Warum ein Mitspracherecht für Schüler wichtig ist

01 März, 2020
Kinder haben ihre eigenen Gedanken und Meinungen, daher sollten wir ihnen zuhören und ihre Gedanken auch berücksichtigen. Heute erklären wir dir, was es bedeutet, wenn Schüler ein Mitspracherecht haben.

Das Bildungssystem hat die Möglichkeit und das Privileg, Menschen zu formen. Neben der schulischen Bildung werden den Kindern auch wichtige Werte vermittelt. Daher ist die Schule ein idealer Ort, um eine bessere zukünftige Gesellschaft zu schaffen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es sehr wichtig, dass wir unseren Kindern zuhören und ihre Meinung berücksichtigen. Aus diesem Grund wollen wir in unserem heutigen Artikel über das Mitspracherecht von Kindern sprechen.

Wir haben die Pflicht, unsere Kinder zu unterrichten und ihnen verschiedene Dinge beizubringen. Darüber hinaus können wir aber auch von unseren Kindern lernen. Daher sollten die Lehrer ihren Schülern aktiv und aufmerksam zuhören. Auf diese Weise werden wir verstehen, wie Kinder die Welt sehen, welche Standpunkte sie vertreten und welche Bedenken und Sorgen sie haben.

Was bedeutet es, wenn Schüler ein Mitspracherecht haben?

Das “Mitspracherecht für Schüler” ist ein Thema, das weltweit an Popularität und Bedeutung gewinnt. Dieses Konzept bezieht sich auf alle Initiativen, die darauf abzielen, die Beteiligung und Mitwirkung von Schülern an bestimmten Aspekten des schulischen Umfeldes zu erhöhen.

Mitspracherecht - Schüler

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Schulen den Kindern die Mittel und Möglichkeiten zur Verfügung stellen, die es ihnen erlauben, vermehrt eigene Entscheidungen zu treffen. So können die Schüler eine aktivere Rolle in Bezug auf ihre eigene Ausbildung und ihren Lernprozess einnehmen.

Darüber hinaus ist es es sehr wichtig, dass alle Schüler ein Mitspracherecht haben. Kein Schüler sollte aufgrund der folgenden Kriterien diskriminiert werden:

  • Behinderung
  • Alter
  • Geschlecht
  • Nationalität
  • Religion
  • Schulische Leistung

Außerdem sollte jeder Schüler die Möglichkeit haben, sich zu äußern und auch gehört zu werden. Alle haben eine Meinung, unabhängig von ihren persönlichen Eigenschaften und Fähigkeiten. Und jede einzelne Meinung ist wichtig!

Aktivitäten, die Schülern ein Mitspracherecht ermöglichen

Wenn Schüler ein Mitspracherecht haben, haben sie die Möglichkeit, aktiv an der Verbesserung ihrer Schule mitzuwirken. Außerdem kann dieses Mitsprachrecht als Instrument für die Mobilisierung und für Veränderungen genutzt werden. So können Schulen eine inklusivere und demokratischere Bildung anbieten.

Durch folgende Aktivitäten können Lehrer ihren Schülern ein Mitsprachrecht ermöglichen:

  • Sammlung von Vorschlägen, Ideen und Meinungen der Schüler: Vorschlagsboxen, Abstimmungen, Petitionsgremien usw.
  • Rollenspiele: Gruppendynamische Maßnahmen durch Rollenspiele.
  • Lego Serious Play: Diese Methode wurde von Lego entwickelt. Kinder nutzen Legosteine, um mit ihnen Lösungen für ein bestimmtes Problem darzustellen.
  • Soziales oder partizipatives Kartenzeichnen: Bei dieser Technik erstellen die Kinder Karten, die verschiedene graphische Elemente enthalten, um Probleme und Lösungsmöglichkeiten darzustellen.

Eine neue Lehrermentalität

Wenn die Schüler ein Mitspracherecht in der Schule haben, müssen Lehrer und Professoren ihre eigene Rolle als Bildungsvermittler überdenken und verändern. Darüber hinaus müssen sie sich auch von den klassischen Unterrichtsmethoden verabschieden und ihre Lehrmethoden an die neue Situation anpassen.

Im traditionellen System stehen die Lehrer im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und die Schüler sind häufig nur die Empfänger von Informationen. Wenn Schüler ein Mitspracherecht erhalten, dann muss sich allerdings auch diese Dynamik verändern.

Darüber hinaus müssen die Lehrer ihre autoritäre Position aufgeben und den Schülern die Möglichkeit geben, sich gleichermaßen an der Gestaltung des Unterrichts zu beteiligen. Dadurch können die Schüler persönliche Autonomie entwickeln, Verantwortung übernehmen und zu selbstbewussten Individuen heranwachsen.

“Das Ziel von Bildung sollte darin bestehen, ein selbstbestimmtes Individuum zu schaffen und nicht eines, das von anderen bestimmt wird.”

– Herbert Spencer –

Mitspracherecht - Lehrer mit Schülern

Mitspracherecht für Schüler: Fazit

Daher müssen die Schulen inklusive Bildungspraktiken einführen, die den Schülern ein Mitspracherecht ermöglichen. Darüber hinaus sollten diese Praktiken ein friedliches Miteinander fördern und eine angemessene Unterstützung der Schüler gewährleisten. Dadurch können Veränderungen und Verbesserungen in Schulen realisiert werden.

Daher ist es nun an der Zeit, dass wir unser Kinder dazu ermutigen, sich stärker an ihrer eigenen Bildung zu beteiligen. Die folgende Aussage beschreibt diese Thematik sehr treffend:

“Partizipation bedeutet, gemeinsam mit anderen zu lernen, mit ihnen zusammenzuarbeiten und gemeinsame Erfahrungen zu teilen. Sie erfordert aktive Auseinandersetzung mit dem Lernprozess und ein Mitspracherecht bei der Gestaltung der Bildungserfahrung. Darüber hinaus geht es um das Gefühl, wahrgenommen, akzeptiert und wertgeschätzt zu werden.”

– Booth & Ainscow –

Natürlich sollte sich die Partizipation von Kindern nicht nur auf den schulischen Bereich beschränken. Wir müssen lernen, unseren Kindern zuzuhören und ihre Meinungen und Ansichten in allen Lebensbereichen zu respektieren, auch in ihrem Zuhause und in der Gesellschaft.

Zusammenfassend können wir feststellen, dass die Schüler langfristige Vorteile haben werden, wenn wir ihnen ein Mitspracherecht geben und sie dazu ermutigen, sich aktiv zu beteiligen.

Diese Vorteile beziehen sich nicht nur auf das schulische Umfeld. Darüber hinaus trägt ein Mitspracherecht auch dazu bei, Bürger zu erziehen, die sich aktiv an der Gestaltung der künftigen Gesellschaft beteiligen werden.

“Schulen sollten Orte sein, an denen die Kinder lernen und sich frei entfalten können.”

  • Booth, T. y Ainscow, M. (2015). Guía para la educación inclusiva: desarrollando el aprendizaje y la participación en los centros escolares. Madrid: OEI.
  • Fielding, M. (2011). La voz del alumnado y la inclusión educativa: una aproximación democrática radical para el aprendizaje intergeneracional. Revista Interuniversitaria de Formación de Profesorado, 25(1), 31–61.
  • Susinos, T. (2012). Las posibilidades de la voz del alumnado para el cambio y la mejora educativa. Revista de Educación, (359), 16-23.
  • Susinos, T. y Ceballos, N. (2012). Voz del alumnado y presencia participativa en la vida escolar. Apuntes para una cartografía de la voz del alumnado en la mejora educativa. Revista de Educación, (359), 24-44.