln.

Schließlich kannst du mit deinen Kindern ein Spiel spielen, um ihr Verständnis der Technik wirklich zu testen – und sie dann auch vertiefen. Du kannst beispielsweise verschiedene potenzielle Situationen, in denen sie auf die Technik zurückgreifen müssen, ausleben und diskutieren, um zu sehen, wie sie reagieren würden.

2. Erkennen, was richtig und was falsch ist

In dieser Übung arbeiten Kinder daran, ihr Verhalten zu regulieren, basierend auf ihrem Wissen darüber, welche Verhaltensweisen angemessen und welche unangemessen sind. Um die Übung in die Praxis umzusetzen, sollten sich die Kinder eine Reihe von Piktogrammen ansehen, die eine Vielzahl von guten und schlechten Verhaltensweisen darstellen.

Dann sollten die Kleinen die Bedeutung jedes Piktogramms beschreiben, das sie beobachten. Wenn die Bedeutung für sie schwer zu interpretieren ist, kannst du ihnen dabei helfen. Zuletzt kannst du sie bitten, die Piktogramme (oder Verhaltensweisen) wie folgt zu unterteilen:

 
  • Auf einem grünen Stück Farbkarton sollten sie die Verhaltensweisen platzieren, die sie für akzeptabel halten.
  • Auf einem roten Stück Farbkarton sollten sie die Verhaltensweisen platzieren, die sie für inakzeptabel halten.
Selbstkontrolle bei Kindern ist für die richtige Entwicklung unabdingbar. Daher ist es wichtig, den Kleinen zu helfen, an der Selbstbeherrschung zu arbeiten, da sie im täglichen Leben so wichtig ist.

„Letztendlich ist die einzige Kraft, nach der der Mensch streben sollte, die, die er über sich selbst ausübt.“

– Elie Wiesel –

3. Die Selbstkontrolle bei Kindern verbessern mit der Wenn… dann… Übung

Die Übung Wenn… dann… erhöht die Selbstkontrolle bei Kindern, indem sie ihnen beim Nachdenken hilft. Hier denken sie darüber nach, wie sie sich angesichts einer Reihe hypothetischer Situationen verhalten würden.

Dazu erhalten Kinder ein Blatt Papier, auf dem eine Tabelle mit zwei Spalten zu sehen ist. Am oberen Rand der ersten Spalte wird das Wort „Wenn“ angezeigt. Am oberen Rand der zweiten Spalte wird das Wort „dann“ angezeigt.

In der ersten Spalte, unter „Wenn“, platzieren die Kinder Bilder, die Situationen darstellen, die:

Dann beobachten die Kinder eine Reihe verschiedener Piktogramme: Eine Mutter, einen Vater, einen Lehrer und die Handlungen des Atmens, Sprechens, Denkens, Entschuldigens usw.

 

Kinder sollten die Piktogramme auswählen, die sie für notwendig halten, um auf die betreffende Situation zu reagieren. Sobald sie ihre Auswahl getroffen haben, platzieren sie die ausgewählten Piktogramme in der zweiten Spalte unter „Dann“ in der Reihenfolge, in der sie sie jeweils ausführen sollen.

So kann beispielsweise der Abschnitt „Wenn“ ein Kind zeigen, das sich frustriert fühlt, weil es seine Hausaufgaben nicht erledigen kann. In der Spalte „Dann“ können Kinder die folgenden Piktogramme der Reihe nach platzieren: Atmen, nachdenken, dem Lehrer Bescheid geben. Auf diese Weise lernen sie, Situationen theoretisch zu beherrschen und können dies später erfolgreich umsetzen.