Die Debatte über Impfungen

31 März, 2020
Impfungen spielen bei der Vorbeugung bestimmter Erkrankungen eine wichtige Rolle. Dennoch gab es in den vergangenen Jahren zahlreiche kontroverse Diskussionen über diese Thematik. Da die Debatte über Impfungen nach wie vor anhält, wollen wir dir heute erklären, welche Rechte Eltern haben, wenn es um das Thema Schutzimpfungen geht.

Impfstoffe gehören zu den größten Errungenschaften der modernen Medizin. Sie haben den Verlauf der Menschheitsgeschichte verändert, da durch sie die Inzidenz vieler gefährlicher Krankheiten stark reduziert werden konnte. Daher sind Impfungen momentan auch eines der wirksamsten uns zur Verfügung stehenden Instrumente zur Prävention von Erkrankungen und Erhaltung der öffentlichen Gesundheit. Dennoch geht die allgemeine Debatte über Impfungen weiter.

Impfstoffe sind eines der effizientesten Instrumente um sicherzustellen, dass der Großteil der Bevölkerung gesund bleibt. Allerdings bestehen in der Debatte über Impfungen unterschiedliche Sichtweisen und es gibt viele kontroverse Meinungen zu dieser Thematik.

Da viele Menschen Impfstoffe mit gewissen Risiken assoziieren, gib es zahlreiche Kontroversen zu diesem Thema. Heute entscheiden sich viele Eltern gegen Impfungen, weil sie sich Sorgen über die möglichen Nebenwirkungen machen, die diese Impfungen verursachen könnten. Darüber hinaus gibt es weltweit noch viel mehr Eltern, die sich gegen eine generelle Impfpflicht aussprechen.

Außerdem sind die rechtlichen Rahmenbedingungen in Bezug auf Schutzimpfungen von Land zu Land verschieden. Die meisten Behörden und medizinischen Experten empfehlen Impfungen, weil sie davon überzeugt sind, dass sie ein wichtiges Instrument für den Schutz unserer Grundrechte auf Gesundheit sind.

Nachfolgend werden wir einige dieser Problemstellungen genauer beleuchten, um mehr über unsere Rechte als Patienten und Eltern zu erfahren.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen

Wenn wir über die rechtlichen Rahmenbedingungen in Bezug auf Impfungen sprechen, ist die Information einer der wichtigsten Aspekte. In diesem Sinne haben Gesundheitsexperten und Behörden die breite Öffentlichkeit umfassend über verschiedene Impfstoffe informiert.

Das Ziel dieser Informationen ist es, sicherzustellen, dass die kleinen Patienten und ihre Eltern über verschiedene Impfungen ausreichend und umfassend informiert sind.

Debatte über Impfungen - Kind wird geimpft

Dennoch erfolgt in der Praxis die Aufklärung der Patienten und ihrer Eltern in Bezug auf die Risiken und Vorzüge von Impfungen in der Regel durch Ärzte und medizinische Fachkräfte. Diese sind dazu verpflichtet, die angemessene und korrekte Aufklärung der betroffenen Personen sicherzustellen. Dies gilt besonders in den Fällen, in denen die Eltern Zweifel oder Vorbehalte haben.

Darüber hinaus ist die maximale Abdeckung ein wichtiger Aspekt der Impfprotokolle. Wenn die maximale Impfquote nicht erreicht wird, besteht das Risiko, dass gefährdete Bevölkerungsgruppen anfälliger für Erkrankungen werden, gegen die es geeignete Impfstoffe gibt.

Das liegt daran, dass Menschen, die beispielsweise ein geschwächtes Immunsystem haben, keine Impfungen bekommen dürfen. Daher sind sie normalerweise von den Impfungen ausgenommen. Wenn aber der Rest der Bevölkerung geimpft ist, werden dadurch auch diese Menschen davor geschützt, sich mit diesen Krankheiten zu infizieren.

Daher ist es auch so wichtig, dass Experten die Eltern umfassend und vollständig informieren und aufklären. Diese Informationen sollten leicht verständlich sein. Die Eltern müssen Informationen über verpflichtende und empfohlene Impfungen erhalten. Dies gilt sowohl für staatliche Impfprogramme als auch für  jene, die von den Krankenkassen bezahlt werden. Darüber hinaus sollten sie auch über den Ablauf und den genauen Impfplan unterrichtet werden.

Die Debatte über Impfungen: Einverständnis der Eltern

In den meisten Ländern müssen die Eltern ihr Einverständnis zu Impfungen ihrer minderjährigen Kinder geben. Außerdem wird allgemein empfohlen, Kinder über 12 Jahren umfassend darüber zu informieren, warum die Impfung durchgeführt wird und welchen Schutz sie dem Kind bieten wird.

Darüber hinaus gibt es eine weitere Faustregel, die besagt, dass Jugendliche ab 16 Jahren ebenfalls einer Impfung zustimmen sollten, außer es handelt sich um eine Risikosituation. In diesem Fall ist es das Beste, dass ihre Eltern oder ihr gesetzlicher Vormund die Entscheidung für sie übernehmen.

Wenn es sich um offizielle Impfungen handelt und nur ein Elternteil anwesend ist, gehen die Behörden davon aus, dass die Impfung im Einvernehmen mit dem abwesenden Elternteil erfolgen darf. Anders hingegen verhält es sich, wenn sich der andere Elternteil explizit gegen die Impfung ausgesprochen hat. In diesem Fall trifft ein Richter die endgültige Entscheidung.

Bei Impfungen, die nicht Teil des staatlichen Impfprogrammes sind, handelt es sich rechtlich gesehen um eine freiwillige medizinische Behandlung. Daher ist in diesen Fällen die Zustimmung beider Eltern erforderlich.

Sollte es eine Impfpflicht geben?

Die Thematik einer Impfpflicht für Kinder führt zu einigen Diskussionen und Problemstellungen in Bezug auf persönliche Freiheit und kollektive Rechte. Die Gesetzgebung diesbezüglich ist von Land zu Land verschieden, aber in einigen europäischen Ländern sind bestimmte Impfungen verpflichtend. In Spanien beispielsweise sind Impfungen grundsätzlich nicht obligatorisch.

Debatte über Impfungen - Baby wird geimpft

Bei einer generellen Impfpflicht müssen die Behörden viele rechtliche und ethische Aspekte berücksichtigen. Ironischerweise haben Impfstoffe dazu beigetragen, einige schwerwiegende Erkrankungen so erfolgreich zu kontrollieren, dass genau diese Tatsache zur heutigen Diskussion und Kontroverse über Impfstoffe beiträgt.

Da die Krankheiten so selten auftreten, haben viele Eltern das Gefühl, dass das Risiko sehr gering ist, dass ihre Kinder sich mit diesen Erkrankungen infizieren könnten. Auch in wissenschaftlichen Magazinen, bei Eltern und in Schulgremien gibt es zahlreiche Debatten darüber, ob eine Impfpflicht angemessen ist. Darüber hinaus wird diskutiert, ob ein unverhältnismäßiges Risiko von Nebenwirkungen besteht.

Die Debatte über Impfungen und die Impfraten

Tatsächlich hört man heute nur noch selten über einige Infektionskrankheiten, an denen die Bevölkerung, insbesondere Kinder und Kleinkinder, in vergangenen Jahren zahlreich erkrankten. Aus diesem Grund erkennen viele Eltern auch nicht das Risiko, welches sie eingehen, wenn sie ihre Kinder nicht impfen lassen. Eltern haben heute mehr Angst vor den Nebenwirkungen der Impfstoffe als vor den Erkrankungen, vor denen sie schützen sollen.

In der Gesetzgebung vieler Länder spiegelt sich heute diese gesellschaftliche Kontroverse wider. Eine Vielzahl von Ländern hat für bestimmte Erkrankungen eine Impfpflicht eingeführt. Die Debatte dreht sich um den Schutz der individuellen Grundrechte, wie das Recht auf Gesundheit vor persönlicher Freiheit.

Obwohl es in Spanien keine generelle Impfpflicht gibt, sind die Impfraten im Vergleich zu anderen Ländern wie Frankreich oder Italien nach wie vor hoch. In diesen Ländern wurde aufgrund des drastischen Rückgangs der Impfraten eine Impfpflicht für bestimmte Impfstoffe eingeführt.