So verhinderst du einen bewegungsarmen Lebensstil bei Kindern

17. Oktober 2019
Erfahre in unserem heutigen Artikel, wie du die Gesundheitsrisiken verhinderst, die mit einem bewegungsarmen Lebensstil bei Kindern verbunden sind.

Ein sesshafter Lebensstil bei Kindern ist ein immer häufiger auftretendes Problem, das die geistige und körperliche Gesundheit der Kleinen gefährdet. Lies weiter und erfahre im Folgenden, wie du einen bewegungsarmen Lebensstil bei Kindern verhindern kannst.

Eine der Hauptursachen für dieses Phänomen ist der heutzutage übermäßige Einsatz von Technologie. Dies zeigt sich in Berichten, wie dem des kanadischen Amtes für öffentliche Gesundheit, in denen nur 1 von 10 Kindern die für ihr Alter empfohlene Menge an körperlicher Aktivität absolviert.

Es ist kein Geheimnis, dass sich ein bewegungsarmer Lebensstil negativ auf unsere Gesundheit auswirkt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation üben jedoch fast 85 % der Bevölkerung keinerlei körperliche Aktivitäten aus. Wenn du nicht möchtest, dass deine Kinder ein Teil dieser gefährlichen Statistik werden, probiere doch einfach die folgenden Strategien aus.

„1995 stufte die WHO Fettleibigkeit als eine Krankheit ein. Derzeit gilt es als eine Epidemie bei Kindern und Erwachsenen. Kinder, die übergewichtig oder fettleibig sind, nehmen an weniger körperlicher Aktivität und mehr sitzenden Aktivitäten teil. Diese Lebensstile können die Hauptursache für begrenzte motorische Muster sein, die sie aufweisen.“

–Igor Cigarroa, Carla Sarqui, Rafael Zapata-Lamana–

Tipps, um einen bewegungsarmen Lebensstil bei Kindern zu vermeiden

Finde Aktivitäten, die deinen Kindern Spaß machen

Du musst sie dafür jedoch nicht für einen Leistungssport anmelden. Es ist stattdessen bereits ausreichend, regelmäßig schwimmen zu gehen, Fahrrad zu fahren oder einen Tanzkurs zu besuchen. Hilf ihnen dabei, die körperliche Aktivität zu finden, die sie am meisten genießen.

Suche nach einer altersgemäßen Aktivität, um einen bewegungsarmen Lebensstil bei deinen Kindern zu verhindern

Suche nach einer altersgemäßen Aktivität, um einen bewegungsarmen Lebensstil bei deinen Kindern zu verhindern

In den frühen Jahren der Kindheit wird die Motivation zur Bewegung der ganzen Familie Spaß machen. Im Laufe der Zeit ändern sich jedoch die Vorlieben der Kinder und sie können dann anfangen, selbst Entscheidungen, in Bezug auf ihre bevorzugte Sportart, zu treffen.

Begrenze die Zeit, die deine Kinder vor einem Bildschirm verbringen

Unabhängig davon, ob deine Kinder fernsehen, Nachrichten auf ihrem Handy senden oder ein Videospiel spielen, solltest du die Bildschirmzeit einschränken. Tausche diese Aktivitäten mit körperlicher Betätigung, wie Spaziergängen, Spielen und Staffelläufen aus.

Denke daran, dass du ein Vorbild bist

Der größte Einfluss auf deine Kinder in ihren frühen Jahren bist du. Stelle daher sicher, dass Bewegung ein wesentlicher Bestandteil deines Tagesablaufes ist, und nutze die Zeit, um sie mit deiner Familie zu teilen, mit ihnen darüber zu sprechen und Spaß zu haben.

Du kannst einen bewegungsarmen Lebensstil bei Kindern vermeiden, indem du ihnen realistische Ziele setzt

Beginne mit kurzen Zeiträumen und einfachen Aktivitäten, die deine Kinder problemlos ausführen können. Steigere, im Laufe der Zeit und mit mehr Übung, die Dauer und Intensität. Das Erreichen kleiner Ziele motiviert sie, an dieser gesunden Gewohnheit festzuhalten.

Greife an Regentagen auf Plan B zurück

Es ist einfach, im Freien Sport zu treiben und in der Natur die positiven Effekte noch weiter zu verstärken und gegen einen bewegungsarmen Lebensstil anzukämpfen. Du kannst jedoch ein Zimmer oder einen anderen Raum im Haus haben, in dem ihr euch bei schlechtem Wetter frei bewegen könnt. So könnt ihr an Regentagen zum Beispiel tanzen, Yogaübungen durchführen oder Treppen hoch- und runtersteigen.

Verstehe das Tempo und die Unsicherheiten deiner Kinder

Vermeide es, sie unter Druck zu setzen, sich wie Hochleistungssportler zu verhalten. Beachte auch, dass nicht alle Kinder die gleichen Fähigkeiten haben. Schätze die Unterschiede deiner Kinder und lerne, wie du sie motivieren kannst.

Einen bewegungsarmen Lebensstil bei Kindern verhindern: Die Vorteile von körperlicher Betätigung

  • Geringeres Risiko für Diabetes, Herzerkrankungen, Krebs und Osteoporose
  • Positive Stimmung
  • Höheres Selbstwertgefühl
  • Bessere Schlafqualität
  • Geringeres Risiko für Angstzustände und Depressionen

Einige der Gefahren, die ein sesshafter Lebensstil mit sich bringt

  • Plötzliche Stimmungsschwankungen aufgrund von Inaktivität. Menschen, die viel Zeit an einem Ort oder bei einer Aktivität verbringen, entwickeln wahrscheinlich psychische Störungen.
  • Krebsrisiko. Wenn du längere Zeit ohne Bewegung sitzen bleibst, steigt die Wahrscheinlichkeit, an Dickdarm- und Lungenkrebs sowie an Endometriose zu erkranken.
Mit sportlichen Aktivitäten kannst du einen bewegungsarmen Lebensstil bei Kindern vermeiden

  • Fettleibigkeit bei Kindern ist weltweit auf dem Vormarsch. Dies ist zu einem großen Teil auf einen bewegungsarmen Lebensstil und schlechte Essgewohnheiten zurückzuführen. So kann Übergewicht Herz-Kreislauf-Probleme und Diabetes verursachen.
  • Probleme mit der Muskel- und Knochenentwicklung. Ein sesshafter Lebensstil bei Kindern führt dazu, dass ihre Gelenke und Muskeln aufgrund des Bewegungsmangels geschwächt werden. Kinder, die sich nicht sportlich betätigen, haben wahrscheinlich Probleme mit der Wirbelsäule, dem Nacken, den unteren Extremitäten und dem Muskeltonus.
  • Kreislauferkrankungen. Wenn wir längere Zeit in derselben Position verweilen, wird die Durchblutung des gesamten Körpers eingeschränkt. Im Laufe der Zeit verschlechtern sich die Venen und sie funktionieren dann nicht mehr richtig. Dies wird als Veneninsuffizienz bezeichnet und kann zu ernsteren Problemen, wie Krampfadern und Lungenembolien, führen.
  • Verminderte Gehirnfunktion. Sowohl in der Schule als auch zu Hause sollten Kinder aktiv bleiben und häufig ihre Position wechseln. Dies hält ihr Gehirn wach und in Form, um Ideen hervorzubringen.

Fazit

Das Interesse von Kindern an körperlicher Aktivität zu motivieren, ist eine altehrwürdige Aufgabe für Eltern und Lehrer. Denn ein großer Teil der körperlichen und geistigen Entwicklung deiner Kinder hängt davon ab.

Lass sie daher schon in jungen Jahren Sport treiben, um diese äußerst wichtige gesunde Gewohnheit aufzubauen. Gehe mit gutem Beispiel voran und begleite sie in diesem Prozess, während du dich gleichzeitig auch um deine eigene Gesundheit kümmerst. Auf diese Weise schafft ihr gute Gewohnheiten und profitiert von den Vorteilen der körperlichen Betätigung.

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